Carola Tischler
Carola Tischler (* 1963) ist eine deutsche Historikerin, die seit 2017 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am de:Institut für Zeitgeschichte ist.
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[Verbergen]Werdegang[Bearbeiten]
- Sie studierte Geschichte, Deutsch, Politikwissenschaft in Marburg, Göttingen und Moskau.
- 1995 wurde sie an der de:Universität Kassel bei de:Richard Lorenz (Historiker), mit: Die UdSSR und die Politemigration . Das deutsche Exil in der Sowjetunion zwischen KPD , Komintern und sowjetischer Staatsmacht ( 1933 bis 1945 ), zum Doktor promoviert.
- Von 1995 bis 1999 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Theaterwissenschaften bei de:Wolfgang Mühl-Benninghaus und am Lehrstuhl de:Osteuropäische Geschichte bei de:Ludmila Thomas an der de:Humboldt-Universität zu Berlin .
- Von 2002 bis 2015 war sie Redakteurin „Jahrbuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung“
- 2005 absolvierte sie das Zweites Staatsexamen für de:Lehramt.
- Von 2007 bis 2016 war sie Mitarbeiterin von de:Bianka Pietrow-Ennker am Lehrstuhl de:Osteuropäische Geschichte der de:Universität Konstanz[1]
Veröffentlichungen[Bearbeiten]
- Deutschland und die Sowjetunion 1933–1941. Dokumente aus russischen und deutschen Archiven, Band 2: Januar 1935-April 1937, München 2019 (herausgegeben mit Sergej Slutsch ru:Случ, Сергей Зиновьевич).
- Deutschland und die Sowjetunion 1933–1941. Dokumente aus russischen und deutschen Archiven, Band 1: 1933/1934, München 2014 (herausgegeben mit Sergej Slutsch).[2]
- Grundwissen Geschichte. Von der Vorgeschichte bis zur Gegenwart. Schülerbuch mit CD-ROM, Berlin 2008 (mit Hans-Otto Regenhardt [A 1]und Susanna Heim-Taubert [A 2]).
- Mersus. Der Filmkritiker de:Wolfgang Duncker, München 2007 (mit de:Wolfgang Jacobsen und Rolf Aurich [A 3]).
- Inventar der Quellen zum deutschsprachigen Rundfunk in der Sowjetunion (1929-1945). Bestände in deutschen und ausländischen Archiven und Bibliotheken, Potsdam 1997.
- Flucht in die Verfolgung. Deutsche Emigranten im sowjetischen Exil 1933-1945, Münster 1996.
Essays[Bearbeiten]
- „Den Opfern des Stalinismus“. Debatten um einen Berliner Gedenkstein, in: Erinnerung an Diktatur und Krieg. Brennpunkte des kulturellen Gedächtnisses zwischen Russland und Deutschland seit 1945, hrsg. Von de:Andreas Wirsching u.a., Berlin/Boston 2015, S. 259-269.
- Doppelt verfolgt. Deutsche im Exil in der Sowjetunion, in: Deutschland – Rußland, Band 3: Das 20. Jahrhundert, hrsg. von de:Helmut Altrichter u.a., München 2014, S. 111-120 (mit J. Drabkin ru:Драбкин, Яков Самойлович Драбкин; auch auf Russisch 2015 erschienen: Dvaždy predsleduemye. Nemeckie ėmigranty v Sovetskom Sojuze.)
- Der Mut der Frauen (Familie Duncker)/ Der sinnlose Tod des Adolf Boss (Familie Boss), in: de:Wladislaw Hedeler/Inge Münz-Koenen [A 4](Hrsg.): „Ich kam als Gast in euer Land gereist.“ Deutsche Hitlergegner als Opfer des Stalinterrors. Familienschicksale 1933 – 1956, Berlin 2013, S. 14-21/ S. 130-138.
