Achmed Khammas

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Achmed Adolf Wolfgang Khammas (* 23. März 1952 in Berlin) ist ein deutsch-syrisch-irakischer Technologe, Journalist, Übersetzer und SF-Autor (unter dem Pseudonym Ghassan Homsi).

Tätigkeit[Bearbeiten]

In den Jahren 1977 bis 1989 arbeitete er primär in seiner zweiten Heimat Syrien, wo er in Damaskus eine Manufaktur zur Herstellung thermischer Solaranlagen aufbaute. Auf dem syrischen Teil der Golanhöhen experimentierte er mit chemiefreier Landwirtschaft und neuartigen Bewässerungssystemen. Gemeinsam mit den Ingenieuren Tahsin al-Majed und Maan Kaadan wurde geschlitztes Rotorblatt für Windkraftanlagen entwickelt und patentiert (Splitblade).

Neben seiner freien journalistischen Tätigkeit (Arabisch-Redaktion beim Berliner Sender Radio 100 sowie einer eigenen Rubrik "Die Taz berichtet in 10 Jahren"[1]) war er 1996 als Marketingleiter der Berliner HanfHaus GmbH tätig und organisierte das Hanf-Konferenz-Festival ERNTE'96.

1983 heiratete er die Islamwissenschaftlerin Konstanze Blanck-Lubarsch, aus dieser Ehe gingen zwei Töchter hervor. Mit seiner späteren Lebensgefährtin Grit Rachow hat er einen Sohn, aus einer dritten Beziehung einen weiteren Sohn.

Im März 2000 erhielt er den 2. Preis beim Gründerwettbewerb Multimedia 1999 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie für die Innovation Netradio (ein selbständiger, PC-unabhängiger Empfänger für Audiosender im Internet).

Seit November 2006 schreibt er den Datenscheich-Blog bei der Taz.[2]

2007 veröffentlichte er unter dem Titel Buch der Synergie[3] eine Website über Erneuerbare Energien, auf welcher von Lösungsvorschlägen für die Umwelt- und Energiefrage präsentiert werden. Ende 2011 hat die freie Onlinepublikation ein Volumen von rund 4.000 Buchseiten erreicht.

Heute lebt Khammas hauptsächlich in Berlin und arbeitet für öffentliche und private Auftraggeber als Übersetzer und Simultandolmetscher in Deutschland und den arabischen Ländern.

Veröffentlichungen:[Bearbeiten]

Video: Die Maschine (Berlin/Damaskus 1975)

SF-Kurzgeschichten: Der Wettbewerb (1984)[4], Die Vision (1987)[5], Träume vor dem Anbruch der Nacht (1989)[6], alle bei Heyne in der Reihe 'Internationale Science Fiction Stories' erschienen. 10 hoch 23 (1994)[7], Mohammed Superstar (2005)[8], LICHT (2009, 2. Platz im SF-Kurzgeschichtenwettbewerb des DLR 2010, mehrfach nachgedruckt)[9], Hygiene" (2010)[10], Michaela wacht (2012)[11] u.a. erschienen zumeist auf Telepolis und im Fachmagazin zenith – Zeitschrift für den Orient.

Literarische Übersetzungen, hauptsächlich von arabischen Kurzgeschichten, z.B. Das Sterben des Mohammad ben Ahmad Hinti[12] von Abdassalam Udscheili (Syrien), Seine Mutter[13] von Jussuf Idriss (Ägypten), Teig der Bäuerin[14] von Salwa Bakr (Ägypten), Listen[15], Der Mittagsschlaf[16] und Das Glas[17] von Salwa al-Naimi (Ägypten), sowie Der Pessoptimist[18], ein Theaterstück von Emile Habibi (Palästina/Israel), das im November 2004 während der 'Tage der Arabischen Welt' im Deutschen Bundestag seine Uraufführung durch den palästinensisch-israelischen Schauspieler Mohammad Bakri erlebte. Ins Arabische übersetzt und ins Netz gestellt hat Khammas ferner den NEUROCOMIC[19] von Timothy Leary.

Diverse Fachartikel in Printmedien und im Netz. Die Analyse Das fast völlige Fehlen des Elements ,Zukünftigkeit’ [20] über Science-Fiction in der arabischen Literatur (2006) wurde in mehrere andere Sprachen übersetzt, darunter auch hebräisch. Weitere Artikel sind u.a. Allahs 99 Superhelden[21] (2007) sowie Auf Pilgerfahrt ins virtuelle Mekka[22] (2008) über die muslimische Welt in Second Life.

Einzelnachweise[Bearbeiten]