Viktor Frankl Zentrum Wien

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Das Viktor Frankl Zentrum Wien − Zentrum für Sinn- und Existenzfragen ist eine gemeinnützige Bildungseinrichtung zur Vermittlung der sinnorientierten Lehre des Wiener Arztes und Philosophen Viktor E. Frankl. Mittels Aktivitäten wie Ausstellungen, Vortragsreihen, SchülerInnen- & Erwachsenen-Workshops und Seminaren wird die Logotherapie und Existenzanalyse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht.

Das Zentrum hat seinen Sitz in der Mariannengasse 1 im 9. Wiener Gemeindebezirk (Alsergrund), direkt neben jener Wohnung, in der Frankl über 50 Jahre lebte und arbeitete.[1] Im Frühjahr 2015 wird dort das Viktor Frankl Museum eröffnet[2].

Inhaltsverzeichnis

Geschichte[Bearbeiten]

Seit Dezember 2000 fanden regelmäßig Vorträge und Erfahrungsaustausch im Rahmen des „Wiener Logotherapeutenkreises“ unter der Schirmherrschaft von Elisabeth Lukas statt. Intention dieser regelmäßigen Treffen war es, das philosophische und therapeutische Gedankengut Viktor E. Frankls zu vertiefen und in seiner Anwendbarkeit in die Fachdisziplinen der Medizin, Psychologie, Wirtschaft, Philosophie, Pädagogik etc. zu integrieren. Im Jahr 2002 wurde gemeinsam mit Mitgliedern des „Wiener Logotherapeutenkreises“ die Lehrveranstaltung „Pädagogik als Prävention - Lebensqualität in der Schule“ entwickelt. 2004 wurde der Akademielehrgang „Pädagogik als Prävention - Sinnzentrierte Pädagogik auf der Basis des Menschenbildes von Viktor E. Frankl“ entwickelt und im Rahmen des Akademienverbundes Pädagogische Hochschule Kärnten als viersemestrige Veranstaltung angeboten. Zudem wurden Vorträge und Workshops in Wien und Klagenfurt organisiert.[3]

Das Viktor Frankl Zentrum Wien wurde 2004 von der Logotherapeutin Johanna Schechner und der Logopädagogin Heidemarie Zürner, im Beisein der Familie Frankl-Vesely, dem Ehepaar Lukas und Alexander Batthyany gegründet. Seit Februar 2005 hat das Viktor Frankl Zentrum Wien seinen Vereinssitz in der Mariannengasse 1. Direkt neben jener Wohnung, in der Viktor E. Frankl über 52 Jahre lang lebte.[4]

Das erste Projekt des Viktor Frankl Zentrum Wien umfasste die Organisation der Ausstellung „Lebe(n) voll Sinn“, die am 31. März 2005, anlässlich Viktor E. Frankls 100. Geburtstags, in Wien ihre Eröffnung feierte. Inhalt der Ausstellung waren der Lebensweg Viktor E. Frankls sowie die Aufbereitung logotherapeutisch und existenzanalytischer Kenntnisse in angewandte Wissenschafts- und Fachdisziplinen, wie Psychotherapie, Medizin, Pädagogik, Philosophie, Theologie und Wirtschaft. Gezeigt wurden Exponate aus seinem privaten Nachlass, die Einblick in den Lebensweg Viktor E. Frankls sowie die Entstehungsgeschichte der Logotherapie und Existenzanalyse gaben. [5]

Bildungsarbeit[Bearbeiten]

Seit 2006 werden jährlich ca. 15 Vorträge zu unterschiedlichen Aspekten der Logotherapie und Existenzanalyse präsentiert Während die 90-minütigen Vorträge die Anwendung der Logotherapie in unterschiedlichen Themenbereichen nur anschneiden können, bieten die 2-stündigen Impuls-Abende eine intensive Einführung in die Lehre Viktor E. Frankls zu spezifischen Themen. Seit dem Herbst 2014 werden außerdem Seminare zu Themenbereichen wie "Sinn-Orientierung in Wirtschaft und Arbeit" sowie „Logopädagogik“ angeboten.

Vermittelt wird die originäre Lehre Viktor E. Frankls im Rahmen des 3,5-jährigen Lehrgangs unter der Leitung von Heidemarie Zürner und Johanna Schechner sowie ReferentInnen aus den Fächern Medizin und Philosophie [6] Außerdem gibt es Workshops für Jugendliche ab 14 Jahren zur Auseinandersetzung mit den Grundgedanken der Logotherapie, Diskussionen über Sinn- und Existenzfragen sowie Möglichkeiten zur Gewaltprävention und Aggressionsbewältigung.[7]

Kooperationen[Bearbeiten]

Das Viktor Frankl Zentrum Wien ist national wie auch international vernetzt. Es bestehen u.a. Kooperationen mit dem Viktor Frankl Institut (VFI), dem Ausbildungsinstitut für Logotherapie und Existenzanalyse in Wels (ABILE Wels), dem Österreichischen Roten Kreuz (ÖRK) sowie dem Institut für Sinnforschung an der Franzens Universität Innsbruck. Außerdem kooperiert das Zentrum mit der Europäischen Akademie für Logotherapie und Psychologie (EALP).

Auszeichnungen[Bearbeiten]

2008 wurde dem Viktor Frankl Zentrum Wien der Viktor-Frankl-Preis der Stadt Wien (Kategorie: Förderpreis) verliehen.[8] Die Preisverleihung wurde von Eleonore Frankl, Vorstandsmitglied des Viktor Frankl Fonds, vorgenommen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Martina Kosová et al.: Logoterapie. Existenciální analýza jako hledání cest. Grada Publishing, a.s., 2014. ISBN 978-8-024-74346-2 (S. 191)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]