- Der Krieg als Komödie. Die Wiederkehr der sowjetischen Filmgroteske während des Zweiten Weltkriegs, in: de:Beate Fieseler/Jörg Ganzenmüller (Hrsg.): Kriegsbilder. Mediale Repräsentationen des ‚Großen Vaterländischen Krieges’, Essen 2010, S. 63-76.
- Als Flüchtling in der Sowjetunion. Berta Lask und ihre unveröffentlichte Bauernkriegs-Erzählung „Flüchtlinge“ von 1938, in: Jahrbuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung, 2010, Heft 3, S. 97-121.
- Die Sprache der Akten. Wie die SED das bezeichnete, was sie nicht benennen wollte, in: Das verordnete Schweigen. Deutsche Antifaschisten im sowjetischen Exil, Heft 148: Pankower Vorträge, Berlin 2010, S. 30-37.
- „Golos prizraka“ i drugie golosa. Radio kak oružie v Velikoj Otečestvennoj vojne, in: Obol’ščnie vlast’ju. Russkie i nemcy v Pervoj i Vtoroj mirovych vojnach. Tom 1, Moskva 2010, S. 373-398 (auch auf Deutsch erschienen: Von Geister- und anderen Stimmen. Der Rundfunk als Waffe im Kampf gegen die Deutschen im Großen Vaterländischen Krieg, in: Karl Eimermacher/Astrid Volpert (Hrsg.): Verführungen der Gewalt. Russen und Deutsche in den beiden Weltkriegen., Paderborn 2005, S. 469-506.)
- Radio v okovach. Nemeckoe radioveščanie iz Moskvy: ot revoljucionnogo voodušvlenija k gosudarstvennoj reglamentacii (1929-1941), in: Burnye proryvy i razbitye nadeždy. Russkie i nemcy v mežvoennye gody. Tom 2, Moskva 2010, S. 817-847 (auch auf Deutsch erschienen: Funk in Fesseln. Der deutschsprachige Rundfunk aus Moskau zwischen revolutionärem Anspruch und staatlicher Reglementierung (1929-1941), in: Karl Eimermacher [A 5]/Astrid Volpert [A 6] (Hrsg.): Stürmische Aufbrüche und enttäuschte Hoffnungen. Russen und Deutsche in der Zwischenkriegszeit., Paderborn 2006, S.1021-1067.)
- „ Den guten Namen wiederherstellen “ . Über die Rehabilitierung von Stalin - Opfern in der Sowjetunion , in : Jahrbuch für historische Kommunismusforschung , Berlin 1993 , S. 118–125 .
- “Die Gerichtssäle müssen zu Tribunalen gegen die Klassenrichter gemacht werden.” Die Rechtsberatungspraxis der Roten Hilfe Deutschlands, in :de:Sabine Hering; de:Kurt Schilde Hrsg. Die Rote Hilfe (de:Rote Hilfe Deutschlands) Seiten 105 bis 130
Zeitungsartikel[Bearbeiten]
- Perfidie der Diktaturen : Wir müssen für alle Häftlinge etwas tun in de:Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 17. August 2019 [3]
Anmerkungen[Bearbeiten]
- Hochspringen ↑ Hans-Otto Regenhardt, [1]
- Hochspringen ↑ Susanna Heim-Taubert (1955-) Das zentrale Staatsarchiv in Moskau ("Sonderarchiv"), 1993:
- Hochspringen ↑ Rolf Aurich (* 1960), deutscher Filmwissenschaftler Lektor, Redakteur und Autor an der de:Deutsche Kinemathek. mit de:Wolfgang Jacobsen Herausgeber der Buchreihen „Film &
- Hochspringen ↑ Ingeborg Münz-Koenen (1942) Medienwissenschaftlerin, 1996–2007 Mitarbeiterin, zuletzt Leitung des ZfL-Projekts Der Umbau hinter der Restauration. Eine Medienarchäologie der Nachkriegszeit [2]
