Gustav Friderici

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Gustav Friderici (* 2. Juni 1843 in Clemmenhof, Kreis Memel, Ostpreußen; † 25. April 1892 in Sankt Petersburg) war ein deutscher Altphilologe und Gymnasiallehrer in Sankt Petersburg.[1]

Leben[Bearbeiten]

Im Norden der Provinz Ostpreußen in eine evangelisch-lutherische Familie geboren, besuchte Friderici die Herzog-Albrechts-Schule (Rastenburg). Nach dem Abitur studierte er an der Albertus-Universität Königsberg. Im Wintersemester 1862/63 renoncierte er wie viele Abiturienten seiner Schule beim Corps Masovia.[2] Als der SC zu Königsberg in den Kösener Senioren-Convents-Verband aufgenommen werden sollte, vertrat er – „ein hübscher Kerl, auch hinreichend gewandt, obwohl kein Redner“ – den SC auf der Rudelsburg in Kösen.[3]

Er bestand das Examen pro facultate docendi. 1881 wurde er Gymnasiallehrer für Latein, Gräzistik und Deutsche Sprache an der Kirchenschule St. Annen in St. Petersburg.[4] Als Kaiserlich Russischer Hofrat starb er mit 49 Jahren. Der Schulrat und Vorsitzende der Prüfungskommission im Petersburger Lehrerbezirk Friedrich Gelbcke, Angehöriger des Corps Hannovera Göttingen, hielt für den AHSC in Sankt Petersburg die Grabrede in Gedichtform.[5]


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Clemmenhof
  2. Kösener Korps-Listen 1910, 87, 617
  3. Franz Heyer: Wie kam die Masovia in den Kösener S.C.? Monatsbericht des Corps Masovia Nr. 3, 1. Januar 1920
  4. Ausländer im vorrevolutionären Russland (IOS)
  5. Academische Monatshefte 9 (1892/93), S. 91


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