Ernährung im Islam

Der Begriff Ernährung im Islam,[1][2] islamische Ernährung oder muslimische Ernährung[3] beschreibt religiöse Normen und Verhaltensregeln sowie gesellschaftliche Bräuche in Bezug auf die Ernährung des Menschen in der religiösen und kulturellen Tradition der Muslime.
Hintergrund der modernen Diskussion um eine mit den Regeln und Bräuchen des Islam konforme Ernährungsweise ist die Lebenssituation von Muslimen in nicht-islamischen Ländern, die eine Anleitung zu einer ihrer Religion entsprechenden Lebensweise suchen.[4] Der Diskurs vollzieht sich in Rückbesinnung auf das kulturelle Erbe, „Turāṯ“ (arabisch الــتـراث al-Turath ‚Erbe‘). Besonders wichtig sind hierfür die dazugehörigen im Koran enthaltenen Regeln und das prophetische Vorbild.
Inhaltsverzeichnis
[Verbergen]Regeln in Koran und Hadith[Bearbeiten]
Speisegesetze finden sich in vielen Religionen, so auch im Islam. Normen, die – vergleichbar mit Nahrungstabus – die religiöse Reinheit sichern sollen, lassen sich von solchen unterscheiden, die auf eine gesunde Lebensführung zielen. Die islamische Rechtswissenschaft kennt fünf Beurteilungskategorien (al-Aḥkām al-ḫamsa) für menschliches Handeln, von denen einige auch auf die Ernährung zutreffen: Nahrungsmittel können als unrein verboten (harām), indifferent (mubāḥ), verpönt (makrūh) oder explizit als erlaubt (halāl) angesehen werden. Grundsätzlich gilt, dass alle Lebensmittel halāl sind, zu denen kein explizites Verbot vorliegt.
Die 5. Koransure (al-Māʾida, „Der Tisch“) enthält Gebote zur rituellen Reinheit:
„Verboten ist euch (der Genuß von) Fleisch von verendeten Tieren (w. Verendetes) Blut, Schweinefleisch und (von) Fleisch (w. das) worüber (beim Schlachten) ein anderes Wesen als Gott angerufen worden ist, und was erstickt, (zu Tod) geschlagen, (zu Tod) gestürzt oder (von einem anderen Tier zu Tod) gestoßen ist, und was ein wildes Tier (an) gefressen (oder: geschlagen) hat es sei denn, ihr schächtet es (indem ihr es nachträglich ausbluten laßt) und was auf einem (heidnischen) Opferstein geschlachtet worden ist, und (ferner ist euch verboten) mit Pfeilen zu losen. So etwas (zu tun) ist Frevel. (...)“
Die 6. Sure (al-Anʿām, „Das Vieh“) bezieht sich auf Gott als Spender aller Nahrung:
„Sag: Soll ich mir (etwa) jemand anders zum Freund nehmen als Gott, den Schöpfer von Himmel und Erde, (ihn) der (seinen Geschöpfen) zu essen gibt, während ihm (seinerseits) niemand zu essen gibt? (...)“
In derselben Sure wird auch das rituell Verbotene (ḥarām) inkl. möglichen Ausnahmen im Fall einer Zwangslage (ḍarūra) aufgeführt:
„Sag: In dem, was mir (als Offenbarung) eingegeben worden ist, finde ich nicht, daß etwas für jemand zu essen verboten wäre, es sei denn Fleisch von verendeten Tieren (w. Verendetes) oder Blut, das (beim Schlachten) ausgeflossen ist, oder Schweinefleisch das ist Unreinheit oder Greuel (nämlich Fleisch) worüber (beim Schlachten) ein anderes Wesen als Gott angerufen worden ist. Aber wenn einer sich in einer Zwangslage befindet, ohne (von sich aus etwas Verbotenes) zu begehren (?) oder eine Übertretung zu begehen (trifft ihn keine Schuld). Dein Herr ist barmherzig und bereit zu vergeben.“
In der Traditionsliteratur finden sich Beispiele für Speisen mit religiös indifferentem Charakter, deren Genuss erlaubt ist:
„Hammad Ibn Uthman berichtete, dass Imam Ja’far As-Sadiq sagte: Der Prophet Muhammad war von zurückhaltender Natur und er pflegte es etwas zu verabscheuen ohne dass er es für verboten erklärte. Als ihm der Hase gebracht wurde, verabscheute er ihn, doch er selbst erklärte ihn nicht für verboten.“
Äußerungen des Propheten zu medizinischen Fragen wurden unter dem Titel Ṭibb an-Nabī (arabisch الطب النبوي („Die Medizin des Propheten“) gesammelt. Die Ernährungslehre als Bestandteil einer gesunden Lebensführung spielte in der Erfahrungsmedizin der Beduinen ebenso wie in der Medizin des Altertums eine wichtige Rolle:
„Du musst wissen, dass der Ursprung aller Krankheiten auf die Ernährung zurückgeht, wie der Prophet – Gott segne ihn und spende ihm Heil! – in der die gesamte Medizin umfassenden Überlieferung, wie sie unter Medizinern umgeht, sagt, wenn auch die Religionsgelehrten sie anfechten. Dies sind seine Worte: Der Magen ist das Haus der Krankheit und Enthaltung ist die Hauptmedizin. Die Ursache jeglicher Krankheit ist eine gestörte Verdauung.“
Verhaltensregeln und Tischsitten[Bearbeiten]
Derjenige, der sich an die islamischen Essgewohnheiten hält, soll nach dem Islam eine gute Gesundheit und Disziplin erlangen. Mohammed hat diesbezüglich zahlreiche Dinge den Muslimen beigebracht sowie empfohlen.