- Hochspringen ↑ Karl Eimermacher (1938), Studium der Slavistik und Geschichte in Berlin und Sarajevo. Assistent und Akademischer Rat an der Freien Universität Berlin und der Universität Konstanz. Promotion 1966 (FU Berlin), Habilitation 1976 (Konstanz). Von 1979 bis 2003 Hochschullehrer an der Ruhr-Universität Bochum. 1995 Preis für „Hervorragende Leistungen in der internationalen Hochschulkooperation“ des Bundeswissenschaftsministers. 1998 Ehrendoktorwürde der Russischen Staatlichen Hochschule für Geisteswissenschaften (RGGU) und 2003 von AIRO (Moskau). Verfasser und Herausgeber von Arbeiten zu normativen Aspekten der russischen und sowjetischen Literatur, zu den Entwicklungslinien der russischen Nachkriegskunst, zur Geschichte der russischen Semiotik, der russischen Literaturpolitik sowie zu Grundlagenforschungen im Bereich der Methodologie von Kunst, Literatur und Sprache sowie zum Strukturwandel der russischen Wissenschafts- und Hochschullandschaft. Seit 1997 Leiter des Wuppertaler Kopelev-Projektes zu den deutsch-russischen Kulturbeziehungen im 20. Jahrhundert. [3]
- Hochspringen ↑ Astrid Volpert (* 1952 in de:Hardenbeck) ist eine deutsche Kunsthistorikerin. Abitur in Templin, anschließend einjähriges Volontariat bei der Tageszeitung "Junge Welt" in Berlin; 1971-1978 Studium der Kultur-, Literatur- und Kunstwissenschaften sowie Journalistik an der Karl-Marx-Universität Leipzig, Diplome 1975 und 1978; 1975-1991 Fachredakteurin in Ostberliner Verlagen (Junge Welt, Neues Leben, Henschelverlag für Kunst und Literatur); 1988-1991 Stellv. Chefredakteurin der Fachzeitschrift Bildende Kunst; 1991-1993 Wiss. Mitarbeiterin im Verein eurocultur ost e.V., Berlin; 1994-2001 Freie Tätigkeit als Kunstkritikerin, Kuratorin und als Lektorin für Kunstgeschichte und deutsche Literatur des 20. Jhs. an der Uraler Staatlichen Pädagogischen Universität Jekaterinburg; 2000 DFG-Studienaufenthalt in Rußland (Forschungen zum Nachlaß des Bauhausarchitekten Philipp Tolziner); 2001-2004 Wiss. Mitarbeiterin am Lotman-Institut für russische und sowjetische Kultur der Ruhr-Universität Bochum bzw. der Bergischen Universität Wuppertal für das Projekt "Russen und Deutsche im 20. Jh."; Mitglied von eurocultur ost e.V. (1991-1996), der Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstfreunde (GEDOK) Brandenburg e.V., Rangsdorf (2003-2005 Vorsitzende) und der VG Wort (seit 1994), seit 1999 Korrespondentin der St. Petersburger Kunstzeitschrift Novyj mir iskusstva (NoMI); Teilnahme an wissenschaftlichen Konferenzen, Workshops und Profilinglehrgängen, u.a. 1987 in russischer Sprache und zeitgenössischen Kulturkontexten an der Moskauer Lomonossow-Universität und zu Umgestaltungsprozessen an Russischen Museen (1998 Kaliningrad). Mitglied von docomomo international, Regionalgruppe: Ural/Sibirien [4]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- Hochspringen ↑ de:Institut für Zeitgeschichte, [5]
- Hochspringen ↑ Carola Tischler, Behind the Curtains of the People’s Commissariat for Foreign Affairsin the middle of the 1930s. On the Edition Deutschland und die Sowjetunion 1933–1941. Dokumente aus russischen und deutschen Archiven (2019) S. 59
- Hochspringen ↑ Perfidie der Diktaturen : Wir müssen für alle Häftlinge etwas tun in de:Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 17. August 2019, Karoline Tischler [6], [7]
Personendaten | |
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NAME | Tischler, Carola |
KURZBESCHREIBUNG | deutsche Historikerin |
GEBURTSDATUM | 1963 |