Friedrich Newie

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Friedrich Christian Newie (* 20. Dezember 1837 in Badersleben; † um 1922 in Stargard, Pommern) war ein deutscher Philologe und Gymnasiallehrer.

Leben[Bearbeiten]

Friedrich Christian Newie war der Sohn von Johann David Newie, einem Landgutsbesitzer in Badersleben im Nordharz, jetzt Gemeinde Huy. Er legte am 14. März 1856 sein Abitur am Domgymnasium zu Halberstadt ab. 1857 ist er verzeichnet als Theologiestudent der Königlichen vereinigten Friedrichs-Universität in Halle-Wittenberg als Friedrich Gottfried Newie aus Badersleben. Am 1. Juni 1872 machte er den Abschluss an der Fakultät O I (höchste Gymniasal-Jahrgangsstufe Oberprima I) in Latein und Griechisch und den Abschluss an der Fakultät O III (Obertertia =Jahrgang 9) in Französisch, in Kultur und in Religion. Am 1. Dezember 1872 begann er sein Probejahr als Hilfslehrer am Gröning’schen Gymnasium (Collegium Groeningianum) in Stargard. Am 7. November 1873 erhielt er eine Anstellung als Lehrer und unterrichtete Griechisch, Deutsch, Französisch, Englisch, Hebräisch. Am 1. Juli 1874 erhielt er eine feste Anstellung als Oberlehrer.

1874 wurde er als Verwalter der Gymnasialbibliothek des Gröning’schen Gymnasiums geführt und hat diese Stellung bis zum Schluss inne. Am 1. August 1878 absolvierte er die Nachprüfung in Französisch für OI. Im Schulprogramm von 1882/1883 veröffentlichte er die Schrift Über den Sprachgebrauch Arrians besonders in der Anabasis Alexandroy. Programm des Königlichen und Gröning’schen Gymnasiums zu Stargard in Pommern.[1]

Seit 1892 entfiel in Preußen der Anreiz, durch wissenschaftliche Produktivität den Titel „Oberlehrer“ und die entsprechende Besoldungsverbesserung zu erlangen. Mit der Einführung der Besoldung nach Dienstaltersstufen wurde der Titel allgemein verliehen. So erhielt er am 16. März 1893 die Berufung zum Professor am Gröning’schen Gymnasium ohne weitere notwendige Veröffentlichungen.

1897 war Newie wohnhaft in der Königstraße 48.[2] Vom 29. Juni bis zum 9. August 1897 machte er eine sechswöchige Englandreise. Am 14. Juni 1898 wurde er zum Rat IV. Klasse ernannt.

Im Schulprogramm von 1899/1900 veröffentlichte er einen didaktischen Dialog zwischen Lehrer und Schüler Madmoiselle de la Seiglière, par Jules Sandeau, appliquée à la conversation française.[3]

Am 1. April 1905 erfolgte die Versetzung in den Ruhestand und die Ankündigung des Ausscheidens aus dem Schuldienst.

Schriften[Bearbeiten]

  • Über den Sprachgebrauch Arrians besonders in der Anabasis Alexandroy. Programm des Königlichen und Gröning’schen Gymnasiums zu Stargard in Pommern. Gedruckt bei F. Hendess, 1882 (online).
  • Madmoiselle de la Seiglière, par Jules Sandeau, appliquée à la conversation française. Otto Straube, Stargard 1900.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nachweis in Flavius Arrianus: Der Alexanderzug: Griechisch und deutsch. de Gruyter, Berlin 1985, S. 1007.
  2. Adressbuch für Stargard in Pommern 1897
  3. Nachweis auf alsatica.eu.
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