Deutsch-Französische Studien

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Der Studiengang „Deutsch-Französische Studien – Études Franco-Allemandes“ (DFS/EFA) ist ein binationaler Bachelor-Studiengang, der in Deutschland von der Universität des Saarlandes (mit dem Zusatz Grenzüberschreitende Kommunikation und Kooperation), der Universität Bonn und der Universität Regensburg angeboten wird. In dem Generalistenstudiengang wird den Studenten breites Wissen über Deutschland und Frankreich vermittelt, je nach Standort werden aber auch Schwerpunkte gelegt, wie Medien und Kommunikation (Saarbrücken) oder Politik (Regensburg). Die Studierenden schließen den Studiengang sowohl mit einem deutschen Bachelor als auch mit der französischen Licence ab.

Die Studiengänge vermitteln Sprachkompetenzen, Wissen über Landeskunde, Medien, Geschichte, Politik und Literatur Deutschlands und Frankreichs.

Absolventen können in deutsch-französischen Institutionen, etwa dem DFJW, ARTE oder in Goethe-Instituten in französischsprachigen Ländern arbeiten.

Ein entsprechender Master-Studiengang existiert an den Universitäten Saarbrücken und Bonn, die Universität Regensburg bietet einen Master in Interkulturellen Europastudien an.


Inhaltsverzeichnis

Aufbau des Studiengangs[Bearbeiten]

Im ersten Bachelor-Jahr studieren die DFS-ler in ihrem jeweiligen Heimatland. Ein erstes Kennenlernen findet (bei der Kooperation Saarbrücken - Metz) bei Wochenendetreffen und einem gemeinsamen Blockseminar statt.

Ein Jahr verbringen alle Studierende an der französischen Hochschule, in Saarbrücken und Regensburg ist es das zweite Studienjahr, an der Universität Bonn das dritte.

Das verbleibende Jahr studieren Deutsche und Franzosen gemeinsam an der deutschen Universität.

Eine wichtige Rolle im Aufbau des Studiums spielt außerdem der Praxisbezug. Durch ein Pflichtpraktikum (Acht Wochen in Saarbrücken, drei Monate in Bonn und vier Monate in Regensburg) bekommen die Studierenden einen Einblick in die deutsch-französische Arbeitswelt. Dabei sollten deutsche Studierende ihr Praktikum in einer bilingualen Institution im frankophonen Ausland absolvieren, französische Muttersprachler jedoch in einem deutschsprachigen Land.

Studienplätze und Auswahlverfahren[Bearbeiten]

In Saarbrücken und Metz werden jedes Jahr zum Wintersemester 10 deutsche und 10 französische Studierende zugelassen, die nach einer Bewerbung mit Lebenslauf und Motivationsschreiben in einem persönlichen Gespräch ausgewählt werden. Voraussetzungen sind sehr gute Französischkenntnisse und ein gutes bis sehr gutes Abitur, ein gutes Allgemeinwissen in Geschichte, Politik, Literatur, Lernbereitschaft und erste grenzüberschreitende Erfahrungen.

Die Universität Bonn vergibt pro Jahr 20 Plätze, die Bewerber müssen einen Eignungstest bestehen, der aus einem Diktat, einem Übersetzungsteil und Fragen zur deutschen und französischen Sprache, Literatur und Landeskunde besteht. Quelle: [1]

In Regensburg erwartet die Bewerber ebenfalls ein Eignungstest, für den sie sich vorher mit Motivationsschreiben und Lebenslauf bewerben. (Quelle: Universität Regensburg [2])

Perspektive[Bearbeiten]

Die binationalen Studiengänge lehren besondere Kompetenzen in den Bereichen Kommunikation, Kultur, Landeskunde etc. Das Generalistenstudium führt nicht auf einen besonderen Beruf hin. Da die Ausbildung sehr breit gefächert ist, eröffnen sich dem Studenten viele Perspektiven in Kulturinstitutionen (Museen, Goethe-Institute), in den Medien (ARTE, deutsch-französische Zeitungen, Radio…), oder auch in der Wirtschaft (etwa in der Pressearbeit für internationale Unternehmen). Während der Praktikumszeit bekommen die Studenten einen Einblick in ihr zukünftiges Berufsfeld.

Module[Bearbeiten]

Folgende Module sind Bestandteil der Deutsch-Französischen Studiengänge (am Beispiel Saarbrücken):

  • Kommunikation und Medien
  • Französische Literatur
  • Sprachausbildung Französisch
  • Veranstaltung nach Wahl (z.B. Einführung in den Hörfunkjournalismus, Mikroökonomie, die Entwicklung der deutsch-französischen Beziehungen nach 1945…)
  • Kultur und Gesellschaft
  • Methodische Grundlagen
  • 2. Fremdsprache (am Sprachenzentrum; z.B. Spanisch, Finnisch, Russisch, Gebärdensprache…)
  • Intermedialität


Universitäten[Bearbeiten]

An folgenden Universitäten gibt es deutsch-französische Studiengänge:

  • Universität Bonn: Deutsch-Französische Studien
  • Universität Regensburg: Deutsch-Französische Studien
  • Universität des Saarlandes: Deutsch-Französische Studien: Grenzüberschreitende Kommunikation und Kooperation

Einen ähnlichen Studiengang, der jedoch ausschließlich Medien behandelt, bietet die Universität Freiburg an:

  • Universität Freiburg: FrankoMedia [3]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Universität des Saarlandes [4]
  • Universität Regensburg [5]
  • Universität Bonn [6]
  • Universität Freiburg [7]
  • Deutsch-Französische Hochschule [8]

Quellen[Bearbeiten]

  • 15 Jahre Deutsch-Französische Studien [9]


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