3D-Pop Art

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3D-Pop-Art wurzelt in der Pop Art, unterscheidet sich von dieser aber sehr deutlich sowohl hinsichtlich der verwendeten Technik als auch bezüglich der künstlerischen Intention. Als Wegbereiter der 3D-Pop-Art gelten James Rizzi und Charles Fazzino.

Ziel dieser Künstler war es "Gute-Laune-Kunst"[1][2] zu machen. James Rizzi brachte diesen Gedanken häufig mit „Enjoy!“ auf den Punkt.[3] Charles Fazzino möchte die Menschen mit seiner Kunst zum Lächeln bringen.[4]

Historische Entwicklung der 3D-Pop-Art[Bearbeiten]

Die ersten 3D-Pop-Art-Konstruktionen schuf James Rizzi in den späten 1970er Jahren. Der fünf Jahre jüngere Charles Fazzino begann damit in den 1980er Jahren. Heute machen immer mehr Künstler 3D-Pop-Art, wie beispielsweise Rob Eric, John Suchy oder auch Michael Müller[5].

Wobei Michael Müller[6] sich nicht nur darauf beschränkt mehrdimensionale Bilder zu schaffen. Darüber hinaus kreiert er auch Bilder, in denen er zusätzlich kleine Figuren platziert. Diese Weiterentwicklung der 3D-Pop-Art nennt er "microWelten". Ähnliche kleine Welten kreieren beispielsweise auch Volker Kühn[7], Ingo Maria Sternberg[8] und David Kracov[9].

Eine weitere Entwicklung zeigt sich im Werk von Alan Derrick. Er fertigt seine 3D-Pop Art mit Metall und nennt sie deshalb 3D Metal Pop Art.[10] Aber auch Charles Fazzino hat seit 2012 das Metall für sich entdeckt und konstruiert seitdem einige seiner 3D's auf Aluminium.[11]

Es darf davon ausgegangen werden, dass sich die 3D-Pop-Art auch in Zukunft stetig weiterentwickeln wird. Denn der technische Fortschritt eröffnet den 3D-Künstlern immer neue Möglichkeiten, so dass die 3D-Pop-Art zunehmend facettenreicher wird. Beispielsweise ist es heute mittels 3D-Druckern sogar möglich seinen eigenen Klon in die künstlichen, kleinen Welten einzubauen.[12]

3D-Pop-Art in Deutschland[Bearbeiten]

James Rizzi hat die 3D-Pop-Art in Deutschland populär gemacht. Mit Projekten wie der Gestaltung einer Brockhaus-Reihe, eines Hauses anlässlich der Expo 2000, einer Straßenbahn in Weinsberg oder auch einer Briefmarken-Serie im Auftrag des Bundesfinanzministeriums wurde die 3D-Pop-Art in Deutschland einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Seitdem findet sie zunehmend Beachtung, so dass in Duisburg bereits die erste Schule nach James Rizzi benannt wurde.[13]

Ausstellungen in Deutschland (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 2011: Volker Kühn, Tendence 2011, Messe Frankfurt am Main
  • 2012: James Rizzi, sein Leben, seine Werke Internationale Kunstakademie Heimbach / Eifel auf Burg Hengebach
  • 2013: Michael Müller Kunst im Hof 2013
  • 2014: Charles Fazzino Internationale Kunstakademie Heimbach / Eifel auf Burg Hengebach [14]

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Gerrit Henry: James Rizzi: 3-D Constructions. John Szoke Graphics, 1988, ISBN 978-0936598024
  • Julie Maner, Charles Fazzino: Charles Fazzino, the master of 3-D pop art. Te Neues Verlag, Kempen 1999, ISBN 3-8238-5441-0
  • Julie Maner, Charles Fazzino: Charles Fazzino, the master of 3-D pop art. Te Neues Verlag, Kempen 2000, ISBN 978-3823854425
  • Richard Spilsbury: Pop Art. Raintree, 2008, ISBN 978-0431933269

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rizzis Gute-Laune-Kunst
  2. Charles Fazzino mit 3D-Pop-Art in Hamburg
  3. James Rizzi - Enjoy - Ausstellung - Düsseldorf - 2008
  4. PM
  5. microWelten
  6. Ein weiterer Vertreter dieser Stilrichtung ist Michael Müller. Geboren 1972 in Neuss, hat die Stadt immer wieder großen Einfluß auf seine Werke und ist oft Thema seiner Bilder. Die Häuser, St. Quirinus, der Marktplatz, die Menschen darin und das Alltagsleben im Allgemeinen sind Inhalte seiner Kunst, die Michael Müller in fröhlich-farbigen Motiven festhält. Denn: Die Kunst soll ein Lächeln auf das Gesicht zaubern!
  7. Volker Kühn
  8. Ingo Maria Sternberg
  9. David Kracov
  10. 3D Metal Pop Art by Alan Derrick
  11. Illusions of NYC on Aluminum
  12. So erschaffen Sie den eigenen Klon im Mini Format
  13. James-Rizzi-Schule
  14. Charles Fazzinos Pop-Art lockt ab dem 27. April nach Heimbach
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