Bügelfeuer

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Da so genannte Bügelfeuer [1] (engl. Pantograph sparks) entsteht beim Übertragen von elektrischer Energie von einer fest montierten stromführenden Fahrleitung zwischen dem Bügelstromabnehmer und dem Fahrdraht. Die blitzartige Lichtbogenbildung, bei elektrisch betriebenen Schienenfahrzeugen und auch Oberleitungsbussen, kommt in der Hauptsache bei gefrierendem Nebel und Vereisung der Oberleitung bei hoher Leistungsaufnahme zwischen dem Stromabnehmer des Fahrzeuges und der Kupfer-Fahrleitung vor.

Auch bei einer schnellen Zunahme der Oberleitungshöhe kann Bügelfeuer auftreten, wenn der Stromabnehmer die Änderung nicht schnell genug ausgleichen kann.[2]

Beim Entstehen von Lichtbögen treten an den Fußpunkten der Lichtbögen hohe Temperaturen auf, die eine Schädigung der Schleifkontakte und der Stromleitung verursachen und im schlimmsten Fall zur Überlastung und zum Reißen der Fahrleitung führt.

Entstehung[Bearbeiten]

 
Entstehung des Bügelfeuers

Bügelfeuer entsteht, wenn der elektrische Strom durch den Abstand zwischen der Oberleitung und dem Stromabnehmer zunimmt und der Strom in Form einer Bogenentladung weiterfließt wie in nebenstehender Skizze dargestellt.

Bei anliegendem Stromabnehmer, unter a. dargestellt, liegt eine homogene Stromverteilung vor, dargestellt durch rote Linien. Bei Abnehmertrennung, zum Beispiel durch Eisbildung, weiß dargestellt, kommt es zunächst zu einer Konzentration der Stromdichte am letzten Kontaktpunkt, unter b. dargestellt. Bei weiterer Öffnung der Kontaktflächen bildet sich dann der Lichtbogen zwischen der Fahrleitung und dem Stromabnehmer aus, wie unter c. dargestellt. Hier bewirkt die im magnetischen Feld der Induktivität gespeicherte Energie einen Weiterfluss des Stromes.

Siehe auch: Störlichtbogen

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]