Hans-Jürgen Hopf

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Hans-Jürgen Hopf (* 18. Juni 1959 in Uffenheim) ist evangelischer Diakon, Mitglied des Vorstands der Deutschen Rentenversicherung Nordbayern und CSU-Sozialpolitiker.

Familie und Religion[Bearbeiten]

Hans-Jürgen Hopf ist evangelisch-lutherisch. Hopf wurde als zweites Kind der Geschäftsleute Erich und Irma Hopf geboren. Seine Eltern betrieben in der ehemaligen Kreisstadt Uffenheim ein Geschäft für Herrenoberbekleidung und dann eine chemische Reinigung. Sein Vater Erich, der römisch-katholisch war, kam am Ende des 2. Weltkrieges als Heimatvertriebener aus dem Sudetenland aus Falkenau, dem heutigen Sokolov (Tschechien). Seine Mutter Irma, eine geb. Eder, war eine geborene Uffenheimerin, deren Vorfahren aus religiösen Gründen als protestantische Exulanten das Salzburger Land im 18. Jhd. verlassen mussten. Schon sehr frühzeitig erlebte Hopf dadurch die Unterschiede und die auch schmerzhaften Trennungen der beiden christlichen Konfessionen. Er ist seit 2006 verheiratet und hat 3 erwachsene Stiefkinder.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten]

Hans-Jürgen Hopf besuchte die Grund- und Hauptschule in Uffenheim und von 1974 bis 1977 das Berufliche Bildungszentrum Scheinfeld, in der Außenstelle Uffenheim, mit dem Abschluss der Fachschulreife. Im Jahre 1977 begann er die Ausbildung zum Diakon in Rummelsberg, die er 1982 abschloss. Er absolvierte als eingesegneter Diakon von 1982-1984 seinen Grundwehrdienst, zunächst in Achern (Baden), dann in der „Pionierkaserne auf der Schanz“ beim Pionierbatallion 10 Ingolstadt. Dort engagierte er sich als gewählter Vertrauensmann der Mannschaft in der 1. Kompanie für die Belange seiner Kameraden. Danach war er in verschiedenen diakonischen Funktionen in vielen Jahren auch in Führungsverantwortung für die Rummelsberger Diakonie tätig. Er absolvierte erfolgreich berufsbegleitende Fortbildungen zum Heilpädagogen an der Diakonischen Akademie in Stuttgart und zum Sozialbetriebswirt (IF) beim Institut für Jugendarbeit in Gauting in Kooperation mit der Kath. Fachhochschule in München.

Im Jahr 2014 übernahm er dazu die Organisation und die Verantwortung für den neu entstanden Bereich „Fremde beherbergen“, mit zeitweise 4 denzentralen Asylunterkünften, für 97 Asylbewerber und Flüchtlinge in Rummelsberg, die im Rahmen der Entwicklungen in der Flüchtlingskrise ab 2014 untergebracht wurden.

Hopf war bis 2018 Leiter der Jugendhilfeeinrichtung Raumerhaus und Dienstellenleiter des Jugendhilfeverbundes Rummelsberg der Rummelsberger Diakonie. Seit 2020 ist er im Projekt „Soziale Selbstverwaltung“ beim Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt der Evang. -Luth. Landeskirche Bayern (kda-Bayern) und als Geschäftsführer der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Soziale Fragen in Bayern und Thüringen e. V. tätig. [1]

Sozialpolitiker und Rentenversicherungsvorstand[Bearbeiten]

Vorstand der Deutschen Rentenversicherung Nordbayern[Bearbeiten]

Seit 2012 ist Hopf Mitglied im Vorstand der Deutschen Rentenversicherung Nordbayern. Er wurde in den paritätisch besetzten Vorstand für die Versichertenseite gewählt. Dort gehört er dem Personalausschuss an.[2]

Sozialpolitik und kirchliche Ämter[Bearbeiten]

