Friedrich Ahrens
Johann Friedrich Ahrens (* 31. Mai 1894 in Neuenbrück; † 21. April 1970 in Oldenburg) war ein deutscher Ministerialbeamter und stellvertretender Leiter des Geheimen Staatspolizeiamtes (Gestapa) in Oldenburg.
Ausbildung und Kriegdienst[Bearbeiten]
Er besuchte die Volksschule in Hasbergen und danach die kaufmännissche Berufsschule in Delmenhorst. Seine erste Anstellung fand er beim Amtsgericht Delmenhost im Jahre 1909. Im ersten Weltkrieg diente er bis zum Kriegsende. Danach setzte er seine Ausbildung für die juristische Laufbahn fort und bestand im August 1919 die Prüfung für die gehobene Laufbahn. Im Staatsministerium Oldenburg begann seine Anstellung als Beamter im Jahre 1922.
Verwaltung der Polizei und Nachkriegszeit[Bearbeiten]
Im Oktober 1935 erlangte er die Dienststellung eines stellvertretenden Leiters des Geheimen Staatspolizeiamtes Oldenburg, der obersten örtlichen Dienststelle der Gestapo. Die Beförderung zumn Polizeirat erfolgte im Jahre 1937[1]. Bis Kriegsende arbeitete er im Staatsministerium Oldenburg, wobei er auch bis Kriegsende den Polzeiausschuss als Geschäftsführer leitete.
Der NSDAP gehörte er seit 1937 an. Nach der Auflösung der Organisation des "Stahlhelm" wurde er Mitglied der SA, wo er den Dienstgrad eines Truppführers erlangte. Diese Mitgliedschaft und nicht seine Amtsführung bei der Gestapo führte am 15. Dezember 1945[2] dazu, dass er aus dem Staatsdinst ausscheiden musste. Die Prozedur der Entnazifizierung überstand er trotz seiner gehobenen NS-Tätigkeiten ohne größere Nachteile, so dass ab Oktober 1947 er eine Beschäftigung als Beamter wieder aufnehmen konnte.
Bis 1959 arbeitete er im Rang eines Oberregierungsrates beim Verwaltungspräsidenten von Oldenburg. Für seine Dienste wurde er mit dem Niedersächsischem Verdienstorden I. Klasse ausgezeichnet. Bis zu seinem Tode im Jahre 1970 lebte er in Oldenburg.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- Hochspringen ↑ Albrecht Eckhardt, Gestapo Oldenburg meldet..., Hannover 2002, S. 25-26
- Hochspringen ↑ Albrecht Eckhardt, ebenda, S. 26