Candidate Experience Management

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Candidate Experience Management bzw Kandidatenerfahrungsmanagement hat das Ziel, jede Begegnung einer Bewerberin oder eines Bewerbers mit dem potenziellen Arbeitgeber in ein positives und motivierendes Erlebnis zu wandeln.

Übersicht[Bearbeiten]

Alle Begegnungen Kontaktpunkte der Bewerberinnen und Bewerber mit dem Unternehmen werden betrachtet, und der gesamte Bewerbungsprozess wird mit der Methode so angepasst, dass jeder Kontaktpunkt vom Kandidaten als verbindlich und wertschätzend empfunden wird[1]. Ist das Candidate Experience Management erfolgreich, so werden Bewerberinnen und Bewerber zu begeisterten Botschaftern des potentiellen Arbeitgebers. Das soll unabhängig davon sein, ob die Bewerberinnen und Bewerber ein Jobangebot oder eine Absage erhalten.

Ableitung[Bearbeiten]

Der Begriff Candidate Experience Management wird von Customer-Experience-Management (CEM) hergeleitet. Das CEM, auch Kundenerfahrungsmanagement, geht über klassisches Verkaufen bzw. über rein verkaufsorientiertes Marketing hinaus. Es optimiert jeden Kundenkontaktpunkt, damit jede Begegnung mit dem Produkt bzw. dem Unternehmen positiv ist. Ziel ist es, aus zufriedenen Kunden loyale Kunden und aus loyalen Kunden begeisterte Botschafter der Marke oder des Produkts zu machen.

Dieser Ansatz wird auf den Recruitingprozess in einem Unternehmen übertragen. Überzeugte Fach- und Führungskräfte nehmen die Jobangebote des Arbeitgebers eher an. Darüber hinaus empfehlen sie den Arbeitgeber weiter. Solche Empfehlungen werden im Wettbewerb der Unternehmen um qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Zeiten des Fachkräftemangels als sehr wertvoll empfunden.

Der Begriff Candidate Experience Management ist in den letzten Jahren vermehrt verwendet worden. Eine ausführliche Zusammenfassung zu Historie und Definition haben Crispin und Mehler im Jahr 2011 erstellt. Die Autoren verwenden zum Schluss eine enge Definition des Begriffs und damit eine Minderheitenmeinung, doch das schmälert nicht den Wert der Monographie[2].

Literatur[Bearbeiten]

Da der Begriff des Candidate Experience Management erst in den letzten Jahren vermehrt verwendet wird, gibt es nur eine begrenzte Zahl von Veröffentlichungen. Unabhängige Quellen bieten hauptsächlich HR-Blogger. Eine Sammlung der deutschsprachigen Blog-Posts zum Thema findet sich hier: Noch Ein Personalmarketing Blog: Candidate Experience. Abgerufen am 27. Dezember 2013 (deutsch, Sammlung von Artikeln und Studien).

Zwei Studien, die leider nicht unabhängig erstellt wurden, werden regelmäßig zitiert, um zu belegen, dass die Methode Candidate Experience Management wichtig sei.

  • Weitzel, Tim; Laumer, Sven; Eckhardt, Andreas; Maier, Christian; von Stetten, Alexander: Bewerbungspraxis 2013. In: Bewerbungspraxis. Otto-Friedrich-Universität Bamberg, abgerufen am 27. Dezember 2013 (deutsch, mit Unterstützung von Elke Guhl, Monster Worldwide Deutschland): „Sechs von zehn haben dabei bereits mindestens einmal auf Grund dieser Eindrücke bei einem Vorstellungsgespräch das Job-Angebot eines Unternehmens abgelehnt“
  • 2013 CANDIDATE BEHAVIOR STUDY. careerbuildercommunications.com, abgerufen am 27. Dezember 2013 (englisch): „Companies typically move through hiring process at appropriate speed: 48% True, 52% False“

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Candidate Experience: #1 Die Theorie. Tim Verhoeven. 12. September 2012. Abgerufen am 26. Dezember 2013.
  2. The Candidate Experience: What they say it is; What it really is; and, What it can be (englisch, PDF 1.8 MB) Crispin, Gerry und Mehler, Mark - A CareerXroads & Friends Monograph. März 2011. Abgerufen am 26. Dezember 2013.
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