Freiheitskampf
Freiheitskampf als Kampf um Freiheit ist sehr vieldeutig.
Zum einen kann man danach unterscheiden, wer um seine Freiheit kämpft:
- eine Gruppe oder Schicht wie etwa die Sklaven in Sklavenaufständen oder die Bauern in Bauernaufständen oder im bekannten deutschen Bauernkrieg,
- eine unterdrückte oder von Vernichtung bedrohte Ethnie (z. B. Indianer Nord- und Südamerikas)
- ein Volk, das neu unterworfen werden soll (z. B. Perserkriege, Teilungen Polens)
- ein unterworfener Bevölkerungsteil, der seine Freiheit zurückgewinnen will, oder eine Kolonie, die ihre Unabhängigkeit erreichen will (Widerstand, Unabhängigkeitskampf)
- ein Volk, das sich gegen seinen Herrscher auflehnt (Revolution).
Zum anderen kann man danach unterscheiden, worin die Freiheit bestehen soll:
- in der Wahrung oder Wiedererlangung nationaler Unabhängigkeit (Unabhängigkeitskrieg, Befreiungskrieg, „Nationale Befreiung“)
- in der Loslösung aus einem Staatsverband (vgl. Separatismus)
- in der Befreiung von menschenrechtswidriger Unterdrückung (vgl. Revolution)
- in der Gleichstellung mit einer anderen Gruppe (Emanzipation)
Die Definition eines Kampfes als Freiheitskampf unterliegt im Wesentlichen der Perspektive des Betrachters.
Neben der Befreiungsbewegung, die die Befreiungsideologie verbreitet, stehen dabei in der Regel Untergrundorganisationen, die den bewaffneten Kampf führen oder auf ihn vorbereiten.
