Chorical

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Ein Chorical (Wortschöpfung analog zu „Musical“) ist ein inszeniertes Chorkonzert mit Handlung, ein Theatergenre für Chöre, wie es in jüngerer Zeit immer häufiger gezeigt wird. Meistens handelt es sich um ein musikalisches Bühnenwerk, das speziell für Chöre geschrieben sowie komponiert und von einem oder mehreren Chören einstudiert und aufgeführt wird. Es verbindet Chorgesang mit Schauspiel, manchmal auch Tanz sowie Instrumentalmusik in einem durchgängigen Handlungsrahmen zu einem Gesamkunstwerk. In einem Chorical unterstützt die Unmittelbarkeit des Chorgesangs die Wirkung einer Bühnenhandlung und umgekehrt.

Entstehung[Bearbeiten]

Datei:Chorical "Die absolute Melodie" (c) Matthias Nutt.jpg
Beim Chorical „Die absolute Melodie“ von Ludger Nowak und Felix Benesch wirkten 2015 in Disentis/Schweiz 36 Chöre mit über 1000 Kindern und Jugendlichen mit.

Der Begriff „Chorical“ ist analog zum Musical eine naheliegender Begriff (engl. für chorisch) und taucht immer wieder auf, wenn ein Chor sich an eine inszenierte Aufführung wagt.

Den Begriff etabliert hat u.a. der Schweizer Chorleiter Christian Klucker. Gemeinsam mit den von ihm geleiteten Jugendchören hat er seit 2004 mehrere Choricals realisiert und das Genre auch weiterentwickelt.[1] Einem größeren Publikum bekannt wurde „Die Absolute Melodie“, 36 Chöre mit zusammen über 1000 Mitwirkenden brachten es im Mai 2015 im Rahmen des Schweizerischen Kinder- und Jugendchorfestivals in Disentis/Schweiz zur Aufführung.[2] Wegen der großen Anzahl von Beteiligten war „Die absolute Melodie“ so geschrieben und komponiert, dass jeder Chor nur einzelne Teile davon einstudiert hat. Die Premiere war gleichzeitig die erste gemeinsame Probe, die Akteure machten zugleich einen großen Teil des Publikums aus.

Weitere Beispiele für Choricals:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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