Jugendkultur in Kasachstan

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Die Jugendkultur in Kasachstan entwickelt sich rapide. Dazu trägt die Technisierung bei. Im Vergleich zu Deutschland verfügt die Jugend in Kasachstan über weniger Möglichkeiten, ins Internet zu gehen, weil es in Kasachstan noch keinen flächendeckenden Internetzugang gibt. Kostenfrage und Internetgeschwindigkeit sind auch ein Faktor, der dabei eine besondere Rolle spielt. Jugendsprache ist auch ein Teil der Jugendkultur. Aktuell ist das Senden von Kurzmitteilungen mit dem Mobiltelefon. In Kasachstan geht die Entwicklung der SMS-Sprache in Richtung Unterhaltung und Witz, was anscheinend eine wichtige Rolle spielt.[1]

Kultur ist aber mehr als eine Bezeichnung der Zugehörigkeit zu einem Volk oder zu einer Nation. Es gibt einen Begriff der Subkultur, welcher auch einen sozialen Komponenten enthält. Ein Beispiel dafür ist die Jugendkultur.

  • „Jugendkulturen sind artificial tribes, künstliche Stämme und Solidargemeinschaften, deren Angehörige einander häufig bereits am Äußeren erkennen. Sie füllen als Sozialisationsinstanzen das Vakuum an Normen, Regeln und Moralvorräten aus, das die zunehmend unverbindlichere, entgrenzte und individualisierte Gesamtgesellschaft kennzeichnet.“[2]

Das ist ein allgemeiner Trend, dass in der Jugendkultur viele unterschiedliche Stilrichtungen existieren, bspw. Techno, Heavy Metal, Punk, Gothics, Indies; Skinheads, Reggae und Ska; Boarderszenen, Sportkultur, Emos, Fußballfans, Skateboarder, Rollenspieler, Cosplayer, Jesus Freaks usw. Musik, Sport, Comics spielen eine große Rolle im Leben der Jugendlichen. Sehr populär ist natürlich das Medium Internet. Eine Entwicklung in dieser Richtung ist bspw. Web 2.0, das sich durch kommunikative Eigenschaften auszeichnet.

Skateboarder sind Teil der Jugendkultur

Wichtig ist die Identifikation mit der Szene. Auch innerhalb der Jugendkultur gibt es soziale Unterschiede. Die Jugendkultur in Kasachstan hat einerseits alte traditionelle subkulturelle Mini-Gruppen, andererseits sickern moderne Trends vom Westen durch.

Konsumorientierung[Bearbeiten]

Prof. A.N. Teslenko meint, dass die heutige Jugend, auch in Kasachstan, „auf Konsum fokussiert ist“.[3] Seiner Meinung nach ist der Musikgeschmack der Jugend in Kasachstan wenig elaboriert. Dies drückt sich darin aus, dass die Mehrheit der Jugendlichen Popmusik (russisch попса) hört. Sie dient eher als Hintergrundmusik für andere Aktivitäten.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. SMS (russ.). Abgerufen am 16. März 2011.
  2. Interview der Deutschen Welle mit Prof. Teslenko (russ.), 2010. Abgerufen am 16. März 2011.
  3. Jugendkulturen, 2010. Abgerufen am 16. März 2011.
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