Brezeltag
Der Brezeltag wird einmal im Jahr (am 12. März) in dem kleinen Rhönort Wickers begangen. Man gedenkt an diesem Tag der Pestzeit um das Jahr 1635, die damals im Ulstertal rund 1/3 der Bevölkerung auslöschte. Man folgte dem Beispiel des Hl. Papstes Gregor und zog singend und betend durch die Straßen. Dieser Brauch wurde seitdem beibehalten. Zur Belohnung gibt es für die Kinder kostenlos eine große Brezel (nachweislich seit 1763, zuvor ist bis 1743 in der Gemeinderechnung von "weiß brod" die Rede). Daher der Name Brezeltag.
Der Tag wurde ursprünglich auch in Batten und Ehrenberg-Thaiden begangen, inzwischen aber nur noch in Wickers, Hilders und Ehrenberg-Seiferts.[1]
Quellen[Bearbeiten]
- Klaus Dorts: 850 Jahre Wickers, Gemeinde Hilders, Landkreis Fulda: 1150-2000. Hilders-Wickers 2000, OCLC 174577409 (115 S.).
- Rechnungsbücher der kath. Kirchengemeinde St. Joseph Wickers
- Traditioneller Brezeltag in Hilders und Wickers - "Pestgelübde" wieder erfüllt. In: Osthessen News. 12. März 2010, abgerufen am 14. Februar 2018.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- Hochspringen ↑ G. Wondrak: Geschichte der Pfarrei Batten. Katholische Kirchengemeinde St. Johannes d. Täufer Batten, abgerufen am 14. Februar 2018.