Wilhelm Pfannkuch (Bürgermeister)

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Wilhelm Pfannkuch (* 24. Dezember 1881 in Heiligenrode; † nach 1950 in Heiligenrode) war ein deutscher SPD–Politiker und politischer Gefangener der Nationalsozialisten. In den Zeiträumen 1919 bis 1933, sowie von 1945 bis 1946 war er Bürgermeister der Gemeinde Heiligenrode bei Kassel.

Leben[Bearbeiten]

Wilhelm Pfannkuch wurde am 24. Dezember 1881 in der Gemeinde Heiligenrode, nahe der Stadt Kassel geboren. Im Jahr 1919 wurde er als Mitglied der SPD, Bürgermeister der Gemeinde Heiligenrode. Im März des Jahres 1933 wurde er jedoch durch die Nationalsozialisten abgesetzt. Als Grund dafür wurden politische Gründe genannt. Seit dem 14. Juni 1933 befand er sich deshalb in Schutzhaft, welche er zunächst im Polizeigefängnis Kassel verbrachte. Im Zeitraum 29. Juni 1933 bis zum 3. Oktober 1933 wurde er schließlich im KZ Breitenau inhaftiert. Einige Zeit später wurde er jedoch wieder freigelassen. Am 22. August 1944 folgte eine erneute Festnahme im Rahmen der „Aktion Gitter“, sodass er bis zum 5. Oktober 1944 im KZ Sachsenhause inhaftiert war.

Nach 1945 lebte er wieder in der Gemeinde Heiligenrode und wurde erneut zum Bürgermeister gewählt. Diesmal führte er jedoch im Zeitraum 1945 bis 1946 nur eine sehr kurze Amtszeit.[1]

Quelle[Bearbeiten]

  • Dietfrid Krause-Vilmar: Die Schutzhaftgefangenen des Konzentrationslagers Breitenau 1933/1934. In: Das Konzentrationslager Breitenau: ein staatliches Schutzhaftlager 1933/34 (= Nationalsozialismus in Nordhessen. Band 18). Schüren, Marburg 1998, ISBN 3-89472-158-8, S. 227–284 (318 S., uni-kassel.de [PDF]).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bürgermeister Heiligenrode. Abgerufen am 13. Februar 2021.
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