Wilhelm Fischer (SA-Führer)

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Johann Friedrich Wilhelm Fischer (* 9. Februar 1901 in Zehlendorf b. Berlin) war ein deutscher Parteifunktionär und SA-Führer, zuletzt im Rang eines Brigadeführers.

Leben[Bearbeiten]

Fischer war der Sohn des Zimmerpoliers Wilhelm Fischer (1876–1926) und seiner Ehefrau Marie, geborene Kauerauf.

Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte Fischer im Feinmechanikmaschinenbau eine Lehre. Ergänzend dazu wurde er an verschiedenen Fortbildungs- und Fachschulen unterrichtet. Vom 18. bis 20. Lebensjahr besuchte er schließlich die Städtische Maschinenbauschule in Berlin, die er mit der Reifeprüfung verließ.

1921 wurde Fischer von einer Lokomotivbaugesellschaft in Drewitz in der Abteilung Betriebskalkulation eingestellt. Danach war er für längere Zeit Betriebsingenieur bei einem Industriewerk für Abwasserklärung, bevor er von 1928 bis 1930 in einer Firma für Trockenanlagen arbeitete. Als diese Konkurs anmelden musste, wurde Fischer arbeitslos.

In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg begann Fischer sich in Kreisen der extremen politischen Rechten zu betätigen. Er wurde Mitglied im Verband nationalgesinnter Soldaten und im Sportklub Olympia, bis diese verboten wurden. Von 1923 bis 1924 gehörte er der Stammformation Stammheim-Haneberg der Schwarzen Reichswehr an.

Nachdem Fischer von 1926 bis 1929 der Stahlhelm-Gruppe Reinhard angehört hatte, schloss er sich mit Eintrittsdatum vom 1. Oktober 1929 der NSDAP an (Mitgliedsnummer 153.754). In dieser übernahm er zunächst von März bis Oktober Aufgaben als Zellenoberleiter der Ortsgruppe Zehlendorf, bevor er den Schwerpunkt seiner Betätigung auf die Sturmabteilung (SA) verlegte. In der SA gehörte Fischer zunächst dem Sturm 3/2 in Steglitz an.

Im Mai 1931 wurde Fischer zum SA-Sturmführer befördert. Nachdem der Steglitzer SA-Sturm nach erheblicher Vergrößerung Sturmbannstärke erreichte, wurde er mit Wirkung vom 1. Januar 1932 zum selbständigen Sturmbann 17 aufgewertet, dessen Führung Fischer unter Beförderung in den Rang eines Sturmbannführers übernahm.

Wenige Monate nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten im Frühjahr 1933 wurde der Sturmbann 17 am 6. August 1933 zur SA-Standarte 17 aufgewertet, wobei Fischer von der Gründung der neuen Standarte bis zum Sommer 1934 ihr Führer war. Danach fungierte er bis zum 31. Oktober 1938 als Führer der SA-Standarte 7.

In der Zeit vom 1. Oktober 1938 bis 31. August 1939 amtierte Fischer als Personalreferent der SA-Gruppe Berlin-Brandenburg, um zu Beginn des Zweiten Weltkriegs mit der Leitung der SA-Gruppenschule beauftragt zu werden, zu deren Führer er offiziell am 1. April 1940 ernannt wurde („Führerbefehl 75“). Die Leitung der Führerschule behielt er bis zum 31. Mai 1943 bei.

Zum 1. Juni 1943 wurde Fischer zum kommissarischen Führer der SA-Brigade 7 (Köslin) bestellt. Zum 1. Januar 1944 übernahm er dann die SA-Brigade 29 in Berlin. Die Ernennung zum ständigen Führer der Brigade erfolgte mit Wirkung vom 1. Februar 1944. In dieser Eigenschaft erhielt Fischer am 20. April 1944 gemäß „Führerbefehl Nr. 85“ die Beförderung zum Brigadeführer.

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Fischer am 15. Januar 1945 mit der kommissarischen Führung der Brigade 9 beauftragt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Verordnungsblatt der Obersten SA-Führung

Beförderungen[Bearbeiten]

  • 20. April 1944: SA-Brigadeführer

Archivalien[Bearbeiten]

  • Bundesarchiv Berlin: SA 4000, Film 144 "Fischer, Richard bis Fitz, Ewald"


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