Z-punkt

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Z-Punkt (handelsrechtlich: Z_punkt GmbH) ist eine Unternehmens- und Strategieberatung, die auf „Corporate Foresight“, das heißt die Anwendung von Methoden der Trend- und Zukunftsforschung in der Unternehmenspraxis, spezialisiert ist.[1]

Unternehmensprofil[Bearbeiten]

Z-Punkt wurde 1997 von Klaus Burmeister und Karlheinz Steinmüller als GmbH in Essen gegründet.[2] Seit 2008 hat das Unternehmen seinen Sitz in Köln und wird heute von Klaus Burmeister, Cornelia Daheim, Andreas Neef und Holger Glockner geleitet.[3][2] Z-Punkt ist oder war zum Beispiel in den Branchen Energiewirtschaft, Automobilindustrie, chemische Industrie, Telekommunikation und Informationstechnologie sowie Handel, Logistik und Infrastruktur tätig. Zu den Kunden des Unternehmens zählen bedeutende deutsche Großkonzerne.[4] Seit 2003 leitet das Unternehmen den deutschen Teil des Millennium Project.[5] Z-Punkt ist Partner der FU Berlin im Rahmen des Master-Studiengangs Zukunftsforschung.[6]

Forschungsaktivitäten[Bearbeiten]

Für öffentliche Auftraggeber:

  • Von 2002 bis 2004 übernahm Z-Punkt gemeinsam mit dem Ars Electronica Center die wissenschaftliche Betreuung des Szenarioprozesses „Linz 21“ im Auftrag der Stadt Linz.[7]
  • Von 2007 bis 2008 führte Z-Punkt, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das Projekt "Corporate Foresight im Mittelstand" durch, das erstmals die Zukunftsforschungsaktivitäten von mittelständischen Unternehmen in Deutschland untersuchte.[8][9] In einem ebenfalls vom BMBF geförderten Folgeprojekt entwickelte Z-Punkt eine Online-Plattform.[10]
  • Von 2007 bis 2008 war Z-Punkt an der Durchführung des vom BMBF geförderten Projektes "Zukünfte und Visionen Wald 2100" beteiligt und verantwortlich für die Durchführung eines Szenarioprozesses.[11]
  • Im Jahr 2009 entwickelte Z-Punkt in Zusammenarbeit mit der TU Berlin Szenarien zur Verbreitung der Elektromobilität im Raum Berlin im Jahr 2025.[12][13]
  • Für die UK Commission for Employment and Skills führte Z-Punkt 2013 die Studie “The Future of Work: Jobs and Skills in 2030” durch.[14]

Für Unternehmen, Stiftungen und Verbände:

  • Für die Deutsche Post DHL entwickelte Z-Punkt von 2012 bis 2014 in zwei Studien Szenarien zur Zukunft von Logistik und Handel.[15] Laut einem Bericht des Handelsblattes zeichnet die Studie "Logistik 2050" ein optimistisches Bild für die langfristige wirtschaftliche Entwicklung des Logistik-Sektors.[16] Bei der Studie "Global E-Tailing 2025" handelt es sich einem Bericht der Absatzwirtschaft zufolge um die "erste weltweit angelegte Szenario-Studie zum internationalen Online-Handel und seinen Implikationen für die Logistikbranche".[17]
  • In Kooperation mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie führte Z-Punkt im Jahr 2011 die Szenariostudie "Deutschland 2030: Perspektiven der Wertschöpfung" durch.[18] Dem Handelsblatt zufolge äußerte sich die Studie unter anderem skeptisch in Bezug auf die wirtschaftlichen Potenziale der Dezentralisierung der Energieversorgung. Das Handelsblatt kommentierte, "so quer" habe "außerhalb des BDI-Teams unter Siemens-Manager Achatz beim Atomausstieg bisher kaum jemand in der deutschen Industrie gedacht."[19]
  • Gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung führte Z-Punkt 2011 eine weltweite Umfrage zur Globalisierung durch.[20]
  • Gemeinsam mit der Bayer AG entwickelte Z-Punkt ein Werkzeug zur Analyse von Produkten und Produktgruppen im Hinblick auf ihre Nachhaltigkeit, das 2009 vorgestellt wurde. Der "Bayer Sustainability Check" wurde im Hinblick auf seine Methodik vom Wuppertal Institut zertifiziert.[21][22][23]

Aus Eigenmitteln:

  • 2001 führte Z-Punkt die erste empirische Studie zur Verbreitung von Zukunftsforschungsaktivitäten in deutschen Großunternehmen durch.[24]
  • 2005/2006 war Z-Punkt Kooperationspartner bei der Durchführung einer empirischen Studie zu Zukunftsforschungsaktivitäten in europäischen Großunternehmen.[25]
  • 2014 veröffentlichte das Unternehmen die Studie "Connected Reality", die sich mit der Zukunft der Digitalisierung beschäftigt. Einem Bericht des Magazins Der Spiegel zufolge vertrat die Studie die These, aufgrund der digitalen Wirtschaft müssten sich viele Unternehmen der herstellenden Industrie im Zuge der Digitalisierung zu Dienstleistungsunternehmen weiterentwickeln.[26]

