Doomcore

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Doomcore ist eine besondere Musikrichtung innerhalb des Hardcore Techno, die überwiegend eine beängstigende Atmosphäre erzeugen soll.

Einordnung[Bearbeiten]

Doomcore ist eine Unterart von Hardcore Techno, die hinsichtlich der erzeugten Atmosphäre Industrial, Doom Metal und Dark Ambient ähnelt, also eine beängstigende und gruselige Stimmung erreicht. Dies wird erreicht, in dem warme, melancholische Flächen (Pads) mit industriellen Geräuschen und Tönen aus dem Horror- und Science-Fiction (z.B. Schreie, Knirsch- und Quietschgeräusche) kombiniert werden. Ebenfalls werden Elemente aus dem Acid Techno verwendet.

Die Geschwindigkeit von Doomcore befindet sich überwiegend im Bereich von 120 bis 160 BPM, was ihn innerhalb des Hardcore Techno zum langsamsten Genre macht. Im Gegensatz zu anderen Hardcore Genres wird die Bass Drum (Kick Drum) mit weniger Verzerrung und weniger Unterbrechungen (Break) eingesetzt. Wie auch in den anderen Arten kommt häufig ein TR-909 zum Einsatz.

Entwicklung[Bearbeiten]

1990 – 2000[Bearbeiten]

Die ersten Doomcore-Stücke die in den frühen 1990er den Stil prägten, lehnten sich an die ersten Hardcore-Techno-Tracks (z.B. Mescalinum United - We have arrived) an. Marc Trauner und Miro Pajic legten zu Beginn eine dunkle industrielle Atmosphäre über die ansonsten unveränderte TR-909 Kick Drum, während später neuere Elemente wie der Hoversound und die eingangs erwähnten dunklen Elemente für den Fortschritt des Genres sorgten. Der besser als Marc Acardipane bekannte DJ, der zusammen mit Pajic auch unter verschiedenen Aliasnamen produzierte, gehörten zusammen mit dem Londoner Projekt Fifth Era zu den Pionieren des Doomcore in den 1990er Jahren.

Seit 2000[Bearbeiten]

In den frühen 2000er Jahren erschien dann eine Welle von neuen Künstlern, deren Musik den Doomcore aufgriff und weiterführte. Die Kick Drum wurde nun auch auf mehr Varianten verbreitert. Einige neuere Artists wie Dr. Strange oder Joshua zählen heute zum Doomcore, obwohl ihr Stil ganz anders im Klang als frühere Varianten ist. Dennoch ist die dunkle Atmosphäre verbunden mit dem für Hardcore untypisch langsamen Grundgerüst weiterhin prägend und verbindend.

Weltweite Entwicklung[Bearbeiten]

Doomcore ist wie viele Richtungen des Techno überwiegend in Europa entstanden. Herausragend waren hier DJs aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Durch die fortschreitende Globalisierung und weltweiten Tourismus ist das Genre jedoch heute weltweit bekannt und kein europäisches Phänomen mehr..

Abgrenzung zu Darkcore[Bearbeiten]

Darkcore wird zwar häufig als Überbegriff für dunklere Hardcore-Stücke verwendet, ist aber eigentlich eine mit Doomcore auf gleicher Ebene befindliche eigenständige Musikrichtung. Klanglich ist Darkcore mit dem Doomcore verwandt, jedoch mit typischerweise 150 - 180 bpm deutlich schneller. Im modernen Darkcore werden darüber hinaus in der Regel raue und verzerrte Kick Drums eingesetzt, die so im Doomcore nicht vorkommen.

Stiltypische Tracks[Bearbeiten]

  • The Mover - Waves Of Life (1993)
  • Taciturne - Der Toten (1995)
  • Frozen & Dr. Macabre - Dimension Of The Doomed (1996)
  • E-Rush - Fuck You Man (Army Of Darkness Remix) (1997)
  • Dr. Macabre - Danse Macabre (1998)
  • E-Man - Under My Command (2000)
  • EBE Company - Eternity (2000)
  • The Emperator - Lost Souls (2002)
  • Marc Acardipane - One World No Future (2002)
  • Dark Invaders - Troops Of Doom (2003)
  • Fifth Era feat. Face Hoover - My Eyes (2004)
  • The Uninvited - Pain (2008)

Interpreten[Bearbeiten]

  • Marc Acardipane
  • Miro Pajic
  • Dr. Strange
  • Fifth Era
  • Joshua
  • Dr. Macabre
  • The Uninvited
  • Raum 107
  • Lord Sinister
  • Doom HK
  • Nekra Damage
  • Dark Frequencer
  • Antraxid
  • Mancubus
  • Hells Authority
  • Dark Invaders
  • Low Entropy

+The Relic +Cubic Nomad +Omnicide +Starving Insect

Bekannte Labels[Bearbeiten]

+Dark like hell +Dark Descent

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