ALIX

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ALIX bezeichnet eine Familie von eingebetteten Systemen des Schweizer Herstellers PC Engines mit folgenden Hauptmerkmalen:

ALIX-Systemplatine
  • weitgehende – aber nicht vollständige – Übereinstimmung mit der PC-Standardarchitektur,
  • geringe Leistungsaufnahme für das Gesamtsystem (typisch 4 bis 6 Watt laut Herstellerangabe),
  • nur eine geringe Versorgungsspannung (7 Volt bis 18 Volt).

Kernstück ist ein AMD-Geode-LX-Prozessor, von dem auch der Name Alix abgeleitet wurde. Vorgängerserie war die heute nicht mehr lieferbare WRAP-Familie (Wireless Router Application Platform), basierend auf Geode SC1100 SBC.

Produkte[Bearbeiten]

Alle Systeme haben 128 oder 256 MB DRAM, LAN-Adapter, USB und MiniPCI, I2C

  • alix1d, VGA, PS/2, audio, Award BIOS, 12 V
  • alix2d, tinyBIOS, serielle Schnittstelle für console, kein VGA/Tastatur-Controller
  • alix3d, verschiedene Konfigurationen
  • alix6d, miniPCIexpress, tinyBIOS

Üblicherweise wird ein Compactflash-Laufwerk (CF disc) als Festplattenersatz verwendet, eine Festplattenschnittstelle (IDE) ist bei einigen Systemen jedoch auch vorhanden. Eine Floppyschnittstelle fehlt den Geräten, kann aber ggf. über USB realisiert werden. Zusätzlich zum Standard-PC verfügen einige Systeme über Temperatursensoren und Watchdog-Timer.

Anwendungsgebiete[Bearbeiten]

Aufgrund der geringen Leistungsaufnahme und der Anlehnung an die PC-Standardarchitektur ergeben sich vielfältige Anwendungsgebiete im Bereich Router, Firewall, (VoIP) Telefonanalagen, KFZ, Home-control, Alarmanlagen etc, besonders wo Standard-PCs im Dauereinsatz für Steuerungs-, Überwachungs oder Vermittlungsaufgaben sind. Beispiele:

Microsoft Windows (XP home) läuft nur auf dem alix1d und dem alix3d3. Die anderen Systemtypen der Alix-Familie fokussieren auf Betriebssysteme wie Linux und DOS (z. B. Freedos).

Wenn nicht unbedingt weitgehende Kompatibilität mit dem Standard-PC erforderlich ist, kann alternativ der Einsatz eines BeagleBoards erwogen werden, welches einen ARM-basierten Prozessor verwendet und in der Leistungsaufnahme noch unter den ALIX-Systemen liegt.

Nachteile / Abgrenzung[Bearbeiten]

SATA und SCSI Schnittstellen gehören derzeit nicht zum Standard-Lieferumfang, was den Einsatz für kompakte Plattenserver (z. B. NAS) einschränkt. Keine Eignung für sehr hohe Rechenleistungen, Multimedia und speicherintensive Anwendungen. Compactflash als nicht-flüchtiger Speicher haben nur eine begrenzte Anzahl von Schreibzugriffen – da in den ALIX-Boards primär auf Compactflash-Laufwerke als Festplattenersatz zurückgegriffen wird, sollte für den Dauereinsatz nur sehr zurückhaltend geschrieben oder eine teurere SSD-CF verwendet werden.

Linux-Systeme und -Bootlader (z. B. GRUB) unterstützen generell eine serielle Schnittstelle als Konsole (Tastatur/VGA-Ersatz), müssen dafür aber extra konfiguriert werden.

Weblinks[Bearbeiten]

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