Jerusalemweg

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Als Jerusalemweg wird der Pilgerweg in das Heilige Land auf dem Landwege bezeichnet. Die Entstehung dieser Route geht in ihrem Verlauf auf die Wege der Kreuzzüge (im Besonderen III. Kreuzzug - Kreuzzug ), sowie der Missionsreisen von Apostel Paulus zurück.

Namensherkunft[Bearbeiten]

Schon immer pilgerten Menschen auch zu Fuß in das Heilige Land. Der Name Jerusalemweg deutet auf die Beziehung zum Jakobsweg hin und stellt eine Ergänzung beziehungsweise Alternative zu diesem Pilgerweg dar. Jerusalem ist neben Rom und Santiago de Compostela nicht nur eines der drei großen christlichen Pilgerziele, sondern auch der heiligste Ort des Christentums.

Wegbeschreibung[Bearbeiten]

Grundsätzlich ist zu erwähnen, dass auf diesem Weg aufgrund der wenigen Pilger bis dato keine dem Jakobsweg vergleichbare Infrastruktur, wie Pilgerherbergen, Wegbeschreibung und dergleichen zu finden ist. Jedoch ist es möglich bei Klöstern, Kirchen und teilweise sogar bei Moscheen Unterkunft als Pilger zu bekommen. Denn auch für Muslim ist die Pilgerschaft, der Hadsch, etwas ganz besonderes.

Laut Auskunft des Lateinischen Patriarchates kommen dennoch jährlich Pilger zu Fuß im Heiligen Land an, wobei die Zahl derer von Jahr zu Jahr im Steigen begriffen ist. Unterwegs sind andere Pilger nicht oder nur äußerst selten zu treffen. Die etwa 5.000 km lange Strecke von Europa bis in den Nahen Osten, wird daher zum Teil auch in Abschnitten, auf mehrere Jahre aufgeteilt, begangen.

Die zum Teil sehr karge Landschaft, das Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen, das Durchschreiten von Gebirgszügen und Wüstengebieten und die wochenlange Einsamkeit in Abwechslung stehend zu mehreren Millionenstädten (wie Wien, Budapest, Belgrad, Istanbul, Izmir, Konya, Adana, Aleppo, Damaskus, Amman), bringt zweifelsohne eine große Herausforderungen mit sich. Der Weg hat aber gerade deswegen seinen besonderen Reiz und stellt eine Brücke zwischen den Religionen und Kulturen dar.


Pilgerpass[Bearbeiten]

Für Pilger die sich auf den Pilgerweg nach Jerusalem begeben, gibt es einen Pilgerpass. Dieser ist ähnlich wie der Pass für Jakobspilger aufgebaut und kann bei Pfarren, Klöstern und sonstigen christlichen Einrichtungen, abgestempelt werden. Selbst im asiatischen Teil des Pilgerweges (Türkei, Syrien, Jordanien, Palästina sowie Israel) ist es möglich bei Römisch-katholischen Kirchen oder orthodoxen Kirchen einen Stempel zu erhalten.

Jedenfalls ist der Pilgerpass beim Eintreffen in Jerusalem vom Lateinischen Patriarchat abstempeln zu lassen, wodurch das Ankommen im Heiligen Land beurkundet wird. Diese Vorgangsweise ist analog zum Jakobsweg bei der Ankunft in Santiago de Compostela.


Literatur[Bearbeiten]

  • Jerusalem und das Heilige Land: Pilgerbuch nach Paläestina, Syrien ..., Band 1 Von Johann Nepomuk Sepp, Seite 395
  • Zu Fuss von Passau nach Jerusalem: Friedrich Schröger, Passavia, Seiten 235. ISBN 3876161142
  • Pilgern ins gelobte Land: Jean Lescuyer, Goldmann Verlag. ISBN 3-442-71167-3


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