- Bescheidenheit und Mäßigung
Mohammed rief zur Bescheidenheit bei der Nahrungszubereitung auf, weshalb nicht viele verschiedene Arten von Gerichten zubereitet sollen. Auf seinem Esstisch wurden nicht zahlreiche verschiedene Gerichte und Getränke aufgetischt. Seine Nahrung war von einfacher und bescheidener Art. Er nahm davon nur das zu sich, was zur Erhaltung seines körperlichen Wohlbefindens notwendig war. Der Prophet rief seine Mitmenschen zu geringer Nahrungszufuhr auf, sofern kein Bedarf für eine üppige Nahrungsaufnahme vorlag. Er machte darauf aufmerksam, dass zu unnötig große Mahlzeiten der Grund vieler Krankheiten seien und zur Schwerfälligkeit sowie zu diversen körperlichen Gebrechen führen. So warnte er auch davor, durch Essen und Trinken beherrscht oder geleitet zu sein und diesem zu viel Beachtung zu schenken.
In den ältesten Texten wird von zwei Mahlzeiten berichtet. Von diesen zwei Mahlzeiten wurde das Essen am Morgen (Frühstück) als ġadan, das Abendessen als ʿašāʾ bezeichnet. Mohammed hat immer höchstens zwei Mahlzeiten am Tag gegessen, wobei eine der Mahlzeiten immer aus leichten Gerichten, meist aus Datteln bestand. Der Prophet wies auf die Bedeutung des Abendessens hin und empfahl:
„Wenn es auch nur eine Handvoll Datteln ist, lasst das Abendessen nicht aus, denn das Auslassen des Abendessens lässt den Menschen altern und strapaziert den Körper.“
- Vor dem Essen
Vor dem Essen sollen die Hände gewaschen werden und möglichst vor Beginn der Nahrungsaufnahme die Basmala gemäß prophetischen Anweisungen gesprochen werden. Die Basmala ist in diesem Fall auch in der gekürzten Form als „im Namen Gottes“ erlaubt. Falls man dies am Anfang vergisst, soll man „Im Namen Gottes, am Anfang und am Ende“ sagen. Der Prophet erklärte, dass der Šaiṭān am Essen teilnimmt, falls man den Namen Gottes zu Beginn des Essens nicht erwähnt. Vergisst man die Worte wiederum nur zu Beginn der Mahlzeit, erinnert sich anschließend wieder daran und spricht die oben genannte Formel, wird der Šaiṭān das bereits Gegessene erbrechen.
- Benehmen beim Essen
Die Person soll im Sitzen und mit der rechten Hand, nämlich mit drei Fingern: dem Daumen, dem Zeige- und dem Mittelfinger essen. Der Prophetengefährte Kaʿb ibn Mālik berichtet, dass er Mohammed sah, wie er mit drei Fingern aß und diese ableckte, nachdem er mit dem Essen fertig war. Der Prophet lehrte, dass man stets von der Stelle des Tellers essen soll, die einem am nächsten ist, nicht jedoch von der Mitte des Tellers. Zudem riet er davon ab, ins Essen zu pusten. Grundsätzlich solle man sich selbst kontrollieren und bewusst essen.
