Werner Kuhn (Offizier)

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Werner Kuhn (* 16. Mai 1913 in Truchsen, Kreis Rößel, Ostpreußen; † 16. März 1992 in München) war ein deutscher Generalstabsoffizier.

Leben[Bearbeiten]

Als Sohn eines Gutsbesitzers besuchte Kuhn das Gymnasium in Rößel. Nach dem Abitur immatrikulierte er sich an der Albertus-Universität Königsberg für Rechtswissenschaft. Im Sommersemester 1931 wurde er im Corps Masovia aktiv.[1] Nach drei Aktivensemestern und zehn Mensuren wurde er inaktiviert. Da er von jeher Soldat werden wollte, bewarb er sich (erfolgreich) bei der kleinen und entsprechend anspruchsvollen Reichswehr. Beim Artillerie-Regiment 1 in Insterburg wurde er 1934 Leutnant. 1935 vom Heer (Wehrmacht) übernommen, war er im Zweiten Weltkrieg ab 1. Januar 1944 Oberstleutnant i. G. im Artillerie-Regiment 21.[2] Im Kurland-Kessel geriet er in russische Kriegsgefangenschaft. Aus dem Gulag in Borowitschi wurde er erst nach 10 Jahren mit Konrad Adenauers „Heimkehr der Zehntausend“ entlassen. Nach kurzer Zeit im Evangelischen Erholungsheim in Freudenstadt fand er zurück ins bürgerliche Leben. Vorübergehend in Berlin, wurde er von der Allianz SE in München angestellt. 1967 kam er zur Filiale in Stuttgart, die er zuletzt als Prokurist leitete.[3] Nach der Pensionierung zog er mit seiner Frau Ingeborg geb. Küssner wieder nach München. Von ihr als Pflegefall betreut, starb er im 79. Lebensjahr.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kösener Corpslisten 1996, 98, 1167
  2. AR 21 (Panzer-Archiv.de)
  3. Müller-Dieckert III: Werner Kuhn. Corpszeitung der Altmärker-Masuren 91 (1994), S. 177–179
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