East End (Berlin)

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Das East End ist das Theaterviertel im Zentrum Berlins. Es liegt im Carré zwischen Friedrichstraße, Unter den Linden und Hackeschem Markt. Dieses Viertel hat die höchste Theaterdichte und ist die erste Amüsier- und Ausgehmeile der Hauptstadt.

Geschichte des Viertels[Bearbeiten]

In den 1920er-Jahren war Berlin eine europäische Kultur- und Vergnügungsmetropole und die drittgrößte Stadt der Welt hinter London und New York. Neben den zahlreichen Opernhäusern, Theatern, Museen, Konzertsälen und Bibliotheken war Berlin auch die größte und vielfältigste Zeitungsstadt der Welt. Das Viertel zwischen der Hauptpulsader Friedrichstraße, Unter den Linden und Hackeschem Markt war das Zentrum für gehobenes Bühnenvergnügen – von Max Reinhardts „Schall und Rauch“ bis zu Erik Charells Revuen im Großen Schauspielhaus. Nirgendwo in Berlin gibt es bis heute eine so hohe Theaterdichte und wird so viel Unterhaltung in ganz unterschiedlichen Genres wie Theater, Musical, Kabarett, Shows und Konzerten geboten. Zu dem sind zahlreiche Restaurants, Bars, Galerien, Hotels und Clubs in der unmittelbaren Umgebung zu finden.

Der Name „East End“[Bearbeiten]

In Anlehnung an den New Yorker Broadway und das Londoner West End wurde dieses Berliner Theaterviertel „East End“ getauft. Initiiert wurde die Benennung von Thomas Hermanns, dem Gründer des Quatsch Comedy Clubs an der Friedrichstraße. Die Intendanten der Berliner Traditionshäuser Admiralspalast, Chamäleon, Friedrichstadt-Palast, Kabarett-Theater Distel und Quatsch Comedy Club schlossen sich im März 2009 zu einer Interessengemeinschaft zusammen, um dem Viertel ein Gesicht zu geben.

Der Name East End soll zukünftig als Signet für gute Unterhaltung in Berlin stehen, mit dem Ziel, den besonderen Standort Berlin-Mitte über die Grenzen der Hauptstadt hinaus bekannt werden zu lassen und an die Zeit als europäische Kultur- und Vergnügungsmetropole wieder anzuknüpfen. Das Logo des East Ends, eine „Muse“, ist eine Anspielung auf den Geist und das Flair der goldenen 1920er-Jahre und verkörpert zugleich die Vielfalt des Viertels heute.

Die Traditionshäuser im East End[Bearbeiten]

Admiralspalast[Bearbeiten]

Der Admiralspalast liegt direkt am Bahnhof Friedrichstraße und ist schon seit den zwanziger Jahren ein Schauplatz nationaler sowie internationaler Kunst und Kultur. Neben großen Theater- und Musicalproduktionen finden hier auch Konzerte, Lesungen und Galaevents statt. Die regelmäßigen Partyreihen und Veranstaltungen der örtlichen Radiosender Fitz und radioeins haben im Admiralspalast ebenfalls ihren festen Platz.

Chamäleon[Bearbeiten]

Die Hackeschen Höfe, Deutschlands größtes geschlossenes Hofareal, gehören zu einem der angesagtesten Treffpunkte des Berliner Nachtlebens. Hier ist das Chamäleon Theater ansässig. Auf die Bühne gebracht werden zeitgemäße Produktionen, die die Grenzen des klassischen Varietés überschreiten und sich neuer, genreübergreifender Ausdrucksformen bedienen. Mit Akrobatik, Tanz, Gesang und Comedy bietet es Unterhaltung für ein internationales Publikum.

Kabarett-Theater Distel[Bearbeiten]

Die DISTEL ist das größte Ensemble-Kabarett Deutschlands. Längst legendär wegen seiner ostdeutschen Geschichte gilt das Kabarett heute deutschlandweit als sehr gute Adresse für politische Satire. Die Nähe zum Reichstag und Kanzleramt begreift die DISTEL als Anreiz, der scharfe „Stachel am Regierungssitz“ zu sein. Seit der Gründung hatten hier über einhundert Kabarettprogramme Premiere. Jährlich unterhält die DISTEL mehr als 100.000 Besucher.

Friedrichstadtpalast[Bearbeiten]

Der Neue Friedrichstadtpalast, eröffnet 1984, ist Europas größter und modernster Show-Palast. Zusammen mit dem Vorgängerbau blickt er auf eine über 100-jährige Theatergeschichte zurück. Der Neubau liegt direkt an der Friedrichstraße 107, nördlich des Bahnhofs. Der Friedrichstadtpalast hat nach eigenen Angaben die größte Theaterbühne der Welt und ist mit über 600.000 Besuchern pro Jahr die meistbesuchte Bühne des Landes Berlin. Sein Markenzeichen sind moderne, temporeiche Shows und die legendäre 'Girlreihe' mit ihren 32 Damen - die längste der Welt.

Quatsch Comedy Club[Bearbeiten]

Der Quatsch Comedy Club liegt im Souterrain des Friedrichstadtpalastes und ist Deutschlands erster Stand-Up-Comedy-Club nach angloamerikanischem Vorbild. In wöchentlich wechselnder Besetzung präsentiert ein Comedy-Moderator vier Comedians. Neben dieser gemischten Stand-Up-Comedy-Show finden hier aber auch regelmäßig Soloshows verschiedener Comedians statt. Ebenfalls werden jährlich im Berliner Quatsch Comedy Club die Folgen für die gleichnamige TV-Show (ProSieben) aufgezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten]

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