- Benehmen beim Sitzen
Der Prophet aß nie zurückgelehnt. Wenn man auf diese Weise isst, zeige man sich hochmütig. Diese Art wurde zumeist mit den alten Griechen und Römern assoziiert. Das gesamte Leben Mohammeds gilt als ein Beispiel für Bescheidenheit und Demut, die sich in seiner Art und Weise zu essen wiedergespiegelt hätte. Der Gefährte Anas ibn Mālik berichtet, dass er den Propheten sah, wie er hockte, während er Datteln aß. Zu einer anderen Gelegenheit kniete er, wie dies ʿAbdullāh Ibn Busr überliefert.
- Kritikverbot gegenüber dem Essen
Der Prophet äußerte sich niemals abfällig über ein erlaubtes Gericht oder eine bestimmte Nahrung. Abū Huraira überliefert, dass der Prophet nie irgendwelche Mängel an der Speise sah: Wenn sie ihm gefiel, aß er sie – gefiel sie ihm nicht, ließ er sie stehen. Kritik an der jeweiligen Speise gilt als ein Zeichen äußerster Undankbarkeit gegenüber Gott.
- Menge der Nahrungsaufnahme
Der Prophet lehrte, dass man alles gemäßigt tun sollte, sogar das essen. Er sagte: „Ein Gläubiger isst mit einem Magen, der Ungläubige mit sieben Mägen.“ Daher sollten man nicht solange essen, bis man völlig satt ist. Vielmehr sollten man nur so viel zu sich nehmen, bis der Hunger gestillt ist, ohne sich gänzlich zu sättigen. Er gab als Richtlinie bezüglich der Nahrungsaufnahme folgenden Ratschlag: Man solle 1/3 des Magens für die Nahrung nutzen, 1/3 für die Flüssigkeit und 1/3 für die Atmung.
- Nach dem Essen
Nach dem Essen soll man stets Allah gedenken und ihm gegenüber dankbar sein. Somit sagt man nach dem Essen Hamdala und spricht ein Duʿā'. Zudem sollen die Hände gewaschen werden.
- Trinkregeln
Wasser sollte in drei Zügen getrunken werden, und zwar derart, dass man außerhalb des Trinkgefäßes drei Mal ausatmet. Diese Gewohnheit soll einen heilsamen Einfluss auf jemandes Charakter und dabei helfen, in den Handlungen Eile zu vermeiden. Es wird überliefert, dass der Prophet sagte: „Trinke das Wasser nicht in einem Atemzug wie die Kamele, sondern nimm jeweils nur einen oder drei Schlucke zu dir, und rufe Allâh an, wenn du trinkst und preise ihn, wenn du fertig bist.“ Mohammed verbat es zudem, in das Trinkgefäß auszuatmen, denn es könnte sich dadurch ein übler Geruch bzw. Speichel mit dem Getränk vermischen. Dies ist soll sowohl abstoßend als auch der Gesundheit abträglich. Abû Qatâda überlieferte: „Der Prophet möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken verbat, in das Trinkgefäß auszuatmen, während man trinkt.“
Spezielle Speisevorschriften[Bearbeiten]
Im Islam gibt es zahlreiche spezielle Speisevorschriften und dazugehörende Nahrungstabus die einzuhalten sind. Bei Speisen unterscheidet man zwischen tierischen und pflanzlichen Produkten.
Pflanzliche Lebensmittel[Bearbeiten]
Pflanzliche Lebensmittel sind halāl, solange sie nicht unrein oder mit unreinen Dingen vermischt sind, keine schädlichen oder berauschenden Substanzen darstellen und ihr Verzehr nicht die Rechte anderer verletzt. Zu den unreinen Substanzen gehört z.B. Blut, während schädliche Substanzen Gifte sind. Es ist nicht erlaubt, sich schädliche Substanzen zuzuführen. Dies verdeutlichen mehrere Āyas. Rechte anderer sind verletzt, wenn es sich sich z.B. um geklaute Lebensmittel handelt.
Tierische Lebensmittel[Bearbeiten]
Bei tierischen Lebensmitteln unterscheidet man zwischen Land- und Meerestieren. Alle Meerestiere sind halāl. Bei Landtieren gibt es dagegen erlaubte und verbotene Arten. Die verbotenen Dinge werden im Islam detailliiert dargestellt. Eines der bekanntesten ist der Verbot von Schweinefleisch und alles Fleisch, das nicht im Namen Gottes geschlachtet wurde bzw. der Verzehr von Fleisch erlaubter Tierarten muss nach islamischem Ritus geschlachtet sein. Trifft letzteres nicht zu, ist es harām.
