Foxl
Foxl († nach 1916) war ein weißer Terrier[1], der bis zum Jahresanfang 1916 einer Einheit der British Army gehört hatte, danach in einem unbeaufsichtigten Moment oder während einer Kampfhandlung auf die Seite des kaiserlichen Deutschen Heeres wechselte. Foxl oder anderen Quellen zufolge Fuchsl wurde die nächsten Monate bis zur Schlacht an der Somme von Adolf Hitler, eingesetzt als Ordonanz beim Regimentsstab des Königlich Bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments 16, damals einquartiert in einem Schloss bei Fromelles, während seiner freien Zeit und teilweise während der Dienstzeit beaufsichtigt.
Inhaltsverzeichnis
Hund[Bearbeiten]
Vom März 1915 bis September 1916 befand sich Hitler mit seinem Regiment im Sektor Aubers-Fromelles, Nord-Pas-de-Calais. Dort nahm er an der Schlacht von Fromelles (19./20. Juli 1916) teil. Der Hund tauchte im Frühjahr 1916 als Überläufer beim Stab des RIR 16 auf. In dieser Zeit lagen dem Königlich Bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 16 die britische „61st (2nd South Midland) Division“ und die „First Australian Imperial Force“ (AIF), die hier bei ihren ersten Einsatz an der Westfront erlebten, gegenüber. Der Hund könnte von diesen Truppen stammen.
„Kershaw“ schreibt, dass sich Hitler um den herrenlosen Hund kümmerte und ihm Tricks beibrachte. Das RIR 16 wurde nach seinem Aufenthalt bei Frommelles in der Schlacht an der Somme eingesetzt. Dabei wurde Hitler am 5. Oktober 1916 bei le Barqué (Ligny-Thilloy) bei einer Granatenexplosion am linken Oberschenkel verwundet[2] und bis zum 4. Dezember im Vereinslazarett Beelitz gesund gepflegt. Aus dieser Zeit finden sich keine weiteren Fotos oder Unterlagen über Foxl in den Regimentsaufzeichnungen. Vermutlich ist Foxl nach 1916 verstorben.
Später besaß Hitler unter anderem einen schwarzen Schäferhund namens „Muck“ und nach 1932 bis zu seinem Tod eine Schäferhündin namens „Blondi“. Seine Lebensgefährtin Eva Braun besaß unter anderem zwei Scottish Terrier.
Literatur[Bearbeiten]
- Thomas Weber: Hitlers erster Krieg. Der Gefreite Hitler im Weltkrieg – Mythos und Wahrheit. Propyläen, Berlin 2011, ISBN 978-3-549-07405-3.
- Kershaw, Hitler, Bd. I, S. 132
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Thomas Weber: Hitlers erster Krieg. Der Gefreite Hitler im Weltkrieg – Mythos und Wahrheit. Propyläen, Berlin 2011, S. 185
- ↑ Bayerisches Hauptstaatsarchiv IV, z. B. Kriegsstammrolle Nr. 4421.