Artur Albrecht

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Artur Albrecht (* 15. Dezember 1903 in Penzig im Kreis Görlitz; † 21. März 1952 in Waalsdorpervlakte) war als SS-Hauptsturmführer (SS-Nr. 272617) und Kriminalkommissar Leiter der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) in Tabor.

Lebensstationen[Bearbeiten]

Er besuchte die Volksschule und danach bildete er sich auf einer weiterführenden Schule drei Jahre weiter. Dann absolvierte er eine Lehre als Schlosser. In diesem Beruf war er von 1918 bis 1922 tätig. Er wechselte Anfang Februar des Jahres 1926 zur Landespolizei von Thüringen. Im Jahre 1932 gehörte er zur Kriminalpolizei in Jena an. Seit dem 1. Mai 1933 war er Mitglied in der NSDAP.

Laufbahn bei der Gestapo[Bearbeiten]

Mit Beginn des Jahres 1935 erfolgte seine Versetzung zum Geheimen Staatspolizeiamt Weimar (Gestapa Weimar). In der Zeit von August bis September 1935 besuchte er in Jena einen Lehrgang für Kommissaranwärter[1]. Am 20. April 1936 wurde er Mitglied der SS. Zum Kriminalkommissar wurde er am 1. Januar 1938 befördert.

Bis zum 15. November 1940 war bei der Gestapo Deutschbrod eingesetzt, um dann bis 30. März 1943 die Gestapo Tabor zu leiten[2]. Danach wurde er in Belgiën in Gent beim SD der SS eingesetzt. Im September 1944 leitete er die Außendienststelle in den Niederlanden in Leeuwarden. In Januar 1945 beteiligte er sich in Dokkum an der Erschießung von 20 Niederländern. Deswegen verurteilte ihn ein Sondergericht in Leeuwarden zum Tode. Seine Hinrichtung erfolgte am 21. März 1952.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Marlis Gräfe, Bernhard Post, Andreas Schneider (Hrsg.): Die Geheime Staatspolizei im NS-Gau Thüringen 1933–1945 (= Quellen zur Geschichte Thüringens. II. Halbband, Nr. 24). 5. Auflage. Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, Erfurt 2009, ISBN 978-3-931426-83-5, S. 534–535 passim (urn:nbn:de:gbv:27-20110113-105206-3 (I. Halbband als PDF; 5,2 MB) und urn:nbn:de:gbv:27-20110525-153323-9 (II. Halbband als PDF; 1,5 MB)).
  2. Leiter der Gestapo Tabor
  3. Laura van Hasselt: De laatste doodstraf. In: Geschiedenis 24. Abgerufen am 1. Mai 2014 (Niederländisch).
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