Heike Arndt

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Heike Arndt (* 4. Juni 1963 in Strausberg) ist eine deutsch-dänische Künstlerin und Bildhauerin.

Leben[Bearbeiten]

Arndt bildete sich in der DDR als Keramikerin aus. Nachdem ihr Ausreiseantrag abgelehnt worden war, floh sie 1985 zu ihrem dänischen Freund in die BRD, mit dem sie im selben Jahr nach Errindlev in Dänemark zog.

Sie bereiste, teils aufgrund von Stipendien, Italien, Spanien, Portugal, Grönland, USA und lebte zeitweise in Beijing. Heute lebt sie in Kettinge auf der Insel Lolland in Dänemark und in Berlin; in Finale Ligure, Italien, unterhält sie eine Künstlerresidenz mit Ausstellungsmöglichkeit. Seit den 1990er-Jahren arbeitet Heike Arndt überwiegend als Malerin. Ihre Bilder wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt.

Töpfer- und Künstlerlaufbahn[Bearbeiten]

Nach ihrer Ausbildung war Arndt als Töpferin in Crinitz bei Finsterwalde tätig. 1984 besetzte sie eine leerstehende Wohnung in Berlin-Friedrichshain und arbeitete im Dreischichtsystem für eine Industrie-Keramik-Fabrik. 1987 richtete sie ihr Studio auf Lolland ein. Weitere Stationen waren: 1988 Monza, Italien, wo sie im Studio Torneguzzo für drei Monate mit Glasmosaik und Bleiverglasung arbeitete; 1989 das Künstlerzentrum Avure in Porto in Portugal mit Lithographien. 1990 erhielt sie eine Auftragsarbeit für Mosaiken der Firma Danisco.

Neben verschiedenen skandinavischen Förderauszeichnungen erhielt sie u. a. durch den Grønlands Kulturfond die Möglichkeit, 1994 in Grönland eine Wanderausstellung in verschiedenen Städten, darunter auch im Nuuk National Museum, durchzuführen. Die Kommune von Sisimiut gab 1994 eine Bronzeskulptur bei Arndt in Auftrag, 1995 folgte eine Auftragsarbeit für den grönländischen Flughafen in Sønderstrøm, und 1996 eine Bronzeskultur für einen öffentlichen Platz in Nuuk.[1]

Galleri Heike Arndt DK[Bearbeiten]

Galerie Heike Arndt in Kettinge

In Kettinge auf der dänischen Insel Lolland gründete sie eine eigene Galerie, die Galleri Heike Arndt DK, und im Jahr 2008 in Berlin-Friedrichshain eine deutsche Niederlassung, die sich den deutsch-skandinavischen Kunstbeziehungen widmet. Hier stellte sie u. a. auch Werke des Hans Ticha aus.[2]

Stil[Bearbeiten]

Arndt wurde zwar als Keramikerin ausgebildet, entfaltete sich aber als Autodidaktin in zahlreichen künstlerischen Techniken und Materialien: Keramik, Glas und Bronze, Ölbilder, Gouachen, Grafik und verschiedene Mischtechniken. Ihre Bilder sind in der Regel sehr intensiv in der Farbwahl, nicht abstrakt.

„In her paintings we seem to have to reread, as a distant echo, the experiences of the German Expressionists in the first two decades of the 1900s together with those that were developed after World War II by members of the CoBrA group active in Copenhagen, Brussels and Amsterdam. The use of violent colours with a sharp impact, often reinforced by an incisive sign, characterized the work of the artists of Die Brücke (1906) …“

– Luigi Cavadini: „Where is home?“[3]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1998: Greenland, people and myths. Nordic Heritage Museum, Seattle, USA.
  • 2008: „Where is home?“. One Moon Gallery, Beijing.[4]
  • 2010: „Where is home?“. Museo d’arte contemporanea in Lissone, Italien. (Kurator: Luigi Cavadini).
  • Ausstellungen in Zusammenarbeit mit dem dänischen Kunst- und Kulturfestival Lys over Lolland (Licht über Lolland)

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Heike Arndt, „Både-og“. Storstrøms Kunstmuseum, Maribo 1993. (Ausstellungskatalog).
  • Heike Arndt. Art-Vision, Kettinge 1997, ISBN 87-983709-6-0 (Veröffentlicht in Verbindung mit der Ausstellung „Greenland, people and myths“, 1. Dezember 1997 - 15. Februar 1998, Nordic Heritage Museum, Seattle, Washington).
  • Response. Art-Vision, Kettinge 2008, ISBN 978-87-983709-5-6.
  • „Where is home?“ Edito da Città di Lissone, 2010.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Biografie bei Lys over Lolland. Dort angegeben: Sisimiut Museum, Qaqortoq Kulturhus, Nanortalik Museum, Ammassalik museum, Ilulissat Museum, Qasigiannguit Museum, Nuuk National Museum.
  2. Jon Jørgensen: Billeder fra den hemmelige bagside af Muren., dänisch. Abgerufen am 13. Mai 2012.
  3. Auszug aus dem Katalog „Where is home?“, Lissone, 2010.
  4. Ausstellungsinformation auf Beijing stuff, englisch. Abgerufen am 13. Mai 2012.
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