Festival der Philosophie (Hannover)

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Rolf Wernstedt 2014 neben einem zerbrochenen Leibniz-Keks im Künstlerhaus zum Thema „Philosophisches Nachdenken zum 100. Jahrestag des Ersten Weltkrieges
Oberbürgermeister Stefan Schostok mit einem Gruß an die Gäste in der Marktkirche
Assunta Verrone, eine der Co-Autoren zum Festival

Das Festival der Philosophie in Hannover ist ein mehrtägiges Festival zu philosophischen Themen.[1] Die seit 2008 alle zwei Jahre ausgerichtete, mehrtägige Veranstaltung steht unter wechselnden Mottos.[2] Träger des Festivals sind die Landeshauptstadt Hannover sowie die Leibniz Universität Hannover.

Nach Eigendefinition der Veranstalter sei das Festival die „größte italienische Kultur-Biennale auf deutschem Boden nach dem Konzept von Modena“.[3]

Das 4. Festival der Philosophie fand vom 13. bis 16. März 2014 statt unter der Fragestellung „Wie bitte geht Gerechtigkeit?“. Die viertägige Veranstaltung wurde von Oberbürgermeister Stefan Schostok und dem Vize-Präsidenten der Leibniz-Universität im Schloss Herrenhausen eröffnet. Den Eröffnungsvortrag hielt der US-amerikanische Philosoph Cornel West.[4] Cornel West diskutierte darüber hinaus mit mehr als 200 Schülern im Schauspielhaus Hannover. Zum Einstieg zeigten die Schüler ein Video über West, das sie selbst produziert haben.[5]

Bei zumeist freiem Eintritt besuchten rund 8000 Besucher rund 90 „fast immer ausverkaufte“ Veranstaltungen.[6] Da es Ziel des Festivals ist, das Thema Gerechtigkeit und Recht aus möglichst vielen Perspektiven zu beleuchten, wäre ungerecht, „von den ca. 90 Veranstaltungen einzelne herauszugreifen“.[7] Das Spektrum der Veranstaltungen reichte von Podiumsdiskussionen, Vorträgen und Diskussionen über Vernissagen, Filmvorführungen, Musiktheater, Performances und Poetry Slams. Auch für Kinder wurden Mitmach-Aktionen zum Thema vorbereitet sowie eigene Aktionen von und für Jugendliche.[8]

Unter anderen wirkten mit: Peter Antes, Susanne Beck, Daniela Schadt, Horst Dreier, Eugen Drewermann, Hinderk Emrich, Ulrich Haltern, Axel Honneth, Angelika Krebs, Wenchao Li, Michael Quante, Hartmut Rosa und Barbara Zehnpfennig, Bernhard H. Taureck, Rebecca Harms. Gäste wie Dorian Astor, Michelina Borsari, Carmelita Brunetti, Emanuele Coccia, Umberto Galimberti, Alma Massaro, Emmanuel Koffi Noglo, Katja Petrowskaja, Salvatore Principe, Donatella Scaiola, Aktham Suliman, Monalisa Tina, Cornel West zeigen die Internationalität des Festivals.[7]

Veranstalter an den verschiedensten Örtlichkeiten sind unter anderem die Volkswagenstiftung, die "Accademia di Ipazia", das Kino im Künstlerhaus, das Kino im Sprengel, die Bundesagentur für Arbeit, das Forschungsinstitut für Philosophie Hannover, die Evangelische Stadtakademie Hannover, Bildungsverein Soziales Lernen und Kommunikation, die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft, der Künstlerverein Hannover, das Schauspiel Hannover, die Accademia di Iapzia, die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg sowie die Stiftung Leben & Umwelt, hannoverscher Künstlerverein, Rosa Luxemburg Stiftung Niedersachsen.[8]

Literatur[Bearbeiten]

