Bahnhof Forbach (Schwarzwald)
Forbach (Schwarzwald) | |
---|---|
Blick über den Mittelbahnsteig 2/3 und auf die Abstellhalle
| |
Daten | |
Betriebsstellenart | Durchgangsbahnhof |
Bahnsteiggleise | 3 |
Abkürzung | RFCH[1] |
Lage | |
Stadt/Gemeinde | Forbach (Baden) |
Land | Baden-Württemberg |
Staat | Deutschland |
Koordinaten | 48° 40′ 50″ N, 8° 21′ 30″ O48.6805555555568.3583333333333Koordinaten: 48° 40′ 50″ N, 8° 21′ 30″ O (Karte) |
Höhe (SO) | 303 m |
Eisenbahnstrecken | |
| |
Bahnhöfe in Baden-Württemberg |
Der Bahnhof Forbach (Schwarzw) ist der wichtigste Bahnhof der Gemeinde Forbach im Schwarzwald in Baden-Württemberg und bildet den Betriebsmittelpunkt der Murgtalbahn.
Inhaltsverzeichnis
[Verbergen]Geschichte[Bearbeiten]
Nach einer langen Baugeschichte konnte die an Forbach vorbeiführende Murgtalbahn im Jahre 1928 erstmals durchgehend befahren werden. Nachdem bereits am 31. Mai 1869 der Abschnitt Rastatt–Gernsbach und am 1. Mai 1894 der Abschnitt Gernsbach–Weisenbach eröffnet wurden, konnte am 14. Juni 1910 der Abschnitt Weisenbach–Forbach nach dreijähriger Bauzeit in Betrieb genommen werden. Am 4. Mai 1915 folgte die Eröffnung der Teilstrecke Weisenbach–Raumünzach. Den Weiterbau bis zur Landesgrenze zwischen Baden und Württemberg verhinderte der Erste Weltkrieg.
Das Zwischenstück Raumünzach–Klosterreichenbach ging am 13. Juli 1928 in Betrieb, wodurch durchgehende Verbindungen zwischen Rastatt, Forbach und Freudenstadt möglich waren.
Während des Zweiten Weltkrieges blieb die Murgtalbahn im Bereich Forbach weitgehend von Schäden verschont.
Nach Kriegsende zog sich der Wiederaufbau der zerstörten Brücken und Bahnanlagen über fünf Jahre hinweg. Nach Wiederherstellung der Murgbrücken in Weisenbach und Langenbrand konnte der Verkehr im Juli 1947 zwischen Weisenbach und Forbach wieder aufgenommen werden, im November 1947 folgte der Lückenschluss zwischen Forbach und Raumünzach.
Erste Überlegungen zur Integration der Murgtalbahn in das Karlsruher Stadtbahnsystem wurden Anfang der 1990er-Jahre vorgestellt. Da die Murgtalbahn zentral in der Siedlungsachse des Murgtals verläuft, wurden ihr große Fahrgastpotentiale zugeschrieben, die vom bestehenden Eisenbahnbetrieb nur unzureichend erschlossen wurden.
Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) übernahm die Strecke im Jahr 2000 und integrierte sie in das Netz der Stadtbahn Karlsruhe. Von 2000 bis 2004 wurde die Strecke elektrifiziert und ausgebaut. Seither werden stündlich durchgehende Züge bis ins Zentrum von Karlsruhe geführt, was zu einer Vervielfachung der Fahrgastzahlen auf der zuvor von der Stilllegung bedrohten Strecke führte.
Betrieb[Bearbeiten]
Heute wird der Forbacher Bahnhof durch die Stadtbahnlinien S31 (Odenheim–Ubstadt Ort–Karlsruhe Hauptbahnhof–Rastatt–Freudenstadt) und S41 (Karlsruhe Innenstadt–Rastatt–Freudenstadt–Eutingen) bedient, wobei ein Teil der Züge auf der S31 als Eilzüge verkehrt und dadurch etwa 25 Minuten schneller ist. Zum Einsatz kommen Zweisystemstadtbahnwagen vom Typ GT8-100C/2S und GT8-100D/2S-M. Die Züge verkehren mindestens im Stundentakt, die Eilzüge im Zweistundentakt.
An Sonn- und Feiertagen in den Sommermonaten verkehrt darüber hinaus ein Regional-Express (Radexpress „Murgtäler”) von Ludwigshafen über Mannheim, Heidelberg, Bruchsal, Karlsruhe, Rastatt und Forbach nach Freudenstadt. Hierbei kommt eine Lok der DB-Baureihe 111 mit zwei modernisierten n-Wagen mit automatischen Türen und zwei konventionellen n-Wagen.
Linie | Linienverlauf | |
---|---|---|
RE | Radexpress „Murgtäler” Freudenstadt Hbf – Forbach (Schwarzw) – Gernsbach – Gaggenau – Rastatt – Karlsruhe Hbf – Bruchsal – Heidelberg Hbf – Mannheim Hbf – Ludwigshafen (Rhein) Hbf | |
S 31 | (Schopfloch (b Freudenstadt) –) Freudenstadt Hbf – Baiersbronn – Forbach (Schwarzw) – Rastatt – Muggensturm – Karlsruhe Hbf – Karlsruhe-Durlach – Bruchsal – Ubstadt Ort – Odenheim | 60-Minuten-Takt, Eilzug-Verbindungen 120-Minuten-Takt ein Zugpaar von/bis Schopfloch in der Hauptverkehrszeit |
S 41 | (Herrenberg –) Eutingen im Gäu – Freudenstadt Hbf – Baiersbronn – Forbach (Schwarzw) – Rastatt – Durmersheim – Karlsruhe Bahnhofsvorplatz – Karlsruhe Tullastraße/Verkehrsbetriebe | 30-Minuten-Takt zwischen Freudenstadt Stadt und Freudenstadt Hbf, 60-Minuten-Takt bis Freudenstadt Hbf, 120-Minuten-Takt bis Eutingen im Gäu, ein Zugpaar von/bis Herrenberg im Abendverkehr |
Tarife[Bearbeiten]
Im Zuge der Umstellung auf Stadtbahnbetrieb wurde die Murgtalbahn außerdem in die örtlichen Verkehrsverbünde integriert. Zwischen Rastatt und Kirschbaumwasen gilt der Tarif des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV), zwischen Schönmünzach und Freudenstadt derjenige der Verkehrs-Gemeinschaft Landkreis Freudenstadt (VGF). Darüber hinaus besteht ein Übergangstarif, so dass VGF-Fahrkarten über die eigentliche Verbundgrenze hinaus bereits ab und bis Forbach anerkannt werden. Aus diesem Grund wird in den Stadtbahnen nach der Ansage des Bahnhofs Forbach auch Tarifgrenze angesagt.
Auf der Gesamtstrecke gilt zudem das Regio-X-Ticket des KVV sowie die Tarife der Deutschen Bahn AG (DB) (u. a. das Baden-Württemberg-Ticket).
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- Hochspringen ↑ http://www.michaeldittrich.de/abkuerzungen/bahnseite/index.php?dir=r
- Hochspringen ↑ Abfrage der Kursbuchstrecke 710.41 bei der Deutschen Bahn.