Anton Pfeffenhauser

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Rüstung für das Plankengestech von Anton Pfeffenhauser

Anton Pfeffenhauser auch Pepfenhauser, Peffenhauser oder Veffenhaufer (* 1525 Augsburg, † 1603 Augsburg) war einer der bekanntesten deutschen Rüstungsmacher (Plattner).

Beschreibung[Bearbeiten]

Erstmalig wird Pfeffenhauser in den Steuerdokumenten der Stadt Augsburg im Jahre 1545 erwähnt. Bereits im gleichen Jahr erwarb er seine Rechte als Meister in der Plattnerzunft. Seine erste bekanntgewordene Arbeit ist im Musterbuch des Ätzmalers Jörg Sorg festgehalten und stammt aus dem Jahre 1550. Als Beschlagmarke führte er die heraldische Figur der Pyr, die auch im Wappen von Augsburg (Stadtpyr) vertreten ist, sowie ein Dreibein. Pfeffenhauser arbeitete für mehrere europäische Fürstenhöfe, unter anderem für Christian I. von Sachsen, Kaiser Karl V. und Philip II. von Spanien. Aufgrund des Reichstages im Jahre 1551 erhielt er mehrere Aufträge aus Spanien, wobei die Auftraggeber aus dem Umfeld Kaiser Karl V. stammten. Nach dem Tode Karl V. erhielt er den Auftrag die Funeralwaffen (Funeralschild, Schwert und Funeralhelm) für dessen Beerdigungsfeierlichkeiten herzustellen. Diese können heute noch im Museum der Diözese St. Afra des Bistums Augsburg besichtigt werden.

Während seiner langen, aktiven Arbeitszeit von etwa 44 Jahren als Plattner arbeitete er für die Fürstenhäuser der Habsburger, Sachsen, Wittelsbacher, Italiener und Spanier. Er arbeitete außerdem als Kaufmann im Handel mit Waffen und Rüstungen die von anderen Plattnern und Waffenschmieden, unter anderem auch in einfacher Massenfertigung, hergestellt waren. Während seiner Schaffenszeit arbeitete er im Stil der Renaissance bis hin zu einem zurückhaltenden Spätmanierismus. Sein letztes Werk ist aus dem Jahre 1594 bekannt. Keiner seiner Nachkommen arbeitet als Plattner. aber sein Enkel Wilhelm Peffenhauser (*um 1624-†1683) und sein Urenkel Philipp (1657-1733) waren bekannte Uhrmacher[1],[2].

Viele seiner Werke sind heute in den wichtigsten Museen ausgestellt wie etwa den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, dem kunsthistorischen Museum Wien, dem Staten Island Museum(New York und dem Metropolitan Museum /New York.

Werk[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Website des Stadtarchives Augsburg, (deut., eingesehen am 22. September 2013) Namen Peffenhauser eingeben!
  2. Website Deitsche Biografie.de, Biografie Pfeffenhausers, (deutsch., eingesehen am 01. April 2014)

Literatur[Bearbeiten]

  • Lorenz ¬von Westenrieder: Beyträge zur vaterländischen Historie, Geographie, Staatistik, etc, Band 3. Lindauer, 1790, S. 87.
  • Wendelin Boeheim: Augsburger Waffenschmiede, ihre Werke und ihre Beziehungen zum kaiserlichen und zu anderen Höfen: I. Die Helmschmied - (II. Matthäus Frauenpreis Frawenbrys, Vater und Sohn), III. Anton Pfeffenhauser [1892]. 1891.
  • Encyclopedia of the Renaissance and the Reformation, Facts on File library of world history. Infobase Publishing, 2004, ISBN 978-0-8160-5451-0, S. 367.
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