Jürgen Welsch

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Jürgen Welsch (* 25. Februar 1967 in Köln) ist ein deutscher Architekt, Projektentwickler und Dozent im Fachbereich Architektur und Projektentwicklung.

Ausbildung[Bearbeiten]

Jürgen Welsch wurde bei dem US-amerikanischen Architekten, Innenarchitekten und Objektdesigner Charles F. Johnson auf dem Gebiet der hochqualitativen Architektur ausgebildet. Durch Johnson lernte Welsch sein Handwerk und spezialisierte sich auf Architektur im Stil der klassischen Moderne. Nach seinem deutschen Studienabschluß im Bauwesen lernte er auf Fortbildungsreisen in den USA Bart Prince kennen und ließ sich für die Arbeiten in den USA von dessen individuellem Stil beeinflussen. So wirkte Welsch beispielsweise an dem Prince-Goff-Projekt Pavilion for Japanese Art at the Los Angeles County Museum of Art mit.

In Deutschland ist Welsch seit 1993 als freischaffender Planer und Projektentwickler der Baubranche tätig. Er arbeitet als anerkannter Gerichtsgutachter im Bauwesen und als Dozent für den Fachbereich Internationale Architektur und Projektentwicklung im Rahmen von Fortbildungsseminaren der Maquas-Gruppe,[1]

Bauten[Bearbeiten]

Der Durchbruch in der bundesdeutschen Architekturszene gelang Welsch mit der Planung und dem Bau des privaten Wohnhauses des Mathematikprofessors Gerd Faltings. Das Haus der Familie Faltings in Bonn ist seit Fertigstellung im Jahr im Jahr 1993 vielfach international ausgezeichnet und publiziert worden. Es folgten weitere Wohnhäuser, denen Welsch seine individuelle Handschrift auf Basis der in den 1930er Jahren entstandenen Bauhaus-Architektur verlieh.

Weitere Wohnhäuser

  • Wohnhaus des Altbundespräsidenten Karl Carstens in Meckenheim bei Bonn (Sanierung u. Erweiterung)
  • Wohnhaus des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der T-Mobile AG in Unkel am Rhein (Neubau)
  • Penthouse des Direktors der bundesdeutschen GMAC-RFC Bank in Frankfurt (Innenausbau, Sanierung und Umbau)
  • Wohnhaus des ehemaligen Konsuls der Bundesrepublik Deutschland in Sao Paulo, Brasilien (Neubau)
  • Römische Atriumvilla für den Entwicklungschef der Tadiran-Battery-Group (Neubau)
  • Wohnhaus Gödert bei Bonn (Neubau)
  • Neubau einer Kirche für die Gemeinde Mesa (Arizona) (mit Architekt Charles F. Johnson)
  • Wohnhaus des Schauspielers Kevin Costner in Kalifornien (mit Architekt Charles F. Johnson)(Neubau)

sowie im kommerziell strukturierten Projektbereich:

  • Imaging-Laboratory für das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg (DKFZ)
  • Bürogebäude der Otto International Leasing AG in Hamburg
  • Neuplanung und Erweiterung sowie Sanierung des Waldhotel Rheinbach
  • ferner: in den Jahren 1993-1998 der Entwurf von insgesamt 250 individuellen Projekten des deutschen Schwörer Haus-Konzerns, darunter exklusive Wohnhäuser, die für die Unternehmenspräsentation in den entsprechenden Printmedien genutzt wurden

Projektentwicklung[Bearbeiten]

  • Entwicklung des Immobilienportfolios 2003 Eisenach, u. a. mit dem Objekt der Historischen Stadtbibliothek
  • Konzeption eines Medizinisches Versorgungszentrums im Landkreis Miltenberg (Bayern)
  • Planung der Architektur-Insel[2] im Fachhochschulviertel der Stadt Rheinbach
  • Entwicklungskonzept des Ehemaligen-Städtischen-Gymnasium-Areals für die Stadt Rheinbach (heute Pallotti-Carré)[3]

Lehrtätigkeit[Bearbeiten]

Welsch ist als Dozent tätig in Zusammenarbeit mit den Unternehmensberatungen der Maquas-Gruppe, bestehend aus der Konzerntochter Maquas-Solar und Maquas-Factoring für die Baubranche und zwar in den Bereichen Architektur und Immobilienentwicklung, International Real Estate Consulting sowie Architectural & Development Consulting (Dozentenprofil)

Schriftstellerische Tätigkeit[Bearbeiten]

Welschs Debüt als Schriftsteller war der Thrillerroman Der Seestern, der als book on demand 2005 publiziert wurde [4], und von dem in kurzer Zeit über 500.000 Exemplare verkauft wurden. Die Erlöse seines Buches hat Welsch gemeinnützigen Organisationen gestiftet.

Ehrenämter[Bearbeiten]

Seit 2004 ist er im Rahmen eines offiziellen Sponsoring-Agreements Förderer der gemeinnützigen Organisationen [5] und der "Non au Noma én RDC" (Demokratische Republik Kongo), die sich um die Prävention und Behandlung der bakteriellen Krankheit Noma einsetzen. Welsch hat als Projektierer und als Sponsor seit dem Jahr 2005 eine Kinderklinik, ein Kinderdorf und ein Ernährungszentrum für die Republik Kongo unterstützt. Er engagiert sich für verschiedene gemeinnützig tätige Organisationen, die sich um das Wohl und die Förderung kranker oder schlecht gestellter Kinder einsetzen, wie beispielsweise der World Childhood Foundation von HM Königin Silvia von Schweden oder der bundesdeutschen Organisation Dolphin-Aid, die sich um die Förderung kranker Kinder mit Hilfe von Delfintherapien engagiert. Welsch ist im Bereich dieser Tiergestützten Therapien nicht nur als Förderer tätig, sondern hat sich aktiv in Delfintherapiezentren in den USA involviert und hat den Dialog mit den Verantwortlichen und Förderern begleitet.

Spende Kunstobjekt[Bearbeiten]

Im Jahr 2005 hat Welsch der Stadt Rheinbach, in der er bis dahin 30 Jahre gelebt hat, für die Strukturierung eines ein Neubaugebiet erschließenden Verkehrsknotenpunktes eine aus Edelstahl gefertigte Skulptur gespendet [6]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Design Award Union Miniere 1997
  • Europäischer Architekturpreis 2003 -Exklusive Wohnhäuser

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Dialog auf Augenhöhe: Architekten im Ausland - Ein amerikanischer Traum (veröffentlicht durch die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen)
  • Entwürfe von international ausgezeichneter Qualität (von dem dt. Architekturkritiker Lohmann, veröffentlicht durch das Magazin Bauinformation)

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

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