Freie Performance-Klasse

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Inhalt[Bearbeiten]

Die Freie Performance-Klasse war ein Forum Studierender an der Hochschule der Künste Berlin für interdisziplinäres, intermediales künstlerisches Arbeiten.

Geschichte[Bearbeiten]

 
Gründungsmitglied Steffi Weismann

Die Freie Performance-Klasse wurde im Zuge des Studentenprotests, dem UniMut-Streik, 1989 von Studierenden an der Hochschule der Künste Berlin gegründet und bestand bis 1994. Analog zur Freie Klasse war dies ein autonomes Seminar mit dem Schwerpunkt Performance-Kunst. Die Studierenden kamen aus den Fachbereichen Musik, Theater (Bühnenkostüm) und Bildende Kunst. Sie empfanden die Notwendigkeit für diese Klasse, weil es in den eigentlichen Studiengängen – gerade Musik und Theater - zu wenig oder keinen Raum für interdisziplinäres, sowie eigenes konkretes künstlerisches Arbeiten gab. Initiiert von Christian Kesten, gehörten zu den Gründungsmitgliederrn neben Kesten Steffi Weismann und Frank Pieperhoff. Weitere Mitglieder der ersten Generation waren Henrik Kairies, Tilmann Walzer, Silke Egeler-Wittmann, Nils Dümcke. Die Studierenden kamen aus den Fachbereichen Musik, Theater (Bühnenkostüm) und Bildende Kunst.

Gearbeitet wurde im Turm West der HdK Berlin, wo Pieperhoff sein Atelier hatte. Hier entstand die erste gemeinsame raum- und ortsbezogene Performance o.T. [der leere raum], die die Gänge und Dachböden des Dachgeschosses der HdK nutzte. Hier wurde auch Christian Kestens Solo-Arbeit –cycling. one day when we first went walking we heard the sound of a drill and a bag was blowing along the ground uraufgeführt (1990).

1991 wurde die Freie Performance-Klasse zum europäischen Theater-Festival DISKURS des Studiengangs Angewandte Theaterwissenschaften an der Universität Gießen eingeladen. Christian Kesten, Barbara Thun und Tilmann Walzer entwickelten für den Keller unter der Bühne des Audimax sub-. Musik für einen Keller. Michael Turnbull und Wolfgang Schneider zeigten ebenfalls in diesem Keller die Installation unter der Erde.

1994 widmete sich die Freie Performance-Klasse den offenen Partituren John Cages, insbesondere Theatre Piece, und erforschte, wie die gegebenen Strukturen durch klangliche, bildnerische und theatralische Aktionen gefüllt werden können. Die erarbeitete Fassung wurde im Straßenbahndepot Wiebestraße Berlin gezeigt. Zu den Mitgliedern der Klasse gehörten zu diesem Zeitpunkt Hagen Damwerth, Christian Kesten, Andrea Neumann, Matthias Ruff, Miriam Risch, Barbara Thun, Tilmann Walzer.

Literatur[Bearbeiten]

Tom Hülfert, Jo Panne und Lothar Niewald (Hrsg.): Interflugs ® Dokumentation, Hochschule der Künste Berlin, 1994, ISBN 3-9803858-3-3

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