K.Ö.St.V. Aggstein St. Pölten

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Basisdaten
Gründung: 4. Mai 1919
Gründungsort: St. Pölten
Verbände: MKV
Farben: schwarz-blau-gold (Bursch)
schwarz-blau (Fuchs)
Wahlspruch: „Mutig und wahr, treu immerdar!“
Adresse Kerensstraße 12, 3100 St. Pölten
Website: www.aggstein.org

Die K.Ö.St.V. Aggstein St. Pölten ist eine katholische, farbentragende Vereinigung von Gymnasiasten und BHS-Schülern der Stadt St. Pölten und Umgebung und gehört dem Mittelschüler-Kartell-Verband (MKV) an. Aggstein wurde am 4. Mai 1919 gegründet und ist damit die älteste Verbindung von St. Pölten und des Mostviertels.

Inhaltsverzeichnis

Freundschaftsbeziehungen[Bearbeiten]

Die folgenden Verbindungen sind Freundschaftsverbindungen Aggsteins:

  • Nibelungia St. Pölten
  • Carolina St. Pölten
  • Nibelungia Melk
  • Babenberg Lilienfeld
  • Floriana St. Pölten
  • Tragisa St. Pölten

Geschichte[Bearbeiten]

Zwischenkriegszeit[Bearbeiten]

Die Verbindung wurde am 4. Mai 1919 als Studentenverbindung Trissania an der Lehrbildungsanstalt in St. Pölten von Rudolf Engel gegründet. Sie sollte nach eigenen Angaben jungen Männern Ideale auf ihren Lebensweg mitgeben und sie vor gefährlichen politischen Strömungen der Zwischenkriegszeit bewahren. Kurz darauf wurde die Verbindung in Aggstein umbenannt.

Im Jahr 1924 wurde von den drei ortsansässigen Verbindungen der St. Pöltner Stadtverband der katholischen Verbindungen gegründet. Anfang der 1930er Jahre hatte der von Deutschland hereinfallende Nationalsozialismus Auswirkungen auf Aggstein, auch Verrat und Vertrauensbruch gehörten zu den Folgen. Auf dem Altherrenconvet (Sitzung der nicht mehr aktiven Mitglieder) wurde von jedem Mitglied Aggsteins eine schriftliche Erklärung eingefordert, sich von allen österreichfeindlichen Bewegungen zu distanzieren und diese nach besten Kräften zu bekämpfen. Durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1938 wurde Aggstein und auch alle anderen Studentenverbindungen verboten und aufgelöst.

Nachkriegszeit[Bearbeiten]

Nach dem Ende des Krieges trieb Altherrensenior Heinz Dopplinger die Reaktivierung der Verbindung voran. In seinem Mitteilungsblatt schrieb er: „Wie tut es wohl, die Österreichische Stimme zu vernehmen, die Aggstein spricht wieder.“ Im Jahr 1946 wurde durch die Sicherheitsdirektion Niederösterreich die Auflösung Aggsteins zurückgenommen.

Ab dem Jahr 1957 lud Pater Lambert Minarz seine Bundesbrüder jeden Sommer zu sich ins Stift Altenburg ein. Diese Woche in Altenburg etablierte sich bald als „Aggsteinerwoche im Stift Altenburg“. Minarz starb im Mai 1997, wenige Monate vor der 40. Altenburgwoche.

Durch die Auflösung der Lehrbildungsanstalt am Schulring wurde Aggstein, deren Mitglieder ausnahmslos Schüler dieser Anstalt waren, in eine Krise gestoßen, von der sich die Verbindung ab Beginn der 1980er Jahre langsam erholte. In dieser Zeit wurde das Thema „Mädchen in Couleur“ im ganzen Verband aktuell und so entstand 1987 in St. Pölten die Mädchenverbindung Tragisa. Aggstein schloss erste MKV-Verbindung im Jahr 1991 mit Tragisa ein Freundschaftsabkommen ab.

Berühmte Mitglieder[Bearbeiten]

  • Josef Reither (1880-1950), Landeshauptmann von Niederösterreich, ,,Bauernführer"
  • Leopold Figl (1902–1965), Bundeskanzler, Landeshauptmann von Niederösterreich, Aussenminister
  • Siegfried Ludwig (1926-2013), Landeshauptmann von Niederösterreich
  • Heinrich Neisser (* 1936), Zweiter Nationalratspräsident
  • Adolf Stricker (* 1942), Nationalratsabgeordneter, Präsident des NÖ Landesschulrates
  • Alfred Brader (* 1956), Nationalratsabgeordneter

Weblinks[Bearbeiten]