Hans Thimme (Historiker)

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Hans Thimme (* 27. April 1889 in de:Schmedenstedt; † 14. April 1945 Potsdam ) war ein deutscher Historiker‏ und Archivar

Leben[Bearbeiten]

Thimme stammte aus einer Pastorenfamilie. Sein Vater Gottfried Thimme war Pastor, ebenso sein Großvater Carl Thimme. Seine Mutter Emilie, gebürtig Münchmeyer, war Tochter eines Konsistorialrats. Thimme wuchs als jüngstes Kind mit zehn Geschwistern auf, zu seinen Geschwistern gehörten de:Friedrich Thimme und de:Wilhelm Thimme

Wie seine Geschwister erhielt er de:Hausunterricht durch einen de:Hauslehrer, der Vater lehrte de:Alte Sprache, seine älteste Schwester Marie unterrichtete weitere Fächer. Von Michaelis 1903 bis Ostern 1908 erreichte er auf dem de:Ratsgymnasium Goslar das Abitur.

Im Luthertum mit dem Gefühl der Sündhaftigkeit aufgewachsen , bemühte er sich , die starren Rituale des elterlichen Pfarrhauses abzustreifen . 1908 nahm er ein Studium an der Universität Freiburg und besuchte mit seinem Bruder de:Friedrich Thimme eine Vorlesung von de:Friedrich Meinecke. In den folgenden Jahren hörte er mit de:Siegfried A. Kaehler bei Meinecke und besuchte dessen Seminare. Von 1914 bis 1918 wurde er beim de:Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1 eingesetzt und als Leutnant der Reserve entlassen. Als Archivarrat im Reichsarchiv, später Oberregierungsrat in der Kriegsgeschichtlichen Forschungsanstalt des Heeres, Leiter der Bibliothek, gelang ihm ab 1933 überwiegend das Kontemplative. Die Kriegsgeschichtliche Forschungsanstalt des Heeres war eine Abteilung des de:Reichsarchivs, in de:Potsdam in welcher de:Hans Herzfeld als wissenschaftlicher Angestellter beschäftigt wurde.

Nach der Teilnahme an einem Lehrgang 1942 ub der Deutschen Heeresbücherei Berlin mit Abschlußprüfung bescheinigte ihm am 11. April 1945 , vier Tage vor seinem Tod , der Direktor dieser Behörde de:Günther Gieraths: „ Herr Dr. Hans Thimme besitzt die selten vereint zu findende Vorbildung und Erfahrung in Theorie und Praxis des höheren Archivdienstes und des höheren wissenschaftlichen Bibliotheksdienstes und ist zur Leitung einer wissenschaftlichen Bibliothek in jeder – sowohl sachlicher als persönlicher Hinsicht geeignet.

Im August 1938 war Thieme mit Offizieren und Beamten der Militärgeschichtsforschung Gast von de:Ludwig Beck (General) im Offizierskassio des Infantrieregimentes 9. [1] Der Rehbraten und der Wein waren bekömmlich. [2] Thieme kam bei einem angloamerikanischen Bombenangriff auf die Stadt Potsdam am 14. April 1945 ums Leben. [3]

Veröffenlichungen[Bearbeiten]

  • 1913: Das Kammeramt in Strassburg, Worms und Trier, Verlag W. Rothschild, 54 S.
  • 1932: Weltkrieg ohne Waffen : Die Propaganda der Westmächte gegen Deutschland , ihre Wirkung und ihre Abwehr , Stuttgart , Cotta ,

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Roland Thimme, Rote Fahnen über Potsdam, 1933-1989: Lebenswege und Tagebücher, Hentrich & Hentrich, 2007 - 466 S. S. 17
  2. Roland Thimme, Schwarzmondnacht: authentische Tagebücher berichten 1933-1953, Hentrich & Hentrich, 2009 359 p., S. 17
  3. de:Bundesarchiv, [1]