Buchpublikationen[Bearbeiten]

  • Klaus Burmeister, Andreas Neef, Bernhard Albert, Holger Glockner: Zukunftsforschung und Unternehmen. Praxis, Methoden, Perspektiven. Z_dossier 02, Z_punkt GmbH, Essen 2002. ISBN 3935740026
  • Klaus Burmeister, Andreas Neef, Bert Beyers: Corporate Foresight. Murmann Verlag, 2005. ISBN 3938017074
  • Klaus Burmeister, Andreas Neef, Kai Jannek: In The Long Run. Corporate Foresight und Langfristdenken in Unternehmen und Gesellschaft, Ökom Verlag, 2005. ISBN 3936581894
  • Andreas Neef, Klaus Burmeister, Stefan Krempl: Vom Personal Computer zum Personal Fabricator, Murmann Verlag, 2006. ISBN 3938017392
  • Klaus Burmeister, Holger Glockner: Handbuch Zukunft 2010, Focus Magazin Verlag, 2010. ISBN 3981088751

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Z_punkt GmbH. Abgerufen am 17. Juli 2014.
  2. 2,0 2,1 Unternehmensprofil. Abgerufen am 17. Juli 2014.
  3. Newsletter 03/2008. Abgerufen am 17. Juli 2014.
  4. Jürgen Salz: Zukunft der Industrie: Neue Kerndisziplin der Konzernführung. In: Wirtschaftswoche 21/2014.
  5. The Millennium Project: German Node. Abgerufen am 18. Juli 2014.
  6. Partner Masterstudiengang Zukunftsforschung, Freie Universität Berlin. Abgerufen am 17. Juli 2014.
  7. Karlheinz Steinmüller und Beate Schulz-Montag: Linz 21. European Foresight Monitoring Brief No. 85
  8. Kai Jannek: Corporate Foresight in Small and Medium-Sized Enterprises. European Foresight Monitoring Brief No. 101.
  9. Reinhold Popp und Elmar Schüll: Zukunftsforschung und Zukunftsgestaltung: Beiträge aus Wissenschaft und Praxis, Springer Verlag 2009, S. 281f.
  10. Zukunft im Mittelstand
  11. Waldzukünfte
  12. Ahrendt et al: E-Mobility 2025. TU Berlin 2010 (online).
  13. Jochen Clemens: Drei Zukunfts-Szenarien für E-Mobility in Berlin. In: Die Welt, 08.11.2010 (online)
  14. Störmer et al: The Future of Work: Jobs and Skills in 2030. Herausgegeben von der UK Commission for Employment and Skills. 2014 (online)
  15. Deutsche Post DHL (Hrsg.): Delivering Tomorrow. Logistik 2050. Eine Szenariostudie, 2012 (online), Deutsche Post DHL (Hrsg.): Global E-Tailing 2025, 2014 (online)
  16. Chris Löwer und Christoph Schlautmann: Fünf Szenarien für die Zukunft der Logistik. In: Handelsblatt, 29.02.2012 (online)
  17. Absatzwirtschaft: Zukunftsszenarien: Onlinehandel nimmt weltweit deutlich zu (online)
  18. Bundesverband der Deutschen Industrie/Z_punkt The Foresight Company (Hrsg.): Deutschland 2030. Perspektiven der Wertschöpfung. (online)
  19. Reinhold Böhmer: Industrievertreter fordern mehr Staatseinfluss. In: Handelsblatt, 11. Januar 2012 (online)
  20. Arpe et al: Die ökonomischen Risiken der Globalisierung. Ergebnisse einer Experten- und einer Bürgerbefragung. Global Choices 1/2012. Herausgegeben von der Bertelsmann-Stiftung. (online)
  21. Bayer AG: Sustainable Development Report 2009, S. 23 (online).
  22. econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der deutschen Wirtschaft e.V. (Hrsg.): Herausforderung Ressourceneffizienz. Meinungen, Beispiele, Management-Instrumente, 2012 (online)
  23. Jürgen Weber et al: Nachhaltigkeit und Controlling. Wiley-Verlag 2012, S. 47ff. (online)
  24. Vgl. Jan Oliver Schwarz: Assessing the future of futures studies in management, in: Futures, Volume 40, April 2008, Seite 237-246
  25. Vgl. Adrian Müller: Strategic Foresight. Prozesse strategischer Trend- und Zukunftsforschung in Unternehmen, Dissertation, Universität Gallen 2008, Seite 91
  26. Armin Mahler, Thomas Schulz: Software frisst die Welt. In: Der Spiegel. Nr. 15, 2014, S. 78–86 (online7. April 2014).
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