Fritz Möritz

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Fritz Möritz (* 1922 in Düsseldorf; † 1994 in Niederzier) gehörte zu den jüngeren Jagdmalern in Deutschland.

Leben[Bearbeiten]

Nach einer Grafiklehre besuchte Möritz die Kunstschule Düsseldorf, reiste im Anschluss im Zuge seiner Studienreisen durch Belgien, in die Niederlande, Österreich, Italien und Spanien. Des Weiteren beschäftigte er sich intensiv mit der deutschen Kunstlandschaft.[1] Während seiner Reisen entstanden die unterschiedlichsten Werke Möritz', wertvolle Anregungen für sein eigenes Schaffen erhielt er während seiner Tätigkeit von 1955 bis 1960 bei seinem Onkel Cornelius Bender, der Restaurator und Maler am Königlichen Museum für schöne Kunst in Antwerpen war. [1]

Bekannt wurde Möritz vor allem für seine ausgesprochen lebendigen Sankt-Martinszug-Bilder,[2] sowie für die Jagd- und Tiermalerei. Ziel seiner Arbeit war es, die letzten Naturparadiese seiner Heimat zu erfassen, Tiere in ihrer natürlichen Umgebung, „scheinbar unbeeindruckt von der fortwährenden Zerstörung der Natur“[3] abzubilden. Hierfür verewigte er verschiedenste Gattungen des Flugwildes, Hühnervögel oder Schwarzwild, die er stimmungsvoll in die Landschaft setzte.[1] Vor allem sommerliche Landschaften vom Niederrhein, Bilder aus der Eifel und winterliche Jagdschauplätze bildeten die Kulisse seiner Bilder. Aber auch sein Geburtsort Düsseldorf und der Stil der Düsseldorfer Malerschule, sowie sein Wohnort Oberzier, in dem er bis zu seinem Tode lebte, und dessen Dorfidylle,[4] fanden in Möritz' Werken immer wieder Bezug.

Möritz' Bilder sind zu erkennen an einer offensichtlichen Verpflichtung zur naturalistischen Gestaltungsweise,[5] die im impressionistischen Sinne die Flüchtigkeit des Augenblicks eines Jagdgeschehens einbezieht. Eine weitere Spezialität von Möritz bildete das Malen von Schnee; Qualität und Stimmungsgehalt dieser Bilder erkennt man an der delikat gemalten Schneeluft und -decke.

Möritz' erklärtes Vorbild war der Düsseldorfer Landschafts- und Jagdmaler Hugo Mühlig.[1]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Recke, Peter (1996): Die großen Jagdmaler. Fritz Möritz. Wuppertal: Dr. Schwarze Verlag.
  2. Schmitz, Hannes (1982): Fastelovend und Sint Mätes. S. 43. In: Kulinarische Streifzüge durch das Rheinland. Künzelsau/Salzburg/Thalwil: sigloch edition.
  3. Wagner (1987): Schönheit der Natur vom Künstler gesehen. In: NRZ Neukirchen-Vluyner Zeitung. Ausgabe Nr. 271, 20. November 1987.
  4. Dellwig, Ellen (1987): „Wie ein Indianer auf der Fährte“. In: NRZ Neukirchen-Vluyner Zeitung. Ausgabe 18. November 1987.
  5. Kierblewsky (1982): Idyllische Jagdbilder lassen die Umweltbedrohung vergessen. In: Westfälische Rundschau. Arnsberg.

Weblinks[Bearbeiten]

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