Das Feedback Loop-Modell der Karzinogenese

Aus MARJORIE-WIKI
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Feedback Loop-Modell (Feedback loop model, FBM) ist eine alternative Theorie zur Karzinogenese solider Tumoren. Im Gegensatz zu klassischen Modellen der Karzinogenese vernachlässigt es die Wichtigkeit epithelialer Zellen bei der malignen Transformation. Das FBM betont die Wichtigkeit der Interaktion der verschiedenen Zelltypen der Tumor-Mikroarchitektur für die maligne Transformation. Dies geschieht gemäß des neuen Modells durch die Ausbildung einer Rückkopplung in der interzellulären Kommunikation von epithelialen und stromalen Zellen, welche zu einer perpetuierten Unterhaltung eines entzündlichen und proliferativen Mikromileus führt. Damit muss das FBM zu den gewebebasierten Konzepten (tissue-based concepts) der Karzinogenese gezählt werden. Das FBM unterscheidet sich jedoch von diesen durch die Annahme, dass Mutationen in den epithelialen Zellen nicht zellautonom wirken, sondern eine heteronome, also fremdbestimmte, Funktion erfüllen [1].

Quellen:

  1. Hochspringen Rückert, Felix (2012) "Feedback within the inter-cellular communication and tumorigenesis in carcinomas". http://dx.plos.org/10.1371/journal.pone.0036719
Info Sign.svg Dieser Wikipedia-Artikel wurde, gemäß GFDL, CC-by-sa mit der kompletten History importiert.