WizCom Technologies

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Wizcomtech Ltd.
Rechtsform Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Pflichtparameter fehlt
ISIN IL0010830706
Gründung 1995
Sitz Westford, Massachusetts
Branche Scantranslatoren
Website www.wizcomtech.com
Stand: Mai 2019 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2019

Wizcom Technologies Inc. mit Sitz in Westford (USA) ist derzeit der nach Umsatz weltweit größte Hersteller von Scantranslatoren. Die Produtke sind mit einem Scanner im Stiftkopf ausgestattet, der Texte von Papier einliest. Diese werden dann Wort für Wort im Display des Scanstiftes übersetzt.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Unternehmen wurde 1995 in Jerusalem gegründet. Seit 1999 wird die Aktie in Frankfurt am Neuen Markt gehandelt. Sie gehört beispielhaft zu den Investitionen, die mit dem Platzen der Dotcom-Blase, also dem steilen Abschwung an den Börsen Anfang des neuen Jahrtausends, eklatant an Wert verloren. Hatte die Aktie von Wizcom Technologies im Verlauf des Jahres 1999 noch bei 19,20 Euro (Höchstwert, umgerechnet in Euro) notiert, so war sie zwei Jahre später nur noch knapp über 23 Cent wert. Seitdem ist die Notierung immer unter einem Euro geblieben.

Obwohl die entscheidenden Aktivitäten bis heute in Israel unternommen werden, hat die Firma ihren Sitz in die USA verlegt, um sich Expansionschancen in arabischen und moslemischen Ländern offen zu halten.

Nach Jahren des Verlustes gelang es Wizcom 2005 unter seinem Vorstandsvorsitzendem Rami Ish-Hurvitz erstmals, schwarze Zahlen zu schreiben.

Geschäftszahlen[Bearbeiten]

Der Umsatz sank im Kalenderjahr 2009 um 21,7 % auf 5,6 (2008: 7,15) Mio. US-Dollar. Die Rohertragsmarge belief sich auf 28 % gegenüber 38 % im Vorjahreszeitraum. Und das Betriebsergebnis erreichte einen Wert von minus 2,421 Mio. US-Dollar gegenüber einem Wert von minus 1,808 Mio. US-Dollar in 2008.[1]

Produkte[Bearbeiten]

Superpen[Bearbeiten]

Wizcoms erfolgreichstes Produkt in Deutschland ist der sogenannte Superpen. Dieser Translator (Übersetzer) ist ab Werk mit Wörterbüchern für die Übersetzung vom Englischen ins Deutsche und zurück ausgestattet. Von einer mitgelieferten CD können über 40 weitere Wörterbücher via USB-Anschluss auf den Superpen übertragen werden, darunter sowohl europäische Sprachen wie Französisch, Spanisch, Portugiesisch und Italienisch als auch Sprachen mit fremden Schriftzeichen wie Arabisch, Chinesisch, Hebräisch und Russisch. Viele davon werden jedoch nicht ins Deutsche, sondern lediglich ins Englische übertragen. Außerdem können mit dem Superpen Texte ohne Übersetzung gescannt werden. Mit Hilfe der Spracherkennung lässt sich eine direkte Übertragung in andere Textverarbeitungsprogramme (z. B. Word, OpenOffice.org) realisieren.

Quicktionary II Expert[Bearbeiten]

Bereits seit einigen Jahren verkauft Wizcom auf dem deutschen Markt ein für dessen Bedürfnisse genauer zugeschnittenes Produkt, das Quicktionary II Expert. Im Gegensatz zum Superpen gibt es bei diesem Gerät keine Möglichkeit, weitere Wörterbücher vom Computer aus zu installieren oder gescannte Texte in Textverarbeitungsprogramme zu übertragen. Übersetzt werden nur die Sprachen Englisch, Französisch und Spanisch, jeweils sowohl aus dem Deutschen als auch ins Deutsche.

Quicktionary 3 Lite[Bearbeiten]

Diese dritte Generation der Wizcom-Scantranslator soll Ende 2007 auf den deutschen Markt kommen. Gegenüber den Vorgängern kann dieser Übersetzer durch einen Touchscreen bedient werden, was das Buchstabieren nicht scannbarer Texte erheblich vereinfachen soll.

Infoscan[Bearbeiten]

Dieser ReadingPen (Lesestift) dient ausschließlich dem Scannen von Texten und der Übertragung in Software für Textverarbeitung. Er hat keine Übersetzungsfunktion und liegt preislich deutlich unter Superpen und Quicktionary II Expert.

ReadingPen[Bearbeiten]

Der ReadingPen von Wizcom wird auf dem deutschen Markt derzeit nicht mehr vertrieben. Konzipiert als Lesehilfe für Legastheniker, Sehbehinderte, Aphasiker und Analphabeten kann dieser Stift eingescannte Texte vorlesen und ist zudem mit den Worterklärungen des „Deutschen Universalwörterbuch“ aus dem Duden Verlag bestückt. Obwohl die Vorlesehilfe von der Kultusministerkonferenz offiziell als erlaubtes Hilfsmittel in Prüfungen anerkannt wurde, hat der deutsche Alleinvertreiber den Verkauf aufgegeben. Als Grund für das Scheitern auf dem deutschen Markt gilt der hohe Verkaufspreis. Wizcom hatte einen Listenpreis von 249 Euro angestrebt.

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

Info Sign.svg Dieser Wikipedia-Artikel wurde, gemäß GFDL, CC-by-sa mit der kompletten History importiert.