AVOID

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AVOID (engl. für ‚vermeiden‘, ‚ausweichen‘) ist die Abkürzung für Airborne Volcanic Objects Detector, einen Detektor für vulkanische Partikel in der Luft.

Inhaltsverzeichnis

Hintergrund[Bearbeiten]

Die ausgedehnt verwehten Aschewolken des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull verursachten im Frühjahr 2010 großes Chaos im Flugbetrieb Europas, da zahlreiche Linienflüge sicherheitshalber große Gebiete umfliegen mussten oder erst gar nicht starten konnten.

Vulkanasche, von einem Strahltriebwerk eingesaugt, kann auf Kompressor- und Turbinenschaufeln Abrasion verursachen oder zusammenbacken und eine Unwucht hervorrufen; von den Schaufeln abgelöste Bruchstücke können Teile des Triebwerks beschädigen, was bis zu dessen Ausfall führen kann.

Optische Wahrnehmung[Bearbeiten]

Einfacher Augenschein kann gefährliche Konzentration von in Luft schwebender Vulkanasche auch bei guter Sicht nicht zuverlässig erkennen. Eine diese Gefahren minimierende Flugroute durch eine Wolke mit lokal schwankender Staubkonzentration und Teilchengrösse zu finden überfordert die menschlichen Sinne.

Entwicklung[Bearbeiten]

Die Billigfluglinie easyJet, der Flugzeugbauer Airbus und der Flugzeugtechnikbau Nicarnica Aviation arbeiten an einem Detektionssystem für Vulkanasche als Aerosol.

Für einen realitätsnahen Test wurde nun eine Tonne Asche des Eyjafjallajökull vom Institute of Earth Science in Reykjavik am Boden eingesammelt und getrocknet, von einer umgebauten Airbus-Maschine A400M in einer Höhe von 2700 bis 3300 m seitlich am Heck so ausgeblasen, dass eine Wolke von 180 – 240 m Höhe und 2,8 km Durchmesser entstand. Eine weitere Airbus-Maschine vom Typ A340-300, mit an Bord installiertem AVOID-System, konnte aus 60 km die relativ geringe Staubkonzentration detektieren und messen. Von einem weiteren Flugzeug aus, einer vergleichsweisen kleinen Diamond DA42, wurden die Messergebnisse bestätigt.

Easyjet plant Ende 2014 ein gebrauchsfertiges System zu erhalten, das es der Flugsicherung erspart großräumig Gebiete um vulkanische Wolken zu sperren, wenn im Flieger ein System solche Wolken aus 100 km Entfernung genau vermessen und die Flugroute immissionsvermeidend anpassen kann.[1]

Die Detektion erfolgt über Infrarot.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Airline testet mit künstlicher Wolke, Eine Tonne Vulkanasche aus Island, ORF.at vom 14. November 2013
  2. Sensor erkennt Aschewolken, ORF.at vom 14. November 2013 (Video)

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