Fachstudentenschaft Rugia Eisgrub zu Wien
Die F! Rugia Eisgrub wurde am 28.10.1906 wurde von fünf deutschen Burschen der Höheren Obst- und Gartenbauschule in Eisgrub, Südmähren (Lednice, Jihomoravský kraj, Tschechien) als konservative Verbindung gegründet. Aufgrund des Vereinsverbots an den Schulen musste der Aktivbetrieb heimlich stattfinden, um die Gefahr eines Aufflugs, d.h. einer Anzeige bei der Schulbehörde, nicht zu riskieren. Die Rugia konnte bald eine ansehnliche Anzahl an Mitgliedern vorweisen. Als äußeres Erkennungszeichen wählte man ein weißes Coleur, sowie die Burschenbandfarben grün-rot-gold und die Fuchsenfarben grün-rot.
Obwohl vor dem ersten Weltkrieg eine relativ friedliche Koexistenz zwischen den einzelnen Völkern der Donaumonarchie herrschte, spitzten sich die Nationalitätenkonflikte immer mehr zu. So wuchsen gerade in dieser Grenzregion viele Rugen zweisprachig auf. Nach dem verlorenen ersten Weltkrieg lag die Stadt Eisgrub im neuen Staat Tschechoslowakei und schon bald versuchte man die Rechte der Deutschen und deren Einrichtungen, wie z.B. auch Schulen zu beschneiden.
Bereits 1920 gab es in Wien viele Alte Herren (AHAH) und so war es nur logisch einen Alt Herren Verband (AHV) zu gründen. Nach dem zweiten Weltkrieg war an ein Wiedererstarken der Korporationen vorerst nicht zu denken, so sehr waren die Bundesbrüder in alle Winde zerstreut. Jedoch konnte in mühsamer Kleinarbeit einiger AHAH die Kontakte zwischen den Bundesbrüdern in Österreich und Deutschland wiederhergestellt werden.
Am 17.3.1954 konnte die Eisgruber Rugia in Wien wieder Farbe zeigen. An die Stelle der Höheren Obst und Gartenbauschule in Eisgrub trat die heutige Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Gartenbau Schönbrunn.