Erdbeben von Nassau (Lahn) 2011

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Lage des Bebens
Seismogramm des Erdbebens

Das Erdbeben von Nassau 2011 war mit einer Magnitude von ca. 4,4 ein relativ schwaches Erdbeben mit einem Epizentrum in der Nähe von Nassau in Rheinland-Pfalz, etwa 15 Kilometer östlich von Koblenz. Das Ereignis war auch in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg[1] spürbar, und ereignete sich am Montagmittag, den 14. Februar 2011, um 13:43 Uhr MEZ (12:43 UTC).[2][3]

Verlauf[Bearbeiten]

Als Vorbeben werden zwei schwächere Erdbeben am Samstag, dem 12. Februar 2011, bei Nassau in Rheinland-Pfalz angesehen: ein erstes Ereignis um 21:19 MEZ erreichte eine Magnitude von 1,4 auf der Richterskala, ein zweites sieben Minuten später war mit einer Magnitude von 2,8 deutlich stärker.[4]

Das Hauptbeben zwei Tage später am Montagnachmittag ereignete sich ebenfalls in Nassau und dauerte zwei Sekunden. Das Beben wurde mit einer Magnitude von ML 4,2[3] bis 4,5[5] eingestuft. Die Tiefe des Hypozentrums wurde auf fünf[3] bis zwölf[5] Kilometer Tiefe berechnet. Die ca. 100 km entfernte Erdbebenstation Bensberg der Uni Köln führt das Beben der Magnitude 4,4 und der Tiefe 10,2 km.[6]

Am Dienstag gab es in Rheinland-Pfalz ein Nachbeben der Stärke 2,5.[7]

Auswirkungen[Bearbeiten]

Karte mit visualisierten Rückmeldungen aus der Bevölkerung

Das Erdbeben war als leichte Erschütterung in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, dem Saarland sowie in Luxemburg, Ostbelgien und Nordost-Frankreich zu spüren.[8]

In Mittel- und Westhessen verließen viele Menschen aus Angst ihre Häuser. In Brandoberndorf im Lahn-Dill-Kreis sollen nach Radioberichten Risse an einem Wohnhaus entstanden sein. Über Verletzte ist nichts bekannt.[4] In Nordrhein-Westfalen war das Erdbeben im Raum Köln-Bonn sowie im Ruhrgebiet zu spüren.[9]

Geologischer Rahmen[Bearbeiten]

Nassau liegt in der Nähe des ungefähren Treffpunkts dreier Erdbebenzonen[10]: der Niederrheinischen Bucht im Nordwesten, des Rheingrabens im Süden und der Erdbebenzone, die sich von Saarbrücken bis an den Rhein südwestlich von Nassau hinzieht. Diese Erdbebenzonen sind Zeugnisse von Dehnungs- und Absenkungsvorgängen der mitteleuropäischen Erdkruste.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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