Seit 1977 gehört er dem Evangelischen Arbeitskreis der CSU (EAK) an und ist seither Mitglied des Bezirksvorstandes Mittelfranken. Von 1978 bis 2010 war er viele Jahre dessen stellvertretender Bezirksvorsitzender, 2010 wurde er zum EAK-Bezirksvorsitzender gewählt, seit 1984 auch Mitglied im EAK-Landesvorstand. Seit 2005 gehört Hopf auch dem Bundesvorstand des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU (EAK) an. Seine inhaltlichen Schwerpunkte in der Sozialpolitik sind Jugendhilfe-, Renten- und Flüchtlingspolitik.[3][4]

Im Jahre 2012 wurde er zum Bezirksvorsitzenden für Ober- und Mittelfranken der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für soziale Fragen e. V. - Bayern und Thüringen e.V. - EAG gewählt.[5]

2016 wurde er einer der stellvertretenden Vorsitzenden des Bezirksverbandes Ober- und Mittelfranken der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen (ACA) die bei den Sozialwahlen vertreten ist.

Kommunalpolitik[Bearbeiten]

Rathaus der Gemeinde Schwarzenbruck

Hans-Jürgen Hopf war von 1975 bis 1978 Ortsvorsitzender der Jungen Union in Uffenheim. 1976 trat er der Christlich-Sozialen Union bei. Seit 1998 ist er Gemeinderat der Gemeinde Schwarzenbruck und dort seit 2008 Fraktionsvorsitzender der CSU-Gemeinderatsfraktion. Von1998 bis 2011 war er stellvertretender CSU Ortsvorsitzender in Schwarzenbruck, seit 2011 steht er dem CSU-Ortsverband als Ortsvorsitzender vor.

Ehrenämter[Bearbeiten]

Hopf engagierte sich von 1973 bis 1977 als ehrenamtlicher Mitarbeiter in der Evangelischen Gemeindejugend Uffenheim, in dieser Zeit war er viele Jahre als Jungscharleiter und als „Helfer“, ehrenamtlicher Mitarbeiter bei den Sommerzeltlagern in Herper (Steigerwald/ Lkr. NEA) aktiv.

1984 trat Hopf als aktives Mitglied in die Freiwillige Feuerwehr Rummelsberg ein und war zunächst von 1998–2000 ihr stellvertretender Kommandant, seit 2000 ist er deren 1. Kommandant.

Seit 2005 fungiert Hopf als ehrenamtlicher Versichertenberater der Deutschen Rentenversicherung Nordbayern. Seit 2018 auch als Versichertenberater der Deutschen Rentenversicherung Bund.

Von 2006 bis 2012 war Hopf ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht Nürnberg.[1] Aufgrund der Wahl in den Vorstand der Deutschen Rentenversicherung Nordbayern musste der das Amt aufgrund der Unvereinbarkeit beenden.

In der dritten Amtsperiode ist Hans-Jürgen Hopf ehrenamtlicher Richter am Verwaltungsgericht Ansbach.

Seit dem Jahr 2019 ist Hopf zum Jugendschöffen beim Jugendgericht des Amtsgericht Hersbruck berufen.

Ehrungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 Für seinen hohen persönlichen Einsatz - Bundesverdienstkreuz für Hans-Jürgen Hopf aus Schwarzenbruck. 25. November 2016, abgerufen am 29. Dezember 2017.
  2. Vorstand auf www.deutsche-rentenversicherung.de, abgerufen am 29. Dez. 2017.
  3. Hans-Jürgen Hopf. Evangelischer Arbeitskreis, 20. September 2016, abgerufen am 29. Dezember 2017.
  4. Zeichen für gutes Miteinander setzen. Bayernkurier, 28. Juli 2015, abgerufen am 30. Dezember 2017.
  5. Richard Bartsch -Werner Stieglitz: Der soziale Bezirk. In: Bezirkstagspräsident Richard Bartsch. Bezirk Mittelfranken, abgerufen am 30. Dezember 2017.
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