Hans Harting

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Carl August Hans Harting (auch: Hans Harting) (* 15. Februar 1868 in Berlin-Rummelsburg; † 21. September 1951 in Jena) war ein deutscher Mathematiker und Physiker. Er arbeitete auf speziellen Gebieten der Photographie und Optik.

Lebensstationen[Bearbeiten]

Seine Vorfahren kamen aus den Niederlanden und Vorpommern. Als Sohn von Carl Harting und seiner Ehefrau Anna Dittmann besuchte er ein Gymnasium in Berlin. Danach studierte er Mathematik, Physik und Astronomie in Berlin und München. Er erlangte die Promotion zum Dr. phil im Jahre 1889 in München mit der Dissertation Untersuchungen über den Lichtwechsel des Sternes ß Persei[1]. Als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter wurde er ab 1891 bei dem Astronomen Arthur von Auwers an der Preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin angestellt. Zwei Jahre später wechselte er zur Berliner Physikalisch-Technischen Reichsanstalt.

Im Jahre 1897 nahm er eine Beschäftigung bei Carls Zeiss in Jena auf, wo er sich als Assistenz bei dem Optiker Ernst Abbe betätigte. Ab 1899 bis 1907 leitete er in Braunschweig die technische Hauptabteilung der Firme Voigtländer & Sohn. Dort entwickelte er die photographischen Objektive wie Heliar und Dynar[2].An der Technischen Hochschule in Braunschweig lehrte er im gleichen Zeitraum als Privat-Dozent[3]. Von 1915 bis 1919 war er Leiter der Zentralstelle für die Ein- und Ausfuhrbwilligung für Optik, Phtographie und Feinmechanik.

Ab 1907 ging er zum Reichspatentamt zur optischen Abteilung. Im August 1933 wurde er bis März 1934 Präsident des Reichspatentamtes[4]. Von 1934 bis 1940 kehrte er wieder nach Carl Zeiss in Jena zurück, wo er dem Vorstand angehörte. Danach betätigte er sich im Ruhestand an der Sternwarte in Babelsberg.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde er zum Wiederaufbau der dann VEB Carl Zeis Werke in Jena geholt. Im Jahre 1950 wurde er zum Ehrenmitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR zu Berlin ernannt.

Schriften[Bearbeiten]

  • Über die Theorie des Apochromatcollineares, Wien 1901
  • Optisches Hilfsbuch für Photographierende, 1909
  • Zur Geschichte der Familie Voigtländer, ihrer Werkstätten und ihrer Mitarbeiter, in: Centralzeitung für Optik und Mechanik, 1925
  • Lichtelektrisch-photometrische Untersuchungen, mit Paul Guthnick, 1944
  • Die Brechzahlen einiger Halogenidkristalle, Berlin 1948
  • Photographische Optik, Pößneck 1948

Webseiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dietrich von Engelhardt (Hrsg.), Biographische Enzyklopädie deutschsprachiger Naturwissenschaftler, München 2003, S. 346
  2. Rudolf Kingslake, A History of the Photographic Lens, London 1989, S. 241
  3. Herrmann A. L. Degener, Wer ist Wer? IX. Ausgabe, Leipzig 1928, S. 586-587
  4. Friedrich Wernekke, Das Reichspatentamt im Jahre 1933, in: Zeitschrift "Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht",Berlin, 39. Jg., 1934, S. 283-290, hier: S. 286