Alexander Ypsilantis (1907–1994)

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Alexander III. Ypsilanti (* 6. August 1907 in Rappoltenkirchen; † 1994 in Wien) [1] war ein griechisch-österreichischer Grundbesitzer und Lebemann.

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Leben[Bearbeiten]

Alexander III. Fürst Ypsilanti (griech. Ypsilantis) wurde 1907 als Sohn von Emmanuel Fürst Ypsilanti auf Schloss Rappoltenkirchen geboren. Seine Familie entstammt altem Adel der Phanarioten; sein Vater war griechischer Botschafter am Kaiserhof in Wien.

Alexander III. maturierte am Wiener Theresianum und begann ein Studium an der RWTH Aachen, das er nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten abbrach, um nach Griechenland zurückzukehren. Aus dieser Zeit stammte seine Freundschaft mit Baron Xylander und Graf Zitzewitz, die zu den wenigen Studenten mit eigenen Autos gehörten und als „XYZ“ häufig cool die Gesellschaftsszene frequentierten.

Er nahm auf griechischer Seite als einfacher Soldat am II. Weltkrieg teil, und wurde im April 1941 von deutschen Truppen gefangengenommen. Den Rest des Krieges verbrachte er als Übersetzer in deutscher Gefangenschaft.

Nach dem Krieg lernte er seine erste Frau Avra, eine Krankenschwester, kennen. Mit ihr hatte er drei Kinder: Konstantin († 1999), Esmeralda und den Wiener Künstler und derzeitigen Fürsten Georg Ypsilanti [2]. Er arbeitete in dieser Zeit an Strassenbauprojekten auf Kreta und nahm aktiv am Athener Gesellschaftsleben teil. 1954 zog Alexander III. wieder nach Österreich. Das Schloss der Familie, 1870-74 durch Theophil Hansen auf Basis eines älteren Gebäudes neu adaptiert [3], hatte allerdings unter der Benutzung durch Gestapo und russische Truppen schwer gelitten und war unbewohnbar geworden, so dass Alexander Ypsilanti in den Wirtschaftsgebäuden wohnte.

Verschiedene Versuche, die Landwirtschaft auf den umfangreichen Gründen des Fürsten weder aufleben zu lassen, scheiterten. Stattdessen wurden die Grundstücke nach und nach verkauft, bis nur noch Schloss und Schlosspark vorhanden waren. Seit den 1970er Jahren verlegte Alexander III. seinen Lebensschwerpunkt nach Wien, wo er einige Jahre nach seiner Scheidung seine alte Freundin Miljeva Baronin Böck-Greissau (Miljeva Ypsilanti) heiratete. Da er nach dem Verkauf des Schlosses seinen Kindern ihr Erbe auszahlte, verbrachte der ehemalige „Gesellschaftslöwe“ seine letzten Jahre relativ bescheiden, zuletzt in einer Wiener Seniorenresidenz. Er starb dort im Jahre 1994.

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