Erlaubte tierische Speisen[Bearbeiten]
Zu den Landtieren, dessen Fleisch zum Verzehr erlaubt sind gehören Kamele, Rinder, Schafe, Ziegen, Büffel und Gazellen. Darüber besteht ein Idschmāʿ (Konsens) unter den Gelehrten. In der Sunna werden folgende Tiere als erlaubt erwähnt: Hühner, Eidechsen, Heuschrecken und Vögel. Der Verzehr von Wildeseln ist halāl, doch von Hauseseln harām. Kontrovers ist die Meinung über den Verzehr von Pferden, Hyänen und Hasen (siehe bspw. Hasentabu im Islam). So sehen Mālik ibn Anas und Abū Hanīfa den Verzehr von Pferden als verpönt an, da im Hadith der Verzehr der Tiere nicht explizit erwähnt wird. Der Verzehr von Hyäenen wird teilweise als verboten angesehen.
Religiös bedeutsame Lebensmittel[Bearbeiten]
Im Koran, der Sunna und den Hadithen werden einige Lebensmittel und Pflanzen direkt genannt oder im Vordergrund gestellt. Eine Suren trägt auch einen Namen eines Nahrungsmittels, so die Sure at-Tīn („Die Feigenbäume“). Die Sunna ist neben dem Koran von elementarer Bedeutung für Muslime, denn sie beschreibt im Islam das, was Mohammad vorgelebt hat und dient als Vorbild für das Handeln der Muslime. Es gibt zahlreiche Nahrungsmittel aus der Sunna. Von Mohammeds persönlichen Eßgewohnheiten wird berichtet, dass er am liebsten Milch, Joghurt, Gerstenbrot, Butter, Nüsse, Datteln und Gurken aß. Neben Datteln galten auch Granatäpfel, Weintrauben und Feigen zu seinen Lieblingsfrüchten. Das Gericht Tharid gilt als Leibgericht des Propheten.
- Brot
Zur Zeit Mohammeds wurde Brot entweder aus Mais, Weizen oder Gerste hergestellt und er selbst aß meistens Gerstenbrot. Der Prophet aß niemals Brot, das aus Mehl gebacken war, dessen Kleien völlig entfernt waren. Weizen war in der Region Hedschas zu den Zeiten der Asr-al Saada („Epoche des Glücks“) eine Importware und daher ein sehr teueres Nahrungsmittel. Mohammed zeigte keinerlei Interesse für dieses Nahrungsmittel, das für die Mehrheit der Bevölkerung zu teuer war, und zeigte somit seine strenge Einstellung gegenüber Luxus. Neben wirtschaftlichen Gründen spielte die Tatsache, dass Gerstenbrot sättigend und nahrhaft ist, sicher auch eine Rolle. Es wird auch überliefert, dass der Prophet das Brot in Öl getaucht zu sich nahm oder, dass er Brot und Datteln aß.
- Fleisch
Mohammed zog gewisse Fleischpartien eines Tieres anderen vor. So sagte er, dass das beste Fleisch vom Rücken eines Tieres stamme. Der Prophet aß auch Hühnerfleisch. Der Prophet riet den Leuten, dass wenn sie Fleisch in Wasser kochten eine große Menge von dieser Brühe zuzubereiten, um diese auch an Nachbarn oder Arme zu verteilen.
- Getränke
Beispiele für die Getränkesorten der Asr-al Saada („Epoche des Glücks“) waren Honigscherbett, Dattel- und Rosinenmost und Milch. Auf Hochzeitsfeiern wurde gewöhnlich Dattelscherbett angeboten. Milch hatte eine besondere Stellung unter den Getränken von Mohammed. Manchmal mischte er der Milch kaltes Wasser bei und trank sie so. Vor allem bei heißem Wetter, gab er der Milch, falls vorhanden, etwas kaltes Wasser bei und erfrischte somit die Milch. Er achtete streng auf die Qualität seines Trinkwassers und trank, wenn er nicht musste, nicht irgendwelches Wasser. Neben dem süßen Geschmack seines Trinkwassers achtete er auch darauf, dass das Wasser „ausgeruht, übernachtet“ war. In den diesbezüglichen Quellen wird oftmals von „im Krug ausgeruhtem Wasser“ berichtet.