  • Bert Strebe: Die italiensche Idee / Das hannoversche „Festival der Philosophie“ wird 2010 wieder aufgelegt, in: Nachrichten aus der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg, Ausgabe 1/2009, S. 6
  • Peter Nickl, Georgios Terizakis (Hrsg.): Die Seele: Metapher oder Wirklichkeit? Philosophische Ergründungen. Texte zum Ersten Festival der Philosophie in Hannover 2008, in der Reihe Edition moderne Postmoderne, Bielefeld: Transcript, 2010, ISBN 978-3-8376-1268-4
  • Assunta Verrone: Bilder vom 2. Festival der Philosophie Hannover 8. - 11. April 2010 „Mensch - Natur - Technik“, Hannover: Diogene Edizioni Verlag, 2011, ISBN 978-88-6647-009-0
  • Raimund Nowak, Assunta Verrone, Peter Nickl (Hrsg.): Nachhaltigkeit denken. Texte zum 2. Festival der Philosophie, Hannover 2010, in der Reihe Philosophie: Forschung und Wissenschaft, Bd. 36, Berlin; Münster: Lit, 2011, ISBN 978-3-643-11044-2
  • Michael Stoeber (Texte): Bilder vom Ja und vom Nein, Katalog zur gleichnamigen Ausstellung vom 11. - 25. April 2012 in der Marktkirche im Rahmen des 3. Festivals der Philosophie „Wie viel Vernunft braucht der Mensch?“, mit Bildern von Iris Albrecht, Christoph Bartolosch, Lore Buchoski, Gundula Manson, János Nádasdy, Nigel Packham, Stefan Stettner, Sabine Thatje-Körber, Assunta Verrone und Holle Voss [o.O., o.D., Hannover: 2013?], ISBN 978-3-00-038039-6
  • Peter Nickl, Silka Rodestock: 4. Festival der Philosophie. Wie bitte geht Gerechtigkeit?, Programmheft (48 Seiten), hrsg. von der Leibniz Universität Hannover und der Landeshauptstadt Hannover, Hannover: Januar 2014
  • Assunta Verrone, Peter Nickl, Silka Rodestock: Festival der Philosophie. Wie bitte geht Gerechtigkeit?, Faltblatt (> DIN A2) im Zeitungsformat [o.O., o.D., 2014]
  • Till Briegleb: Der Blues der Gerechtigkeit / Wie ein großes Festival in Hannover die Philosophie „zurück auf den Marktplatz tragen“ will, in: Süddeutsche Zeitung vom 18. März 2014, S. 12

Fernsehberichte[Bearbeiten]

  • Ulrich Hansen, Heiko Giersberg, Alex Duesterberg: Festival der Philosophie Hannover, in: sonntags, Sendung vom 1. Juni 2008 im Zweiten Deutschen Fernsehen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Peter Nickl, Silka Rodestock: 4. Festival der Philosophie. Wie bitte geht Gerechtigkeit? (siehe Literatur)
  2. Vergleiche die (noch unvollständigen) Angaben der Deutschen Nationalbibliothek
  3. Assunta Verrone, Peter Nickl, Silka Rodestock: Festival der Philosophie … (siehe Literatur)
  4. Till Briegleb: Der Blues der Gerechtigkeit. Wie ein großes Festival in Hannover die Philosophie zurück auf den Marktplatz tragen will, ausgetragen wird es es in einem Schloss. Jetzt-Magazin der Süddeutschen Zeitung, 18. März 2014
  5. Cornel West, Trickfilm des Philosophiekurses 12 der Helene-Lange-Schule (Hannover) auf youTube
  6. Karl-Ludwig Baader: Philosophie-Festival Alles eine Frage der Frage, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 17. März 2014
  7. 7,0 7,1 Wie bitte geht Gerechtigkeit?, Deutsche Gesellschaft für Philosophie, 13. März 2014
  8. 8,0 8,1 Peter Nickl, Silka Rodestock: 4. Festival der Philosophie. Wie bitte geht Gerechtigkeit?, Programmheft (siehe Literatur)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Festival der Philosophie (Hannover) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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