DEUVET – Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge

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Der DEUVET wurde als "Arbeitsgemeinschaft der deutschen Fahrzeug-Veteranen- und Markenclubs" im Oktober 1976 von 30 Clubvertretern auf der Oldtimer-Messe Veterama in Mannheim als nationale Dachorganisation gegründet und 1980 auf Vorschlag der Mitgliederversammlung umbenannt in DEUVET . Satzungsgemäß standen von Anfang an nur gemeinsame, clubübergreifende Aufgaben im Fokus, die durch demokratische Entscheidungen der Mitglieder dem ersten Vorstand, Rechtsanwalt Klaus E. Wrobel vom Süddeutschen Motorwagen Verein, und einem kleinen Team vorgegeben wurden. Zu den Kernaufgaben der ersten Jahre zählte die Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsclubs, die Bearbeitung zentraler Anfragen zu historischen Fahrzeugen sowie die damals ungeklärten Versicherungs- und Rechtsfragen im Zusammenhang mit historischen Fahrzeugen. Insbesondere die Mitglieder benötigten bisher nicht verfügbaren fachlichen Beistand bei Fragen zur technischen Prüfung, bei Versicherungen sowie im Gespräch mit Behörden und Kommunen im Zusammenhang mit der Zulassung und dem Betrieb älterer Fahrzeuge. Auch die Klärung von Rechtsfragen bei Durchführung und Genehmigung von Oldtimerveranstaltungen sowie übergreifende, politische Aufgaben zur Interessenwahrnehmung von Oldtimerbesitzern wurden dem gewählten Vorstand übertragen.

DEUVET – Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge e.V.
Zweck: Oldtimer-Verein
Vorsitz: Peter Schneider
Gründungsdatum: 1976
Sitz: Berlin
Website: deuvet.de

Nach zehn Jahren Aufbauarbeit trat 1986 der erste Vorstand zurück. Nach weiteren zehn Jahren wird 1996 der DEUVET als e.V. beim Amtsgericht Bergisch Gladbach eingetragen. Das Aufgabenprofil begründete von 2004 bis 2011 die Einrichtung einer Geschäftsstelle im neuen Meilenwerk Berlin und eine Änderung des Namens in "DEUVET – Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge e. V. 2009 wird der DEUVET beim Registergericht AG Berlin-Charlottenburg unter VR 28768 eingetragen. Zugleich erfolgte die Akkreditierung des DEUVET beim Deutschen Bundestag als Interessenvertreter der Clubs und Eigner rund um das historische Fahrzeug. Mit Gründung des "Parlamentskreis Automobiles Kulturgut" 2009 ist der DEUVET ständiger Vertreter in den Sitzungen. Dies gilt auch für die "Historic Vehicle Group" im Europaparlament, in der der DEUVET die nationalen Interessen der Oldtimer-Besitzer wahrnimmt.

Zu den Erfolgen des DEUVET zählen die juristische Definition eines historischen Kraftfahrzeugs, die gesetzlichen Regelungen für rote "07-Kennzeichen", das nationale "H-Kennzeichen" für Motorfahrzeuge über 30 Jahre sowie die Ausnahmen von Fahrverboten in Umweltzonen und für historische Nutzfahrzeuge an Sonn- und Feiertagen.

Eine Störung der Zusammenarbeit in der wachsenden Clubszene erfolgte am 12. April 2008 durch den Anspruch des ADAC mit seinen hohen Mitgliederzahlen, dem kleineren FIVA-Partner DEUVET den ANF-Status (Autorité Nationale de la FIVA) für Deutschland zum 1. Oktober 2008 zu entziehen. und auf den ADAC zu übertragen. Wegen des damit einhergehenden Verlusts des Stimmrechts kündigte der DEUVET am 15. Juli 2008 seine bis dahin bestehende Mitgliedschaft bei der FIVA auf. Als Begründung wurde die Art und Weise des Entzugs des ANF-Status durch die FIVA ohne Vorgespräche genannt. Wegen der finanziellen Versprechen des ADAC beendete auch eine Reihe von Clubs ihre langjährige Mitgliedschaft im DEUVET. Von ehemals 160 Mitgliedern arbeiten heute knapp 100 weiterhin im DEUVET mit und bieten den politischen Gremien Gesprächspartner an.

Den DEUVET-Fahrzeug-Pass, der Echtheit und technische Daten des Oldtimers bescheinigt, wird von den Fahrzeugprüfern im DEUVET weiterhin ausgestellt, auch wenn er nicht mehr als internationaler FIVA-Pass gelten kann.

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