Eduard Seemann

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Eduard Seemann (* 13. November 1887 in Stein (Kreis Pforzheim); † 8. Dezember 1945 in einem britischen Internierungslager für Wehrmachtsoffiziere in Oerbke, Kreis Fallingbostel) war ein deutscher Philologe und Bürgermeister.

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Als Sohn eines Mühlenbesitzers in Stein besuchte Eduard Seemann das Gymnasium seiner Vaterstadt und bestand dort 1908 das Abitur. Danach bezog er die Universität Heidelberg und begann sein Philologiestudium. Er trat in die Burschenschaft Frankonia Heidelberg[1] ein. Nach einem Jahr erhielt er den ehrenvollen Austritt, weil er die Kartellburschenschaft Hannovera Göttingen[2] unterstützen wollte. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges war er cand. phil. in Leipzig und meldete sich sogleich bei seinem Reservetruppenteil. Er war zunächst Offizierstellvertreter und wurde im Dezember 1914 zum Leutnant d. R. befördert. Ab 1917 führte er eine Maschinengewehrkompanie im Westen. Vier Tage vor dem Waffenstillstand 1918 wurde er schwer verwundet. Nach seiner Genesung schloss er das Studium mit der Promotion zum Dr. phil. ab. Seine Referendarzeit verbrachte er in Baden.

Später erfolgte die Ernennung zum Studienrat am Gymnasium in Stein. Die von seinem Vater ererbte Mühle betrieb er nebenberuflich.

1933 war er für einige Monate Bürgermeister seiner Geburtsstadt. Am Zweiten Weltkrieg nahm er von Beginn an als Offizier teil und wurde bei Kriegsende von britischen Streitkräften in Oerbke interniert.

Ehrungen[Bearbeiten]

Im Ersten Weltkrieg wurde Eduard Seemann mit dem

  • Eisernen Kreuz 2. Klasse sowie mit dem
  • Ritterkreuz 2. Klasse des Ordens vom Zähringer Löwen

ausgezeichnet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Henning Tegtmeyer: Mitgliederverzeichnis der Burschenschaft Hannovera Göttingen 1848–1998, Düsseldorf 1998
  • Helge Dvorak: Biographischen Lexikon der Deutschen Burschenschaft, Band I: Politiker, Teilband 5: R-S, Heidelberg: Universitätsverlag C. Winter, 2002, S. 407
  • Gerhard Wilstermann: Biographisches Mitgliederverzeichnis der Burschenschaft Frankonia Heidelberg, Heidelberg 2006
  • Henning Tegtmeyer: Geschichte der Burschenschaft Hannovera Göttingen 1928–1945, Hilden, WJK Verlag, 2009 ISBN 3-940891-28-0 S. 175

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gerhard Wilstermann: Biographisches Mitgliederverzeichnis der Burschenschaft Frankonia Heidelberg, Heidelberg 2006, S. 97
  2. Henning Tegtmeyer: Mitgliederverzeichnis der Burschenschaft Hannovera Göttingen 1848-1998, Düsseldorf 1998, S. 67


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