Alpiner Notabstieg
Alpiner Notabstieg bezeichnet ein Verfahren, bei dem ein Hochgebirgssportler bei einer Gratwanderung vom urprünglichen Etappenziel ablässt und sich aufgrund eines Wetterumschwungs oder eines anderen Notfalls vorzeitig den Weg zu einer tiefer gelegenen Schutzhütte oder ins Tal bahnt. Gleichzeitig ist Notabstieg auch der Weg, der in beschriebenen Voraussetzungen genommen wird, selbst.
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[Verbergen]Planung einer Hochgebirgstour[Bearbeiten]
Die Alpenvereine mahnen einhellig dazu, eventuelle Notabstiege schon bei der Tourenplanung zu berücksichtigen und solche Möglichkeiten auszuloten. Es gehöre zur bergrechtlichen Sorgfaltspflicht zur Vermeidung von leichtsinnigen Fehlleistungen. Notabstiege sind in topographischen Wanderkarten eingezeichnet.
Durchführung einer Hochgebirgstour[Bearbeiten]
Notabstiege kommen zum Einsatz, wenn sich das Wetter wesentlich verschlechtert
- Nebel zieht auf und macht ein Weitergehen zu einem Risiko für einen Absturz
- Ein Gewitter braut sich zusammen: eventuelle Metall führende Seilsicherungen und Steigeisen stellen eine Lebensgefahr da.
- Ein Wettersturz macht ein Weitergehen auf der ursprünglich geplanten Tour unmöglich.
Verlauf eines Notabstiegs[Bearbeiten]
Ein Notabstieg verläuft oft auf gesicherten Steigen und beginnt in der Regel in einer Scharte. Er ist so konzipiert, dass er auch für verletzte und/oder müde Wanderer keine ernstzunehmende Gefahr darstellt und ist durchgehend befestigt. Notabstiege werden von den Gemeinden oder aber von dem örtlichen Alpenverein unterhalten und gepflegt.