Ario Marzban

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Ario Marzban

Ario Marzban (* 12. Juli 1992 in Wien) ist ein iranisch-österreichischer Filmemacher, Kameramann und graphischer Künstler.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

In Wien geboren und aufgewachsen hat sich Ario Marzban seit seinem 12. Lebensjahr intensiv mit der Kamera und dem Medium Film beschäftigt. Er wirkte bei zahlreichen Kurzfilmen und Musikvideos mit und war Mitbegründer der 2008 entstandenen Filmfabrik, ein Projekt, welches in Zusammenarbeit mit Kulturkontakt Austria, zur Förderung von filminteressierten Jugendlichen entstand. Seit 2009 ist er Mitglied der Initiative Grüner Ring, die in Wien Kunstaktionen im Zusammenhang mit der Menschenrechtslage im Iran veranstaltet hat.

Ario Marzban dokumentierte einen Flashmob im Wiener Museumsquartier am 24. Juli 2009 [1] und ließ es über die Videoplattform Youtube veröffentlichen, um so viele Menschen wie möglich innerhalb und außerhalb Irans zu erreichen. Das Video wurde sowohl auf Youtube als auch auf anderen Plattformen mehrfach neu hochgeladen und weiter verbreitet.

Es sind in Folge auch Videos entstanden wie der Trailer It's time for Solidarity – United4Iran (welcher einen Aufruf der iranischen Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi unterstützen sollte, weltweite Proteste auszulösen) und Crime Scene Iran – sElection 2009, ein Kurzfilm, der aus mehr als 100 Handy-video-clips, gefilmt von Menschen auf den Straßen Irans, zusammengeschnitten worden ist und sowohl die Eindrücke und Ereignisse vor den Präsidentschaftswahlen, am Tag der Wahlen und nach den Wahlen zusammenfasst.

Film: „Dem Wort die Freiheit“[Bearbeiten]

Unter dem Titel Dem Wort die Freiheit arbeitete Ario Marzban zwischen 2009 und 2013 in Zusammenarbeit mit der Stadt Wien und der Hauptbücherei, an einem Dokumentarfilm zum Thema der Freiheit in der Kunst und Literatur der Gegenwart. Im Film wird von einer persischen Büchersammlung in der Wiener Hauptbücherei erzählt, dessen Initiatoren es sich zur Aufgabe gemacht haben, eine freie Sammlung der persischen Gegenwartsliteratur des 20. Jahrhunderts aufzubauen, fernab vom zensurfreudigen Regime im Iran, wo den Büchern und ihren Verfassern Verfolgung und Verbote drohen. Im Film lässt Ario Marzban zahlreiche Schriftsteller und Künstler (u.a. Parastou Forouhar, Bahman Nirumand, Shahrnush Parsipur, Hamid Sadr und Siba Shakib) immer dieselben vier Fragen zur Freiheit und Zensur beantworten und versucht damit eine neue Auseinandersetzung mit diesem Thema. Eine erste Kurzfassung des Films wurde im Dezember 2012 in der Hauptbücherei Wien im Rahmen einer Veranstaltung gezeigt. 2013 wurde schließlich der Film unter dem Titel „Dem Wort die Freiheit: Die Geburt einer Büchersammlung“ fertiggestellt.

Filmographie[Bearbeiten]

  • The Entertainer (Musikvideo, 2007)
  • Universum Schule (Kurzfilm, 2009)
  • Im Team sind wir stärker! (Animationsfilm, 2009)
  • It's time for Solidarity - United4Iran (Trailer, 2009)
  • Flashmob Vienna - Human Rights in Iran (Kurzfilm, 2009)
  • CRIME SCENE IRAN - sElection 2009 (Kurzfilm, 2009)
  • Sensation Kino (Trailer, Animation, 2009)
  • ONE YEAR. ONE COUNTRY. ONE VOICE. (Trailer, 2010)
  • pillars of memory - säulen der erinnerung (Kurzfilm, 2012)
  • „Mehr ist nicht zu viel“: Jahr der Mehrsprachigkeit (Trailer, Animationsfilm, 2013)
  • Dem Wort die Freiheit – Die Geburt einer Büchersammlung (Dokumentarfilm, 2013)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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