Friedrich Richard Plate

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Friedrich Richard Plate (* 6. August 1880 in Kierspe; † 12. Mai 1962 ebenda) war ein deutscher Maler und Hotelier.

Leben[Bearbeiten]

Plate wurde als zweites von neun Kindern der Eheleute Friedrich-Richard und Emma Plate, geborene Vedder, geboren.

Bereits in der Schulzeit entdeckte Plate die Liebe zur Malerei. Nach Abschluss der Oberrealschule in Hagen begann er ein Studium an der Kunstgewerbeschule in Düsseldorf, wo er drei Semester absolvierte, um sich anschließend an der Königlichen Kunstschule in München weiterzubilden. Zwischen den Studien arbeitete er als Kirchenmaler bei der Firma Witkop in Münster, die sich vornehmlich mit der Restaurierung von Kirchen befasste. Ein Arkantus-Fries am Altar in der Kirche in Distedde zeugte lange von dem Schaffen Plates aus der damaligen Zeit.

Nach dem Tod des Vaters im Jahre trat Plate in den elterlichen Betrieb ein. Er leitete das Hotel der Familie, das er wie eine Gemäldegalerie mit eigenen Bildern ausstattete. Zwischenzeitlich wurde Friedrich Richard Plate zum Militärdienst einberufen. Er diente als „Einjähriger“ in Podsdam bei Gardejägern. Auguste Barth, eine Lehrerin aus Wuppertal-Barmen, wurde seine Frau, das Paar hatte zwei Söhne. Nach dem Tod seiner Frau heiratete er als über Achtzigjähriger Elfriede Wächter, eine Freundin seiner Frau. Bis ins hohe Alter, obwohl sein Augenlicht zusehends schlechter wurde, malte er. Kurz vor Vollendung seines 82. Lebensjahres starb Friedrich Richard Plate am 12. Mai 1962 in einer Heimatstadt Kierspe.

Werke[Bearbeiten]

Das Kunststudium in München und Düsseldorf um die Jahrhundertwende prägte den Stil und die Maltechnik Plates. Er war Vertreter der Genremalerei, nahm seine Motive aus Gegebenheiten gesellschaftlichen Lebens, die er naturalistisch und zuweilen humorvoll darstellte. Außerdem malte er Portraits und Kopien nach berühmten Vorbildern, Stillleben, Landschaftsbilder und Tierstudien, besonders Pferdeköpfe. Friedrich Richard Plate ignorierte in seiner Malweise die neuen Entwicklungen in der Kunst seiner Zeit, sondern blieb dem Naturalismus des 19. Jahrhunderts verhaftet.

10 Bilder befinden sich im Besitz des Heimatvereins. 50 Jahre nach seinem Tod, im Mai und Juni 2012 zeigt der Heimatverein Kierspe rund 40 seiner Werke in den Räumen der Stadtsparkasse Kierspe-Meinerzhagen.

Weblinks[Bearbeiten]