Georg Schödl (Maler)

Aus MARJORIE-WIKI
Wechseln zu: Navigation, Suche

Georg Schödl („Schödl-Schorsch“ oder „Schödl“; * 12. Februar 1900 in Marienbad, heute Tschechien; † 18. Dezember 1962 in Bremen) war ein deutscher Kunst- und Landschaftsmaler.         

Leben[Bearbeiten]

Georg Schödl studierte um 1920 in Prag Kunst- und Landschaftsmalerei.

Nach seiner Studienzeit bis zum Zweiten Weltkrieg bereiste er verschiedene deutsche Mittelgebirge, die bayerischen Alpen und Norditalien. In den 1960er Jahren schuf er auch diverse Gemälde norddeutscher Landschaften, und einige Stillleben zählen zu seinen Werken. 

Schödl führte seine Bilder immer als Spachtel- oder auch italienische Impastotechnik auf Malpappe (Presspappe) aus. Diese Maltechnik war/ist gekennzeichnet durch Verwendung pastoser Ölfarben. Der plastische Farbauftrag mit „Malermesser“ und Pinsel macht die reliefartige Darstellung deutlich sichtbar. So steigert diese Maltechnik die Reflexion des Lichts. Die übliche Kontrastschwäche zweidimensionaler Bilder wird abgemildert. Die pastosen Strukturen wirken in Licht und Schatten wie auch in Dynamik und Bildtiefe verstärkend. Das kommt seinen Motiven zugute.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts gewann Malpappe in der Malerei als kostengünstiges und praktisches Trägermaterial an Bedeutung. Da Georg Schödl während der ersten Jahre seiner Schaffenszeit nicht über große finanzielle Mittel verfügte, war Malpappe ein für ihn erschwingliches Material. Während seiner ersten Jahre in Bremen wohnte er zur Untermiete bei einer Witwe und bezahlte mehrfach seine Miete aus Not in Naturalien, eben mit seinen Bildern. So befindet sich im Besitz des Enkels der Vermieterin eine ganze Reihe dieser Werke.

Er signierte seine Arbeiten meistens mit „Schödl-Schorsch“, gelegentlich nur mit „Schödl“ oder mit „Georg Schödl“. Da sein Signum häufig falsch als z.B. „Schädl“ gedeutet wird, und seine Gemälde sehr verstreut sind, ist er im Kunsthandel wenig bekannt.

Im Zweiten Weltkrieg war er als Sanitäter eingesetzt. Nach der Kriegsgefangenschaft ging er nach Bremen, heiratete dort ca. im November 1955 seine Frau Edith geb. Zöllner. Er wohnte bis zu seinem Tod unter verschiedenen Adressen in der Stadt. Er arbeitete immer als Kunstmaler.

Er wurde auf dem Osterholzer Friedhof in Bremen bestattet; das Grab ist eingeebnet.

  Dieser Wikipedia-Artikel wurde, gemäß GFDL, CC-by-sa mit der kompletten History importiert.