Jessica d’Avigdor
Jessica d’Avigdor (* 13. Februar 1979 in Hessen) ist eine deutsche Videokünstlerin und Digitalkünstlerin und Sängerin der griechisch-deutschen Independent Rock Band Grankulla Mushroom.[1] Neben Multimedia-Installationen und Video-Performances gehören zu ihren Arbeiten auch Computerkunst und digitale Fotomontagen.
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[Verbergen]Leben[Bearbeiten]
D’Avigdor studierte von 1998 bis 2003 Kunsterziehung mit Schwerpunkt Kunstdidaktik und Pädagogische Kunsttherapie und Englisch an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Von 2001 bis 2005 war sie Autorin eines E-Learning Projektes der Universität Gießen und des Goethe-Institut.[2] Von 2006 bis 2008 studierte sie Digitale Kunst an der Universität der Künste London.[3] Später leitete sie Fortbildungen zu Multimedia-Anwendungen in pädagogischen Kontexten und war vorübergehend als freiberufliche Webdesignerin und Computergrafikerin tätig.
Werk[Bearbeiten]
Im Mittelpunkt von Jessica d'Avigdors Werk steht das Erforschen der krisenhaften Erfahrung von Selbst und Identität in einer durch Virtualisierung bestimmten Welt, die durch zunehmende Entfremdung, Derealisation und Entkörperlichung geprägt ist.[4]. In ihren Video-Performances, die in Echtzeit ohne Filmteam realisiert werden, transformiert sie diese Entfremdungsszenarien in einer ritualhaft anmutenden Form, die an neo-schamanische Heilweisen erinnert. Als roter Faden zieht sich durch ihr Werk die konsequente und ausschließliche Inszenierung der eigenen Person in der Rolle verschiedener Identitäten. Dieses Konzept wird in ihrem Multimedia-Projekt id_zome zugespitzt, das ein virtuelles Rhizom als Irrgarten von Selbstbildern (Videos, Fotos und Fotomontagen) präsentiert, in dem sich der Betrachter zu verirren droht.
Festival-Teilnahmen[Bearbeiten]
- 2008: Sharp Shorts 08 Film Festival (Video "Question to the digital"), London
- 2008: Art Video Festival (Video "Question to the digital"), Örebro (Schweden)[5]
- 2008: Funky Monkey Film Festival (Video "USA_AVATAR"), London
- 2008: Technopolis Festival (Videos "Taking a Walk", "USA Avatar"), Athen
- 2009: Directors Lounge Berlin (Video "Die Furcht des Koenigs"), Berlin[6]
- 2010: Taos Shortz Film Fest (Video "Turalu"), Taos[7]
Ausstellungen[Bearbeiten]
- 2008: Beteiligung an der Ausstellung Summer Show 2008 mit der Multimedia-Installation id_zome, Camberwell Gallery, London
- 2008: Beteiligung an der Ausstellung Identity Show mit dem Projekt Taking a Walk, Wilson Gallery, London
- 2010: Gallery ART CARGO, "Art meets Media", Athen
- 2012: Gallery ART CARGO and FIX Hellas, Athens, Griechenland (Video: "KURAMASU")
- 2015: Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf (Film "Agnes Martin im Gespräch mit Leon d'Avigdor"; camera and conceptual cooperation)
Preise[Bearbeiten]
- Finalist London International Creative Competition (Video "Question to the digital") , London, 2008[8]
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- Hochspringen ↑ Grankulla Mushroom auf MySpace
- Hochspringen ↑ Ehemalige Mitarbeiter des Goethe-Instituts
- Hochspringen ↑ Camberwell Coll DigArts
- Hochspringen ↑ Interview mit der Künstlerin auf Sprayblog
- Hochspringen ↑ "Question to the digital" auf artvideoscreening.se
- Hochspringen ↑ "Die Furcht des Koenigs" im directorsloungeblog
- Hochspringen ↑ Taos Shortz Film Fest
- Hochspringen ↑ LICC Winners 2008
Personendaten | |
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NAME | d’Avigdor, Jessica |
KURZBESCHREIBUNG | deutsche Videokünstlerin |
GEBURTSDATUM | 13. Februar 1979 |
GEBURTSORT | Hessen |