Wilhelm Nobelmann

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Wilhelm Nobelmannn (* 27. Oktober 1896 in Torgelow in Pommern) war als Kriminalobersekretär Angehöriger der Geheimen Staatspolizei (Gestapo).

Dienstpositionen[Bearbeiten]

Er war im Reichssicherheitshauptamt (RSHA) als Untersuchungsführer im Referat IV C 4 für Angelegenheiten der NSDAP und ihrer Gliederungen sowie der Sonderfälle tätig. Seit dem 22. Juli 1944 wurde er im Referat IV A 5 in der Fachabteilung für Sonderfälle eingesetzt.

Am 19. November 1945 wurde er in Berlin verhaftet. Das Sowjetische Militär-Tribunal (SMT) der Garnison Berlin verurteilte ihn am 19. Dezember 1945 zum Tode. Das Urteil wurde mit Kriegsverbrechen und der Tätigkeit in der Abteilung IV A 5 im RSHA begründet. Das Urteil wurde am 31. Januar 1946 in Berlin vollstreckt.

Am 1. Oktober 2002 wurde er durch die Russische Hauptmilitärstaatsanwaltschaft (GWP)[1] rehabilitiert.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. GWP steht für „Glawnaja Wojennaja Prokuratura“, was allgemein eine Instanz im russischen Militärrecht bezeichent, die ermächtigt ist, Rehabilitierungen auszusprechen
  2. Klaus-Dieter Müller, Thomas Schaarschmidt, Mike Schmeitzner, Andreas Weigelt (Hrsg.): Todesurteile sowjetischer Militärtribunale gegen Deutsche (1944–1947): Eine historisch-biographische Studie (= Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung [Hrsg.]: Schriften des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung. Band 56). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2015, ISBN 978-3-525-36968-5, S. 226, doi:10.13109/9783666369681 (487 S.).
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