- Gewürze
Essig wurde von Mohammed gelobt. So überlieferte Jabir ibn Abd Allah, ein Saḥābī, der Prophet habe gesagt: „Die beste Würzung ist Essig.“ Ein weiteres Gewürz ist Ingwer, das im Koran erwähnt wird: „Und sie sollen darin getränkt werden mit einem Kelch, dessen Gemisch Ingwer ist.“
- Obst und Gemüse
Dattel sind sowohl im Koran wie auch in zahlreichen Hadithen erwähnt. In den Quellen findet man den hohen Wert und die Bevorzugung der Dattel beschrieben. Mohammed erwähnte ebenfalls, dass die Dattel auch zu Heilungszwecken benützt werden könne wie z.B. bei der Wochenbettblutung. Er sagte auch, dass man das Fasten (Saum) nach dem Ende eines Fasten Tages mit einer Dattel brechen solle. Hat man jedoch keine Dattel zur Verfügung so solle man dies mit Wasser tun. Während des Fastenmonats Ramadan sind Datteln deswegen in muslimischen Regionen überall zu bekommen. Mohammed selbst soll Dattelpalmen gepflanzt und Muslime dazu ermuntert haben, die nahrhaften Früchte anzubauen.
Die Banane ist eine der Früchte im Paradies, die in Sure Waqi´a erwähnt wird. Eine Suren trägt hingegen einen Namen eines Obstbaums, so die Sure at-Tīn („Die Feigenbäume“). Mohammed aß Honigmelonen, Melonen und Gurken, und mochte diese sehr. Trauben, Quitten und Salatgurken und die Frucht des Zahnbürstenbaumes, genannt Kabas, waren unter den Früchten, die er ebenfalls verzehrte. Der Prophet achtete streng darauf, dass die Nahrung, die er aufnahm, der Gesundheit nicht schadete. Er bevorzugte Obst als Mittel, den Wasserhaushalt des Körpers zu regulieren, zwischen oder nach den Mahlzeiten.
- Olivenöl
Mohammed sagte über das Olivenöl: „Esst davon und reibt euch damit ein, denn es stammt von einem gesegneten Baum“. So nahm er Brot in Öl getaucht zu sich.
- Schwarzkümmel
Abū Huraira berichtete, dass der Prophet sagte: „Benutzt diesen Schwarzkümmel regelmäßig, weil er eine Heilung gegen jede Krankheit ist, außer gegen den Tod.“ Dieses Zitate verhalf der Gewürzpflanze in der gesamten islamischen Welt in den vergangenen Jahrhunderten zu größter Popularität. Dessen Heilwirkung wurde zuletzt durch die moderne Wissenschaft teilweise bestätigt.
- Tharid
Als traditionelles Gericht der arabischen Küche gilt Tharid, das aus gekochtem Fleisch und Brot besteht, wobei es zahlreiche Varianten gibt. Es gilt als Leibgericht von Mohammed, der sinngemäß über seine Lieblingsfrau Aischa sagte: „Sie übertrifft andere Frauen so wie Tharid andere Gerichte übertrifft.“ Tharid ist nicht nur auf der Arabischen Halbinsel weit verbreitet, sondern auch in Nordafrika (trid) und sogar in der chinesischen Provinz Xinjiang (terit). Die Mauren brachten verschiedene Rezepte dafür mit nach Spanien.[6]
- Andere Nahrungsmittel
Aus vielen Hadithen über Mohammed wird berichtet, dass er verschiedene Gemüse und Früchte des Landes ass. Ebenso verzehrte Er auch Weintrauben, Trauben und Wassermelonen und er ass gerne kalte Süßpeisen. Er führte seinem Körper auch Honig zu, welchen er als Heilmittel pries. Der Honig und dessen nutzbringende Wirkung wird auch im Koran erwähnt. Der Prophet trank auch Milch und Wasser über welches er sagte: „Das Wasser ist die „Herrin“ der Getränke im Diesseits wie im Jenseits“.
Siehe auch[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
Portal:Islam – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Islam
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- Hochspringen ↑ Aatish Taseer: Terra Islamica – Auf der Suche nach der Welt meines Vaters. Verlag C.H.Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-57238-8, S. 174.
- Hochspringen ↑ Mitteilungen zur Geschichte der Medizin, der Naturwissenschaften und der Technik. Bände 28-29, Deutsche Gesellschaft für Geschichte der Medizin, Naturwissenschaft und Technik, Cornell University, 1929, S. 316.
- Hochspringen ↑ inforel.ch: Die islamische Ernährung
- Hochspringen ↑ aerzte-am-markt.de: Muslimische Ernährung
- Hochspringen ↑ Ibn Chaldūn: Die Muqaddima. Betrachtungen zur Weltgeschichte. C.H. Beck, München 2011, ISBN 978-3-406-62237-3, S. 391–395.
- Hochspringen ↑ Alan Davidson: The Oxford Companion to Food, 2nd. ed. Oxford 2006, Artikel Tharid, S. 794